Auf dem Nachttisch 3

Am 6. Mai veranstaltet die „Demo für Alle“ bereits zum zweiten Mal einen Anti-Homosexuellen-Kongress, den sie als Aufklärungsunternehmen über „Gender“ tarnt. Der richtige Anlaß, um die neue Erzählung des französischen Jugendbuchautors Christophe Léon vorzustellen: „Väterland“!


Gabrielle hat Angst

Gabrielle ist besorgt, verwirrt und hat Angst. Ihre beiden Väter haben trotz Verbotes das Getto verlassen, um ihr in Paris ein Geburtstagsgeschenk zu besorgen. Doch sie kehren nie zu ihrer Adoptivtochter zurück. Ein Autounfall bringt George und Phil in eine prekäre Lage, denn sie werden als Homosexuelle erkannt an der rosa Raute, die sie gezwungen sind, zu tragen. Es hätte keinen Zweck einen Arzt aufzusuchen um Phils Verletzung behandeln zu lassen, denn der riefe nur die Polizei. Genau das machen auch schon hysterische Passanten, die mit Schreck und Ekel der Homosexuellen ansichtig werden. Was ein kleines Stückchen Stoff auslösen kann!

Den Verunglückten bleibt nichts anderes als die Flucht –aber wohin? Allgegenwärtige Überwachung: Drohnen mit Kameras, speziell für die Schwulenverfolgung im Einsatz, schirre über ihnen. Nach Hause zu Gabrielle können sie nicht zurück, denn dort würde die Polizei auf sie warten, um sie in ein Internierungslager zu stecken. Damit ihre Tochter nicht vom Staat in ein Heim für Kinder von Homosexuellen verbracht wird, wagen die Eheleute die Flucht quer durch Paris zu einer Art Maquis-Adresse, um jemanden zu treffen, der Gabrielle vor dem Zugriff der Polizei retten wird. Was George und Phil danach geschieht, bleibt offen – aber es steht zu vermuten, daß es düster sein wird.

Christophe Léons Erzählung „Väterland“ erzählt von dieser bedrückenden Flucht und der Jagd auf die liebevollen Väter durch den Staat. Die Geschichte spielt in nicht allzu ferner Zukunft, kurz nachdem eine bestimmte Partei in Frankreich an die Macht gekommen ist. In Windeseile werden Gesetze gegen homosexuelle Menschen erlassen: man verbietet ihnen ihren Lebensunterhalt zu verdienen, weist sie aus ihren Wohnungen in ein separiertes Viertel und nimmt ihnen mit der Begründung des Kinderschutzes ihre Kinder weg. Noch ist es Phil und George gelungen, diesen Kinderraub abzuwehren, aber er schwebt stets wie ein Damoklesschwert über der Familie. Die Lebensumstände im Getto sind armselig, es gibt einen Schwarzmarkt für Lebensmittel, der aber nur denen taugt, die noch Wertgegenstände zum Handeln und Tauschen haben. Schulen sind geschlossen und so unterrichten die beiden Väter ihre Tochter selbst.

Gabrielle erzählt den Lesern, wie sie den Abstieg aus dem wohl gestellten Künstlerhaushalt im Zentrum von Paris erlebte, der die drei ins vom Staat verordnete Elend führte. Es sind zuerst nur Kleinigkeiten der Verachtung und Ausgrenzung: die Familie wird im Hotel abgewiesen oder im Restaurant nicht mehr bedient. Dann darf das Künstlerpaar seine einmal erfolgreichen Arbeiten plötzlich nicht mehr ausstellen oder verkaufen, sie werden konfisziert. Alte Freunde und Bekannte ziehen sich zurück, damit sie nicht in falschen Verdacht geraten. Schließlich lastet der Pädophilievorwurf über allen homosexuellen Männern und Frauen mit Kindern, die nun systematisch aus ihren Familien herausgeholt werden. Die Ausgegrenzten dürfen sich nur noch im Getto bewegen und müssen eine Rosa Raute tragen. In der Ferne ist eine Endlösung mit Lagern und Schlimmeren zu ahnen.

