Bevor Star Wars kam, war Valerian schon lange da

Die unterschätzte Science-Fiction-Saga, die Hollywoods Weltraumfantasien entscheidend mitprägte

Gigantische Raumstationen, fremde Zivilisationen, politische Machtspiele: Vieles, was moderne Science-Fiction heute selbstverständlich nutzt, gab es bei Valerian schon Jahrzehnte zuvor. Warum die französische Comiclegende endlich wiederentdeckt werden sollte.

Valerian und Veronique
© Jean-Claude Mézières / Pierre Christin – Valerian & Veronique. Gesamtausgabe Band 1. © Dargaud 2009. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Carlsen Verlags

„Wir schreiben das Jahr 2720. Galaxity ist die Hauptstadt der Erde und des gesamten irdischen Machtbereichs in der Galaxie.“

Mit diesem Satz beginnt 1967 eine der ungewöhnlichsten Science-Fiction-Sagas der Comicgeschichte. Kein Knall, kein Angriff einer außerirdischen Flotte, kein Held mit Superkräften. Stattdessen eine nüchterne Beschreibung einer fernen Zukunft: Die Menschheit hat die Grenzen des eigenen Planeten längst überwunden, Zeitreisen sind möglich, unbekannte Welten warten darauf, entdeckt zu werden.

Und irgendwo zwischen Vergangenheit und Zukunft sind zwei Agenten unterwegs, die im Auftrag des Raum-Zeit-Service das Gleichgewicht der Geschichte bewahren sollen: Valerian und Laureline.

Eine Serie, die in Deutschland viele Leser allerdings zunächst unter einem anderen Namen kennenlernten: Valerian und Veronique. Warum aus der französischen Laureline eine deutsche Veronique wurde, gehört zu den zahlreichen Kuriositäten der deutschen Comicgeschichte.

Vom Jugendzimmer ins Weltall

Meine erste Begegnung mit den beiden Raumzeitagenten fand Anfang der 70er Jahre statt, als die Serie im Magazin ZACK erschien. Damals war die Welt der Comics noch eine andere. Man wartete eine Woche auf die nächste Fortsetzung, verschlang die großformatigen Seiten und ließ sich von Zeichnungen verführen, die größer waren als die eigene Fantasie.

Heute wirkt das fast altmodisch.
Damals war es Magie.

Denn Valerian war kein Comic, den man einfach las und wieder weglegte. Diese Welten blieben im Kopf. Die fremden Wesen, die gigantischen Städte, die unbekannten Planeten – alles fühlte sich an wie eine Einladung, selbst durch das Universum zu reisen.

© Jean-Claude Mézières / Pierre Christin – mit freundlicher Genehmigung des Carlsen Verlags

Zwei Freunde, zwei Talente, ein Universum

Dass Valerian & Laureline überhaupt entstehen konnte, ist fast so ungewöhnlich wie die Geschichten selbst.

Pierre Christin und Jean-Claude Mézières wurden beide 1938 geboren und lernten sich bereits als Kinder kennen – in einer denkbar ungewöhnlichen Situation. Während des Zweiten Weltkriegs saßen die beiden Jungen in einem Luftschutzkeller im Osten von Paris, während allierte Bombenangriffe die, von der Wehrmacht besetzte, Stadt erschütterten. Aus dieser ersten Begegnung entwickelte sich eine Freundschaft, die Jahrzehnte später zur Geburtsstunde einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Serien führen wird.

Nach dem Krieg gingen die beiden zunächst unterschiedliche Wege. Pierre Christin interessierte sich für Literatur, Politik und gesellschaftliche Zusammenhänge. Er studierte an der Sorbonne und wurde später Professor für Journalismus und Kommunikation. Seine große Stärke lag in den Geschichten: in den Ideen, den politischen Hintergründen und den Fragen, die hinter den Abenteuern standen.

Jean-Claude Mézières dagegen fand seine Heimat im Zeichnen. Er besuchte das Institut des Arts Appliqués in Paris und entwickelte früh eine besondere Leidenschaft für Comics und Illustration. Wie viele Künstler seiner Generation zog es ihn in den 60er Jahren in die USA. Dort arbeitete er unter anderem als Illustrator und lernte die amerikanische Comic- und Popkultur aus nächster Nähe kennen.

