Die immer gleichen Bilder

Nach Paris, San Bernardino, Istanbul, Jakarta, Mogadischu, Kairo, Grand-Bassam und wieder Istanbul heute Brüssel. Bilder des Terrors in Dauerschleife. Die immer gleichen Kommentare ebenfalls. Wir müssen endlich tabufrei über den Islam reden.


Die Bilder gleichen sich. Immer und immer wieder. Paris, San Bernardino, Istanbul, Jakarta, Mogadischu, Kairo, Grand-Bassam, wieder Istanbul und heute Brüssel. Ein Ausschnitt der vergangenen vier Monate.

Terror als Medienspektakel

Die erste Meldung. Eine Bombe ist explodiert – vor dem Fußballstadion, in einer Einkaufsstraße, in der Metro, am Flughafen. Binnen Minuten folgen alle Medien dem Drang zu berichten. Binnen Minuten hypen die Hashtags. #ParisAttacks. #Istanbul. #Brüssel. Im Fernsehen laufen die gleichen Bilder in Dauerschleife, unterbrochen nur von den neuesten Informationen, die bald darauf schon von neueren überholt werden. Zur Auflockerung werden Experten in die Studios geholt, die nicht mehr wissen als ohnehin bekannt ist. Terror als Medienspektakel. Wer nicht berichtet hat keine Einschaltquoten.

Bilder in Dauerschleife, Bilder, die wir seit 15 Jahren kennen, so sehr ähneln sie einander. Im September 2001 zogen sie einen noch für Tage in ihren Bann. Im vergangenen November noch für eine Nacht. Heute habe ich den Fernseher nach wenigen Minuten wieder ausgeschaltet. Die immer gleichen Bilder ohne weiteren Informationsgehalt waren nicht zu ertragen. Das Gerede ohne etwas zu sagen auch nicht.

Alles bekannt

Alles was jetzt noch kommt ist bekannt. Die üblichen Akteure werden in den nächsten Tagen die üblichen und immer gleichen Floskeln von sich geben. Oder haben sie schon von sich gegeben.

Die einen: Das habe nichts mit dem Islam zu tun. Dieser oder jener Täter sei immerhin noch vor kurzem durch die Diskotheken gezogen. Alkohol und andere Drogen inklusive. DER Islam (den es sonst in dieser Diktion nicht gibt) verbiete solche Taten. DER Islam ist eine Religion des Friedens. Die Muslime werden wieder am meisten unter dem Terror leiden.

Die anderen: Warnen vor der Islamisierung des Abendlandes. Sehen in jedem Flüchtling einen Terroristen. Fordern Islamvereine und Moscheen zu verbieten. Versammeln sich schon hinter dem Hashtag #StopIslam.

Die dritten: Fordern strengere Gesetze. Mehr Überwachung.

Ein paar Tage mediales Dauerfeuer. Ein paar Tage Trend auf Twitter und Facebook. Dann gehen wir wieder zur Tagesordnung über. Bis uns der nächste Anschlag für Minuten aus unseren Träumen reißt.

Keine Tabus

Denn das, worüber wir reden sollten, wird – von ein paar wenigen Stimmen abgesehen – ausgeblendet. Es geht nicht um DEN Islam und schon gar nicht um DIE Muslime – und trotzdem geht es um den Islam. Um jenen aktuellen Mainstream des Islam, einen politisierten Islam, wie er auch von den großen Islamverbänden in Europa vertreten wird.

Nach den Anschlägen von Paris schrieb ich:

Die konservativen Verbände liefern den Terroristen letztlich die Inhalte (nicht die Methoden!). Wenn sie den Terror ernsthaft bekämpfen wollen, wenn sie sich für Integration in die Gesellschaft einsetzen wollen, wäre es an der Zeit, dass sie sich mit jenen Inhalten auseinandersetzen, die von den Dschihadisten geteilt werden. Stattdessen diffamieren sie all jene, die wie Mouhanad Khorchide, Ednan Aslan oder die Mitglieder des im April dieses Jahres gegründeten Muslimischen Forums Deutschlands genau diese Auseinandersetzung offen führen wollen. Es ist an der Zeit, dass die Gesellschaft die Verbände zu dieser Auseinandersetzung zwingt, dass sie sich nicht mehr mit den Lippenbekenntnissen der Verbandsvertreter begnügt, das habe alles nichts mit dem Islam zu tun – denn es hat in erster Linie mit dem Islam und seiner Auslegung durch den konservativen Mainstream zu tun.

