Der Hass

Ein Gedicht.


Der Hass

Der Hass geht grinsend durch die Stadt
spazieren und schaut  recht zufrieden,
dass er jetzt soviel Freunde hat,
die Stimmung scheint zu sieden.

All ihr Geschrei und ihre Fratzen,
die lassen ihm das Herz aufgehen
ob Galgen schwingend oder Glatzen,
die wollen lieber Feuer sehen

Die Gegner dieser hassgeplagten
entwickeln auch schon blanke Wut,
und leider bevor sie sich fragten,
tut ihnen das denn selber gut?

Der Hass sieht das mit Wohlgefallen,
er wächst mit jedem der da hasst,
und wenn sie sich zusammenballen,
dann ist das etwas, was ihm passt.

Je mehr er wächst, je mehr ihm folgen,
so größer wird am Schluss sein Sieg,
dann kommen endlich seine Brüder,
die Gier, der Neid, der Bürgerkrieg.

von Heinrich Schmitz

Heinrich Schmitz

Heinrich Schmitz

Heinrich Schmitz ist Rechtsanwalt, Strafverteidiger und Blogger. In seiner Kolumne "Recht klar" erklärt er rechtlich interessante Sachverhalte allgemeinverständlich und unterhaltsam. Außerdem kommentiert er Bücher, TV-Sendungen und alles was ihn interessiert- und das ist so einiges. Nach einer mit seinen Freital/Heidenau-Kolumnen zusammenhängenden Swatting-Attacke gegen ihn und seine Familie hat er im August 2015 eine Kapitulationserklärung abgegeben, die auf bundesweites Medienecho stieß. Seit dem schreibt er keine explizit politische Kolumnen gegen Rechtsextreme mehr. Sein Hauptthema ist das Grundgesetz, die Menschenrechte und deren Gefährdung aus verschiedenen Richtungen.

More Posts - Website

  • Wir dürfen nicht vergessen, Hass war nach 2001 Hauptmotor
    us-amerikanischer Vergeltung mit bis zu einer Millionen getöteter
    Zivilisten. Hass aus der selben Hexenküche ist Konstrukteur von IS und
    Quaida. Hass hat die Gier abgelöst, die Motor des ersten IRAK Krieges
    war. Obama umschrieb diesen Hass einmal mit: „Justice will be done“

  • derblondehans

    … passt, werter H.S., Paris im November 2015.

    Yeah, this right here goes out to everyone that has lost someone that they truly loved Check it out …

  • Karsten Koch

    Hass zerstört, den Gehassten und den Hasser. Und viele andere oft als so genannte »Kollateralschäden«. Ich stimme Alexander Wallasch ausdrücklich zu, wenn er darauf hinweist, dass der Friedensnobelpreisträger diesen Hass einmal als Gerechtigkeit bezeichnete. Die schafft er als Ankläger, Richter und Vollstrecker in einer Person mit seinen Drohnen. Und erzeugt dadurch neuen Hass. Ich fürchte, die Attentäter haben eine riesige Welle des Hasses losgetreten. Aber das war wohl auch eines ihrer Ziele.

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