Der entscheidende Moment kam Mitte der 60er Jahre. Beide hielten sich unabhängig voneinander in den Vereinigten Staaten auf und verabredeten sich für ein Treffen am Großen Salzsee in Utah. Dort entstand die Idee, gemeinsam eine Science-Fiction-Serie zu entwickeln. Die Inspirationen waren vielfältig: klassische Science-Fiction-Filme wie „Alarm im Weltall“ („Forbidden Planet“), „Metaluna IV antwortet nicht“ („This Island Earth“), die fantastische Welt von „Barbarella“ sowie die Romane von Autoren wie Isaac Asimov, Alfred E. van Vogt und John Wyndham.

Doch Christin und Mézières kopierten ihre Vorbilder nicht. Sie entwickelten etwas Eigenständiges. 1967 erschien in der französischen Comiczeitschrift „Pilote“ die erste Geschichte „Schlechte Träume“. Was zunächst wie ein klassisches Weltraumabenteuer beginnt, entwickelt sich im Lauf weniger Jahrezu einer intelligenten Mischung aus Science-Fiction, Gesellschaftskritik, Satire und philosophischer Betrachtung.

Christin lieferte die komplexen Welten und die politischen Untertöne. Mézières gab diesen Welten ein unverwechselbares Gesicht. Seine Zeichnungen waren gleichzeitig futuristisch und lebendig. Seine Städte wirkten nicht wie sterile technische Konstruktionen, sondern wie gewachsene Organismen. Seine Außerirdischen waren nicht einfach Monster oder exotische Staffage, sondern eigenständige Kulturen mit individuellen Formen, Lebensweisen und Geschichten. Gemeinsam erschufen die beiden Freunde über vier Jahrzehnte mehr als zwanzig Abenteuer von Valerian und Laureline. Eine bemerkenswerte Zusammenarbeit: ein Autor, der über die Zukunft nachdachte, und ein Zeichner, der ihr ein Gesicht gab.

Oder anders gesagt: Pierre Christin erfand die Fragen.
Jean-Claude Mézières zeigte uns die Welten, in denen sie gestellt wurden.

Chronologie einer außergewöhnlichen Saga

Christin und Mézières erweiterten den Handlungsraum der Serie über vier Jahrzehnte hinweg. Insgesamt entstanden mehr als zwanzig Abenteuer, in denen sich nicht nur die Figuren veränderten, sondern auch die gesamte Erzählweise.

Die frühen Geschichten waren noch stark vom klassischen Abenteuercomic geprägt.

Im ersten Abenteuer „Schlechte Träume“ (1967) lernen wir Valerian kennen, einen Raumzeitagenten aus dem 28. Jahrhundert. Während seiner Mission verschlägt es ihn ins mittelalterliche Frankreich des Jahres 1000. Dort trifft er auf Laureline, ein Bauernmädchen, das ursprünglich nur eine Nebenfigur sein sollte – und später zur zweiten Hauptfigur der Serie wird. Schon hier zeigt sich eine Idee, die Valerian später auszeichnen wird: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind keine getrennten Welten. Alles hängt miteinander zusammen.

Mit „Die Stadt der tosenden Wasser“ (1968) entwickelt sich die Serie deutlich weiter. Die Geschichte führt die Leser in ein zerstörtes New York des Jahres 1986. Nach einer Katastrophe steigt der Meeresspiegel, ganze Kontinente verschwinden, die Zivilisation zerbricht. Was heute angesichts von Klimawandel und Umweltkrisen erstaunlich aktuell wirkt, war damals eine visionäre Dystopie. Valerian und Laureline müssen verhindern, dass ein Eingriff in die Vergangenheit die Entstehung ihrer eigenen Gegenwart unmöglich macht.

Mit dem dritten Album „Im Reich der tausend Planeten“ (1969) verlässt die Serie endgültig die Erde. Es beginnt die kosmische Phase von Valerian. Syrtis Magnificus, ein gigantisches Reich aus unzähligen Welten, wird zum Schauplatz eines Abenteuers, das weniger an klassische Weltraumschlachten erinnert als an eine Mischung aus Fantasy, orientalischem Märchen und politischer Allegorie. Hier zeigt sich erstmals die ganze Stärke von Mézières’ Zeichenkunst: fremdartige Kulturen, bizarre Wesen, fantastische Landschaften – eine Galaxis, die nicht wie eine sterile Zukunft wirkt, sondern lebendig und voller Überraschungen.