Daran hat sich nichts geändert. Die Auseinandersetzung um den Islam und um jene Inhalte, die von diversen Vereinen und Verbänden in Schulen, Kindergärten und Moscheen getragen wird, ist keine innerislamische. Sie geht uns alle an. Denn sie wird in unserer Gesellschaft ausgetragen. Jetzt. Die demokratische Mitte der Gesellschaft – unabhängig vom religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis des/der Einzelnen – ist gefordert, sie offen und ehrlich zu führen, will sie die Definitionsmacht nicht weiter den Rechten auf der einen und den Islamisten auf der anderen Seite überlassen.

Die Alternative? Die nächsten Bomben. Bilder in Dauerschleife. Medienspektakel. Bekenntnisse. Hashtags. Und eine Gesellschaft, die es immer weiter auseinanderreißt.

Heiko Heinisch

Heiko Heinisch

Nach Abschluss des Geschichtsstudiums arbeitete Heiko Heinisch u.a. am Ludwig-Boltzmann-Institut für historische Sozialwissenschaft. Nach längerer freiberuflicher Tätigkeit arbeitet er seit Mai 2016 als Projektleiter am Institut für Islamische Studien der Universität Wien. Nach längerer Beschäftigung mit den Themen Antisemitismus und nationalsozialistische Judenverfolgung wuchs sein Interesse an der Ideengeschichte, mit Schwerpunkt auf der Geschichte der Ideen von individueller Freiheit, Menschenrechten und Demokratie. Er hält Vorträge und veröffentlichte Bücher zu christlicher Judenfeindschaft, nationalsozialistischer Außenpolitik und Judenvernichtung und widmet sich seit einigen Jahren den Problemen, vor die Europa durch die Einwanderung konservativer Bevölkerungsschichten aus mehrheitlich islamischen Ländern gestellt wird. Daraus entstand das gemeinsam mit Nina Scholz verfasste Buch „Europa, Menschenrechte und Islam – ein Kulturkampf?“ im Wiener Passagen Verlag (2012). Er ist Mitglied des Expert_Forum Deradikalisierung, Prävention & Demokratiekultur der Stadt Wien. Im Dezember 2016 erschien das gemeinsam mit Nina Scholz verfasste Buch „Charlie versus Mohammed. Plädoyer für die Meinungsfreiheit“ im Passagen Verlag.

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  • Hans Schmidt

    Es gibt nur DEN EINEN Islam und alle lesen aus demselben Buch. Warum diese Relativierungen ?

    • Heiko Heinisch

      Es gibt so wenig den einen Islam, wie es das eine Christentum oder den einen Buddhismus gibt. Wahr ist, dass der islamische Mainstream seit mehr als 30 Jahren immer konservativer und extremistischer wird. Dem müssen wir – Nichtmuslime und liberale Muslime – gemeinsam entgegentreten.

      • derblondehans

        … Sie relativieren, H.H..

        Zum Christentum, es gibt die ‚Kirche Christi‘ und es gibt Irrgläubige.

        Und es gibt die islamische Ideologie, den Islam. Erdogan: ‚Diese Bezeichnungen sind sehr hässlich, es ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion. Es gibt keinen moderaten oder nicht moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich.‘ Die Abgrenzung Islamismus vom Islam ist ein willkürliches Konstrukt um den Islam vom Gewaltvorwurf zu entlasten.