Ansonsten geht es Frankreich gut. Die Gesund-Bürgerlichen telephonieren mit ihren I-Phones, besuchen Cafés und Bistros und machen Urlaub wie immer. Die (fiktive) Bedrohung der bürgerlichen Familie und des Staates wird durch die Verfolgung Homosexueller abgewendet – wenn einer erwischt wird, gibt es ein Aufatmen. Das Kranke wird isoliert. Was danach mit den Menschen zweiter Klasse geschehen soll, interessiert die Gesellschaft nicht, Hauptsache: sie fühlt sich sicher.

Vom Winkel zur Raute

Man wird dem 1959 in Algerien geborenen Christophe Léon, Autor von mehr als 30 Jugendromanen, vorwerfen, er schreibe am Muster der nationalsozialistischen Judenverfolgung entlang. Die sei einmalig und schlimmer gewesen… Er benutzt sogar die offizielle Stigmatisierung der Nazizeit für Homosexuelle – aus dem rosa Winkel ist nun eine Raute geworden.

Das diabolische Schema der Ausgrenzung und Vernichtung ist immer das gleiche. Erst werden Gerüchte und Lügen in die Welt gesetzt. Im Falle von Homosexuellen ist die übelste Kampfmunition der Verweis auf Pädophilie, darauf springen selbst die ruhigsten Seelchen an. Es folgen angeblich wissenschaftliche Beweise für Krankheit und die Bedrohung der Gesellschaft, schließlich die Verweigerung der Rechte und neue Gesetze, die Verfolgung legitimieren , damit sich die braven Bürger (Ja, Gott sei Dank, wir sind nicht so!) ohne Hemmung und Scham an dieser Verfolgung beteiligen und womöglich delektieren können.

Léon malt das sichere, groteske und tödliche Ende nicht aus, denn das Muster der Verfolgung hat, wie uns die Geschichte zeigt, eine mörderische Zwangsläufigkeit.

Charlotte Knobloch, die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, hat dieser Tage und zu Recht nicht zum ersten Mal darauf hingewiesen, daß das „Nie wieder“ immer mehr zum politischen Lippendienst verkommt. Und tatsächlich: die antisemitischen Ausfälle von Björn Höcke oder anderen aus der AfD werden ja nicht sanktioniert, sie werden immer unverschämter. Höckes Rede zum 1. Mai enthält Passagen, die ähnlich auch vor 80 Jahren in Deutschland so gehalten wurden. Ganz explizit hat er sich nicht äußert, so gerissen ist er, daß nur ein mieser Geruch von Antisemitismus erschnüffelt wird. Und kaum Ruchbares ist nicht justiziabel.

Auf einem Blog, das von einem erzreaktionären, angeblichen Homosexuellen betrieben wird, faseln Kommentatoren von der jüdisch-plutokratischen Verschwörung des George Soros mit dem Zweck der Zerstörung des „Abendlandes“ oder betonen süffisant, daß Emmanuel Macron beim Bankhaus Rothschild gearbeitet hat. Ihr Admin weist sie nicht in die Schranken, gleichwohl geriert er sich sogar besorgt über Antisemitismus bei Muslimen, so als ob der übler wäre als der Antisemitismus seiner deutschen Adepten.

Meme der Ignoranz und Menschenmißachtung

So fängt es an: Haß und Dummheit werden, wie heißt das heutzutage? in Meme gegossen; in Formeln der Ignoranz und der Menschenmißachtung. Die jüdischen Bankiers, die angeblich die gesamte Welt ausbeuten, waren zwar längst ein Topos als damals die Nazis an die Macht kamen. Sie verbreiteten ihn dann aber mit systematischer Vehemenz.