Auf Syrtis Magnificus zeigten Christin und Mézières, dass Science Fiction nicht nur aus Raumschlachten besteht. Szenen wie der schwebende Blumenregen gehören bis heute zu den poetischsten Momenten der europäischen Comicgeschichte.
© Jean-Claude Mézières / Pierre Christin – mit freundlicher Genehmigung des Carlsen Verlags

Die Serie wird erwachsen

In den folgenden Jahren lösen sich Christin und Mézières zunehmend vom reinen Abenteuerformat.

„Das Land ohne Sterne“ (1972) führt die Helden auf einen Planeten, der von zwei verfeindeten Gesellschaften beherrscht wird. Schon hier geht es nicht mehr nur um Action, sondern um politische Systeme, Ideologien und die Frage, ob Konflikte zwischen Kulturen zwangsläufig sind.

Mit „Willkommen auf Alflolol“ (ebenfalls: 1972) gelingt einer der großen Klassiker der Reihe. Die Geschichte erzählt von einem Volk, das nach langer Abwesenheit auf seinen ursprünglichen Heimatplaneten zurückkehrt – nur um festzustellen, dass Menschen ihn inzwischen wirtschaftlich nutzen. Eine Science-Fiction-Geschichte über Kolonialismus, Vertreibung und die Frage, wem ein Planet eigentlich gehört.

Es ist bemerkenswert, wie früh Valerian Themen aufgreift, die Jahrzehnte später zum festen Bestandteil moderner Science-Fiction werden.

© Jean-Claude Mézières / Pierre Christin – mit freundlicher Genehmigung des Carlsen Verlags

Die politische Phase

In den 70er und 80er Jahren wird Valerian immer komplexer.

„Botschafter der Schatten“ (1975) gilt vielen Fans als einer der Höhepunkte der gesamten Serie. Auf der Raumstation Point Central (so was wie die UN der gesamten Galaxie) treffen Vertreter zahlloser Spezies zusammen. Ein politischer Anschlag bedroht das fragile Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Völkern. Was zunächst wie ein klassisches Kriminalabenteuer im All wirkt, entpuppt sich als kluge Parabel über Diplomatie, Vorurteile und die schwierige Suche nach Verständigung.

Gerade solche Geschichten unterscheiden Valerian von vielen anderen Science-Fiction-Werken. Während Star Wars den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse inszeniert, interessiert sich Valerian für die Grauzonen dazwischen.

Nicht jeder Fremde ist ein Feind.
Nicht jede Zivilisation hat die gleiche Vorstellung davon, was Fortschritt bedeutet.

© Jean-Claude Mézières / Pierre Christin – mit freundlicher Genehmigung des Carlsen Verlags

Der große Bruch: Galaxity verschwindet

Einen dramatischen Wendepunkt bildet der Zyklus um die Zukunft der Erde.

In „Die Geister von Inverloch“ und „Der Zorn der Hypsis“ (1984/85) steht plötzlich nicht mehr irgendein ferner Planet im Mittelpunkt, sondern die eigene Heimat der Helden. Die Erde und Galaxity geraten in eine existenzielle Krise.

Der Raum-Zeit-Service, Symbol der menschlichen Kontrolle über Zeit und Raum, beginnt zu zerfallen. Ausgerechnet die Agenten, die Jahrzehnte lang für die Stabilität der Geschichte gearbeitet haben, müssen erkennen, dass ihre eigene Welt nicht unantastbar ist.

Diese Entwicklung macht die Serie ungewöhnlich erwachsen. Die Zukunft ist nicht automatisch besser als die Gegenwart. Auch hochentwickelte Zivilisationen können scheitern.

Galaxity, die Hauptstadt der Erde im 28. Jahrhundert, bildet den Ausgangspunkt der Abenteuer von Valerian und Laureline. Von hier aus beginnt eine der außergewöhnlichsten Science-Fiction-Sagas der Comicgeschichte.
© Jean-Claude Mézières / Pierre Christin – mit freundlicher Genehmigung des Carlsen Verlags

Eine Saga über Veränderung

In den späteren Alben wird Valerian endgültig zu einer Geschichte über Verlust und Neubeginn.

