Die Kultur der Entdemokratisierung

Auf dem Blog Denken erwünscht von Klaus Kelle schreibt unser Kolumnist Alexander Wallasch über die Kultur der Endemokratisierung, die daraus resultiere, dass verstärkt versucht wird, die Ränder der Demokratie zu beschneiden. In meiner Kindheit waren Samstag auf dem Marktplatz immer die DKPler unterwegs. Ihr Tapeziertisch war vollgepackt mit engbedruckten Flyern, roten Aufklebern und dicken …


Auf dem Blog Denken erwünscht von Klaus Kelle schreibt unser Kolumnist Alexander Wallasch über die Kultur der Endemokratisierung, die daraus resultiere, dass verstärkt versucht wird, die Ränder der Demokratie zu beschneiden.

In meiner Kindheit waren Samstag auf dem Marktplatz immer die DKPler unterwegs. Ihr Tapeziertisch war vollgepackt mit engbedruckten Flyern, roten Aufklebern und dicken blauen Büchern: Marx’ Manifest in mehreren Bänden zum Schnäppchenpreis. Die Tapeziertischler waren hager, langhaarig und schlecht rasiert, aber dabei sanft wie die Lämmchen. Deshalb trauten wir uns auch näher heran. Und wir warteten darauf, dass die Rentner bei Tchibo ihren Frischgebrühten ausgetrunken hatten. Denn dann dauerte es nie lange, bis dem ersten Rentner der Kragen platzte:

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