Ein anderer nicht aus der Welt zu schaffender Lügentopos ist der von den pädophilen Homosexuellen, die Kinder bedrohen. Er wird von den Feinden der Homosexuellen längst nicht mehr bloß insinuiert- er wird wieder ganz offen ausgesprochen. Das Geschäftsmodell der „Demo für Alle“ beruht auf diesem Mem. Dazu kommen die angebliche Gefährdung der Familien durch die Eheöffnung für Homosexuelle und der demographische Untergang des Abendlandes, herbeigeführt durch sexuelle Permissivität – die gewiß besonders bei den Schwulen gefährlich ist.

Man muß solche Meme, solche Lügen, nur lange genug einhämmern, bis sie sich trotz aller Irrelevanz festsetzen. Hilfreich ist bei dieser Hetztätigkeit, auch das haben uns alle diktatorischen Systeme vorgemacht, Pseudowissenschaft, die schlichte Haßbehauptungen, untermauern soll. Und so werden die Feinde der Homosexuellen nicht müde, wissenschaftliche Exzentriker des Hasses wie Joseph Nicolosi oder Gerard van den Aardweg anzuführen. Wenn die nicht reichen, karrt man die sich wissenschaftlich gerierende antihomosexuelle Frömmelei von Christa Mewes oder Christl Vonholdt an. Noch immer behaupten approbierte Ärzte sogar, Homosexualität heilen zu können. Sogar unglückliche Homosexuelle machen dabei mit, sich selbst zu mißachten, zu diskreditieren und abzuwerten. Deshalb konnte Hedwig von Beverfoerde auf einer der Veranstaltungen ihrer „Demo für Alle“ auch den enthomosexualisierten Marcel von der „Bruderschaft des Weges“ präsentieren (klingt wie eine Vampirsekte), eine Organisation deren Mitglieder, auf den Knien rutschend den eigenen Unwert zelebrieren.

Wie es im Falle der Juden in den 30er Jahren war – alte Vorurteile werden massenhaft von Staats wegen gestreut und dann mit Pseudowissenschaft (z.B. Forschungen zum „Arier“ und seiner angeblichen Höherwertigkeit) untermauert, ist es seit je auch mit den Homosexuellen gewesen. Denn solche Wissenschaft soll ja Skeptiker und Autoritätsgläubige überzeugen – mit dieser Absicht veranstaltet die „Demo für Alle“ am 6.Mai im Kurhaus Wiesbaden ihren Kongreß. Er ist Teil einer größeren politischen Strategie.

Die Strategie der Verachtung

Das Aktionsbündnis gegen die „Demo für Alle“ beschreibt diese Tagung so: „Am 6.Mai werden Redner auf dem Podium stehen, welche die sogenannte „Homo-Heilung“, also Therapien zur angeblichen Heilung der Homosexualität, befürworten, während andere offen für eine flächendeckende Diskriminierung werben und dabei zwar von Kinderrechten und Familienwerten reden, jedoch das Recht auf Wissen und Aufklärung einschränken und tausenden fürsorglichen Eltern den Familienstatus aberkennen wollen.“

Schon bei einem ersten Kongreß dieser Art 2016 in Stuttgart erklärten die Referenten, daß “Homosexualität generationenblind und lebensfeindlich“ sei – das ist schon sprachlich eine Leistung des höheren Unsinns, aber sie klingt immerhin soziologisch und ist doch nichts weiter als sozialdarwinistisch. Die Bemühungen mit neuen Bildungsplänen Gerechtigkeit für menschliche Emotionen und Sehnsüchte auch in den Schulen zu erreichen, wurden bösartig als „Pädophilenpropaganda im Unterricht“ bezeichnet.

Damals schon habe ich den ersten Kongreß so bewertet:  – das Unternehmen schien vor anderthalb Jahren als abenteuerliche Veranstaltung von ewig Gestrigen. Die Fortsetzung ist zwar ebensolcher Wahnsinn aber hat Methode: hier sollen uralte Vorurteile gezielt in Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung umgesetzt werden. Wie das geht, zeigt die Erzählung „Väterland“ exemplarisch.