Die Figuren sind nicht mehr dieselben wie am Anfang. Valerian und Laureline werden älter, ihre Beziehung verändert sich, die Grenzen zwischen Held und Beobachter verschwimmen. Die großen Weltenrettungen treten zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen geht es um Identität, Erinnerung und die Frage, was eine Gesellschaft zusammenhält.

Deshalb funktioniert die Serie noch heute.
Denn hinter all den Raumschiffen, Aliens und Zeitreisen steckt immer eine sehr menschliche Geschichte.

© Jean-Claude Mézières / Pierre Christin – mit freundlicher Genehmigung des Carlsen Verlags

Als Hollywood nach Frankreich blickte

Wer heute alte Valerian-Alben durchblättert, erlebt ein merkwürdiges Déjà-vu. Da tauchen Raumstationen auf, die an Coruscant erinnern. Riesige Handelsmetropolen voller fremder Spezies. Piloten in schnittigen Gleitern. Maskierte Gestalten, deren Silhouetten verdächtig vertraut wirken. Händler mit langen Ohren und grotesken Gesichtern. Eine Prinzessin mit Frisur, die Leia gut gestanden hätte. Und ein in einer harten Masse konservierter Held – Jahre bevor Han Solo in Karbonit eingefroren wurde.

Natürlich wäre es vermessen zu behaupten, George Lucas habe Star Wars einfach bei Pierre Christin und Jean-Claude Mézières abgeschrieben. Lucas nannte als Einflüsse immer wieder die Flash-Gordon-Serials, Akira Kurosawa oder Joseph Campbells Heldenmythos. Doch ebenso wenig lässt sich übersehen, dass die französischen Valerian-Alben bereits seit 1967 Bilder und Ideen präsentierten, die Jahre später in der weit, weit entfernten Galaxis erstaunlich vertraut wirkten. Comic-Historiker und Filmjournalisten haben diese Parallelen immer wieder herausgearbeitet – von der Architektur futuristischer Metropolen über einzelne Figurenentwürfe bis hin zu Raumschiffen und ikonischen Szenen. Eine offizielle Bestätigung blieb zwar aus, doch die Übereinstimmungen sind zahlreich genug, um zumindest von einer bemerkenswerten visuellen Verwandtschaft zu sprechen.

Noch deutlicher ist der Einfluss auf Luc Besson. Der französische Regisseur war bekennender Valerian-Fan und träumte jahrzehntelang davon, die Serie zu verfilmen. Weil die Tricktechnik der 1980er und frühen 1990er Jahre dafür noch nicht ausreichte, verwirklichte er zunächst eine Art Fingerübung: Das fünfte Element. Jean-Claude Mézières selbst entwarf dafür Konzeptzeichnungen und arbeitete am visuellen Design des Films mit. Wer sich beide Werke anschaut, erkennt sofort die Familienähnlichkeit: die schwindelerregenden Megastädte, die überfüllten Flugkorridore, die Vielfalt außerirdischer Kulturen und die Vorstellung einer Zukunft, die nicht steril, sondern chaotisch, laut und voller Leben ist.

Zwanzig Jahre später erfüllte sich Besson schließlich seinen Lebenstraum und verfilmte mit Valerian – Die Stadt der tausend Planeten das Werk seiner Jugend. Visuell war der Film oft atemberaubend. Manche Einstellungen wirkten, als hätten sich Mézières‘ Zeichnungen direkt von den Comicseiten gelöst. Doch genau darin lag auch das Problem. Besson gelang es zwar, die Bildgewalt der Vorlage einzufangen, nicht aber ihren Geist. Die intelligente Mischung aus Abenteuer, Gesellschaftskritik und feinem Humor wich einem Effektfeuerwerk, das zwar staunen ließ, emotional aber erstaunlich kühl blieb. Hinzu kam eine für viele Zuschauer wenig überzeugende Chemie der beiden Hauptdarsteller. So entstand ein Film, der das Auge überwältigte, das Herz der Comicfans jedoch nur selten erreichte.

Doch der Einfluss Valerians endet nicht bei Lucas und Besson, Auch James Camerons Avatar erinnert in seiner Vorstellung fremder, ökologisch geprägter Welten und eigenständiger außerirdischer Kulturen an Ideen, die Christin und Mézières Jahrzehnte zuvor ersonnen hatten. Ebenso finden sich Spuren von Galaxity in modernen Space Operas, deren Stärke weniger in Raumschlachten als im Worldbuilding liegt – in der Kunst also, glaubwürdige Zivilisationen zu erschaffen, die weit über bloße Kulissen hinausgehen. Ob bewusst oder unbewusst: Viele Bilder, die wir heute für typisch Science Fiction halten, tauchten zuerst in den Panels von Jean-Claude Mézières auf.

