Kein moralisch gedrosselter Wettbewerb in Wahlkampfzeiten

Am Ende der Ära Merkel existieren plötzlich grundlegend unterschiedliche Wünsche, in welchem Stil Wahlkämpfe geführt werden sollen. Der Autor vertritt die Haltung: Intensiver Wettbewerb, offene Kritik und scharfer Diskurs sind nicht was für seltene wie idealistische Sonntagsreden, sie sind erstrebenswert und bleiben unverzichtbar. Kolumne von Hasso Mansfeld

Von in Mansfeld meint am 23. Juni 2021

Paradoxien des deutsch-sowjetischen Krieges aus der Sicht des russischen Schriftsellers Wassili Grossman

Der deutsch-sowjetische Krieg, der vor 80 Jahren mit dem Überfall Hitlers auf die UdSSR begann, gibt den Historikern, ungeachtet der partiellen Öffnung der russischen Archive, immer noch viele Rätsel auf. Warum scheiterte die Hitlersche Blitzkriegsstrategie, der seit September 1939 bereits neun europäische Länder zum Opfer gefallen waren, ausgerechnet auf sowjetischem Territorium? Woher nahm die sowjetische Gesellschaft, die seit Ende der 1920er Jahre durch das Stalinsche Terrorregime in einer außerordentlichen Weise drangsaliert und dezimiert worden war, die Kraft, um die siegesgewohnte Wehrmacht im Dezember 1941 vor den Toren Moskaus und ein Jahr später in Stalingrad aufzuhalten? All diesen Fragen ist das Werk des russischen Schriftstellers Wassili Grossman „Leben und Schicksal“ gewidmet, das nicht selten als einer der wichtigsten Romane des letzten Jahrhunderts bezeichnet wird. Mit diesem Roman befasst sich die folgende Kolumne.

Von in Geisteswissenschaften Russland zwischen West und Ost am 9. Juni 2021