Während beim ersten Kongreß noch unhaltbare angeblich sexualwissenschaftliche Theorien u.a. von dem katholischen Psychiater Raphael Bonelli referiert wurden und ähnlicher hanebüchener Unsinn von religiösen Sektierern, geht man jetzt einen Schritt weiter. Die Umformung von Vorurteilen in Standard-Meme erhält im nächsten Schritt auch juristische Rückendeckung und Aufpolsterung.

Einer der Referenten diesmal ist Prof. Christian Winterhoff, Jurist an der Universität Göttingen, der in einem Gutachten die Bildungspläne zum Unterricht der Gleichwertigkeit von Homo- und Heterosexualität als Verstoß gegen das Indoktrinationsverbot an Schulen bezeichnete.

Ein weiterer Referent ist der Psychiater Christian Spaemann, Sohn des erzkonservativen katholischen Philosophen Robert Spaemann. Er behauptet, die Veränderung der sexuellen Orientierung durch Therapie sei wissenschaftlich belegt. Und meint damit natürlich auch notwendig!

Hier wird also jeder nur denkbare Versuch unternommen, Homosexualität – nein, sagen wir es deutlich, Homosexuelle, als krank und gesellschaftlich gefährlich darzustellen, als zu Heilende, um mit diesen Pseudotheorien, ob aus dem Bereich der Psychologie oder gar des Juristischen eben Vorurteile in angebliche Wissenschaft und ins Recht einzuführen und damit akademisch-autoritär zu festigen.

In „Väterland“ ist all dies geschehen – die „Minderwertigkeit“ von Homosexuellen wurde wissenschaftliche und staatliche Doktrin. Aus dem Vorurteil, aus schlichtem Haß wurden dann im Frankreich des Buches Gesetze gegossen, wie seinerzeit bei den Nazis…

Denn sehen wir es klar – Verfolgung und Vernichtung, die nicht bloß anarchistische Ausbrüche bleiben sollen, sondern das System stabilisieren, brauchen auch gesetzliche Rechtfertigung. Erst nach den Nürnberger Gesetzen wurde das perfide und kleinteilige System der Judenverfolgung entwickelt und realisiert, so daß die Bevölkerung sie als gegebenes Recht anerkannte. Vernichtung solchen Ausmaßes und solcher Perfidie braucht eben gesetzliche Grundlagen.

Rußland – dessen Gesetzgebung in Sachen Homosexuelle die graue Eminenz der „Demo für Alle“, Gabriele Kuby, ausdrücklich lobt – ist bereits solche Schritte gegangen, mit seinen Gesetzen zur „Homopropaganda“ – mit denen sogar öffentliche Zuneigungsbeweise von Homosexuellen als solche Propaganda verurteilt werden – und damit als Jugend- und staatsgefährdend. Zugrunde liegt die alte Hysterie, daß man mit Homosexualität angesteckt werden könnte – und daß Homosexualität eine Bedrohung für Volk und Staat sei. Ja, daß überhaupt unkontrollierte Sexualität den autoritären Staat bedrohe; was ja tatsächlich der Fall ist.

„Väterland“ zeigt, daß es nicht allein bei solchen ausgrenzenden Gesetzen bleiben wird – denn sie haben eine abschüssige Zwangsläufigkeit. Homosexuelle werden in jenem Frankreich in Gettos verfrachtet, dürfen ihre Berufe nicht mehr ausüben, können also nicht mehr ihren Lebensunterhalt bestreiten, müssen sich deshalb unsolidarisch und vielleicht kriminell verhalten, was man natürlich wieder als Munition gegen sie verwendet. Man nimmt ihnen ihre Kinder weg – oder will sie wie die „Demo für Alle“ daran hindern Kinder zu haben. Und das Verbot „Juden unerwünscht“, von der Parkbank bis zum Theatersaal, wird zu „Homosexuelle unerwünscht“.