Valerian hat das Space-Opera-Genre nie so dominiert wie Star Wars. Geprägt hat die Serie es dennoch. Viele ihrer Ideen sind längst Teil unseres kollektiven Bildgedächtnisses geworden – so selbstverständlich, dass ihr Ursprung oft vergessen wird.

Bild „Star Wars“ von AdisResic! auf Pixabay

Mehr als nur ein Comic

Das größte Verdienst ihrer Schöpfer besteht jedoch darin, gezeigt zu haben, dass gute Science Fiction nicht allein von Technik lebt.

Sie lebt von Neugier, Fantasie und dem Mut, sich auf das Unbekannte einzulassen.
Sie lebt von Ideen.Von der Vorstellung, dass hinter dem nächsten Stern eine neue Geschichte wartet. Dass Fremde nicht automatisch Bedrohungen sind. Dass Zukunft nicht nur aus Maschinen besteht, sondern aus Menschen.

Valerian & Laureline war nie die lauteste Science-Fiction-Saga.
Aber sicher eine der klügsten.
Und wer heute eines der alten Alben aufschlägt, merkt schnell: Manche Zukunftsvisionen altern nicht.
Sie warten einfach darauf, wieder neu entdeckt zu werden.
+++

STECKBRIEF

Originaltitel: Valérian et Laureline (bis 2007: Valérian, agent spatio-temporel)

Genre: Science Fiction, Space Opera, Zeitreise, Abenteuer

Schöpfer:
Pierre Christin (*1938) – Szenario und Text
Jean-Claude Mézières (1938–2022) – Zeichnungen

Erstveröffentlichung: 9. November 1967 in der französischen Comiczeitschrift Pilote

Abschluss der Hauptserie: 2010 (L’OuvreTemps)

Umfang: 23 reguläre Alben (1967–2010) sowie mehrere Kurzgeschichten, Sonderbände und Begleitpublikationen

Originalverlag: Dargaud (Frankreich)

Deutsche Veröffentlichungen
ZACK (ab 1972): Erste deutschsprachige Veröffentlichung als Fortsetzungscomic.
Koralle-Verlag: Erste Alben in deutscher Sprache.
Carlsen Verlag: Ab den frühen 1980er Jahren nahezu vollständige Veröffentlichung der Reihe; später Hardcover-Neuausgaben sowie die Gesamtausgabe.
Splitter Verlag: Seit 2017 hochwertige Valerian & Veronique – Ultimative Edition in großformatigen Sammelbänden mit umfangreichem Bonusmaterial.

Deutscher Serienname:
Ursprünglich Valerian & Veronique – obwohl die weibliche Hauptfigur im französischen Original Laureline heißt. Erst spätere Ausgaben übernahmen den Originalnamen.

Auszeichnungen (Auswahl):
Mehrfach ausgezeichnet beim Festival International de la Bande Dessinée d’Angoulême
Jean-Claude Mézières erhielt 1984 den Grand Prix de la Ville d’Angoulême, die höchste Ehrung des europäischen Comicfestivals.

Verfilmung:
Valerian – Die Stadt der tausend Planeten (Valerian and the City of a Thousand Planets, 2017)
Regie: Luc Besson
Mit Dane DeHaan, Cara Delevingne, Clive Owen, Rihanna und Ethan Hawke.

Bedeutung:
Valerian & Laureline zählt zu den einflussreichsten europäischen Science-Fiction-Comics. Die Serie prägte Generationen von Zeichnern, Autoren und Filmemachern und gilt als wichtiger visueller und erzählerischer Wegbereiter moderner Science-Fiction-Filme wie Star Wars oder Das fünfte Element.
+++

Sämtliche Abbildungen: © Jean-Claude Mézières / Pierre Christin – Valerian & Veronique. Gesamtausgabe Band 1. © Dargaud 2009 sowie Valerian & Veronique. Sammelband 1. © Dargaud 2007 / © Carlsen Verlag GmbH 2011. Abdruck sämtlicher Abbildungen mit freundlicher Genehmigung des Carlsen Verlags.

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