Das also ist das Ziel eines solchen Kongresses wie in Wiesbaden – aus der Lüge des Vorurteils gesellschaftliche Realitäten zu generieren: aus den sowieso unerwünschten Homosexuellen sollen gesetzlich unerwünschte Homosexuelle werden. Das geht natürlich nur, wenn man sie zu Kranken und Therapieunwilligen erklärt, auf Zerstörung des Gemeinwesens erpicht – siehe die unerhörte Formel von der internationalen Homolobby, die in ihrer Gemeinheit nicht hinter der perfiden „jüdischen Weltverschwörung“ zurücksteht – beide haben die gleiche Stoßrichtung…

Wo diese Stoßrichtung endet, das sehen wir gerade in Tschetschenien wo Homosexuelle verfolgt, gefoltert und in Konzentrationslagern vernichtet werden. Mit atemnehmenden Zynismus erklärt der Tschetschenische Präsident Kadyrow, die bestätigten Berichte der internationalen Presse darüber, seien unwahr – denn, so seine Logik, es gäbe in Tschetschenien gar keine Homosexuellen, die seien nicht Teil der Kultur. Also könne es auch keine Verfolgung Homosexueller geben.

Von gleichem Kaliber sind die Bemühungen nicht nur der „Demo für Alle“, sondern der vielen religiösen Homohasser: man behauptet einfach, Homosexualität sei eine Krankheit, ein Schaden, eine ich-dystone Störung, die man heilen könne und müsse, aus Mitleid und sogar Sympathie für die angeblich Leidenden. So macht man Homosexuelle inexistent. Und wo das nicht geht, wird ihre Gefährlichkeit beschworen. Denn das dürfen wir nie vergessen – es geht nicht abstrakt um „Homosexualität“: es geht immer um homosexuelle Menschen, die an den Rand gedrängt, aus der Gesellschaft gestoßen, kriminalisiert werden sollen. Und wenn sie sich nicht fügen, was dann? Dann geschieht was Christophe Léon beschreibt: Verfolgung, Ausstoßung, Internierung und folgerichtige Vernichtung.

Der Kongreß in Wiesbaden soll also keineswegs aufklären über irgendwelche Tatbestände, die sowieso wissenschaftlich unhaltbar sind. Er ist Teil einer größeren Strategie!

Diese Strategie habe ich bereits vor Jahren erahnt, als ich zum ersten Mal die Invektiven der Gabriele Kuby las. Sie beschwor die Bedrohung, ja den Untergang des christlichen Abendlandes nicht durch kapitalistische Ausbeutung der Menschen und der Natur, sondern durch die Homosexuellen.

Solche Kongresse sind ein weiterer Schritt zur Konsolidierung der Verachtung mit pseudowissenschaftlichen Mitteln. Der nächste Schritt – und darauf arbeitet man bewußt hin – ist es diese Vorurteile und diesen Haß wie in Rußland in Gesetze zu gießen…Von den weiteren Schritten mag ich nicht reden – jetzt jedenfalls noch nicht.

Wie leicht es zum Abrutschen in die Inhumanität kommt, zeigt uns „Väterland“, diese eigentlich leise und deshalb umso bedrückendere Erzählung. Ich bin froh daß ich sie hier vorstellen kann. Das ist Jugendliteratur, die gebraucht wird, die hilft, um die angeblich politisch desinteressierte Generation zu sensibilisieren für gesellschaftliche Schieflagen. Das geschieht hier trotz des spektakulären Themas, leise, zurückhaltend und erweckt Anteilnahme – und den Mut, sich auf die richtige Seite zu stellen: die der Menschen, die lieben, einander zugetan sind wie Phil, George und Gabrielle und nichts weiter wollen als die zu leben, die sie sind und nicht als Menschen zweiter Klasse. Wenn behauptet wird, daß Liebe, Zuneigung und bunte Lebendigkeit Staat und die Gesellschaft bedrohen, dann gilt es den Staat und die Gesellschaft anzuzweifeln und sich gegen die zu stellen, die solches behaupten, damit sich Gabrielle nicht mehr fürchten muß!

Christophe Léon, Väterland. Mixtvision-Verlag, München € 9,99

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