        • Heiko Heinisch

          Na, wenn der Erdogan das sagt, muss es wohl stimmen…

          • derblondehans

            … tja wenn ’s ’nur‘ Erdogan sagen würde, hätten Sie wohl Recht. Dass dem ABER nicht so ist, wissen Sie auch. Der islamische Gelehrte Scheich Omar Abdel Rahman von der Al-Azhar Universität in Kairo auf eine Frage zur Friedfertigkeit im Koran: ‚Mein Bruder, es gibt eine ganze Sure, die ‚Die Kriegsbeute‘ heißt. Es gibt keine Sure, die ‚Frieden‘ heißt. Der Jihad und das Töten sind das Haupt des Islam, wenn man sie herausnimmt, dann enthauptet man den Islam.‘

            Man könnte die Schriften der Mohammedaner oder im Fatwa-Archiv des ‚Institut für Islamfragen‘ stöbern oder, zum Beispiel, Hamed Abdel-Samad oder andere ‚Zeugen‘ anführen, das kennen Sie alles. Darum kann ich Ihren Einwand, besonders wenn Sie selber schreiben ‚Die immer gleichen Bilder‘ nicht nachvollziehen. Wenn Sie anders denken, sollte Sie das begründen.

          • Heiko Heinisch

            Sie verfallen dem Fehler, jenen, die einen politischen Islam – in welcher konkreten Form auch immer, den selbst in diesem Spektrum gibt es Unterschiede – global durchzusetzen, Recht zu geben und unterstützen sie damit. Sowohl Erdogan als auch die al-Azhar oder Saudi Arabien sind daran interessiert, ihren jeweiligen Islam zu DEM Islam zu erklären – und sie sind dabei teilweise recht erfolgreich. Ich würde sagen, dass der islamische Mainstream in den vergangenen 30 Jahren konservativer und radikaler geworden ist. Aber es ist gefährlich, jene gläubigen Muslime zu übersehen, die sich dem mit einem anderen Islam entgegenstellen, wie etwa Mouhanad Khorchide, Ednan Aslan, Seyran Ateş, Elham Manea, Saïda Keller-Messahli und viele andere. Mit Ihrer von den Radikalen übernommenen Deutung unterstützen Sie letztlich eben diese Radikalen, geben Sie ihnen doch in ihrer Auffassung Recht, den einzig wahren Islam zu vertreten.

          • derblondehans

            … ich ‚verfalle‘ keinen Fehler. Ich habe – nachweisbare – Quellen angeführt. Ich meine nicht, dass es einen wesentlicher Unterschied zwischen an den Baukran ‚gebaumelt‘, Schiiten, oder geköpft zu werden, Sunniten, ist.

            Es ist wohl eher ein Fehler, mit Hinweis auf ‘friedliche Moslems’, die es wohl geben mag, ich kenne genügend persönlich, die Tatsache zu verdrängen, dass Gewalttaten in der Lehre des Islam eine Grundlage haben und sich ‘im Namen Allahs’ auf Befehl ausgerechnet der Geistlichkeit tagtäglich ereignen.

            Im Falle des Islam kommt die Besonderheit hinzu, dass dieser seinen Mitgliedern erlaubt, die ‘Ungläubigen’ zum Zwecke der Ausbreitung des Islam zu täuschen. Eine Verpflichtung zur Wahrheit (‘Du sollst nicht lügen’) gibt es nicht.

            Nicht jeder ‘Friedliche’ ist noch friedlich, wenn die Stunde etwa der Mehrheit kommt.

          • derblondehans

            @Nachtrag

            … Rechtschreibfehler, samt Rechtschreib-Nazis, geschenkt. Bitte selber korrigieren, ich habe keine Möglichkeit dazu.

          • ne, die lassen wir genau so stehen ;)))

          • derblondehans

            … zu Mouhanad Khorchide, lassen Sie sich nicht von dem Prof. K. einlullen. Khorchides ‚Islam ist Barmherzigkeit‘ … sollte besser heißen: ‚Islam ist Barmherzigkeit allein für die Muslime‘, denn für die Nicht-Muslime hält der Islam Erniedrigung, Unterwerfung, Krieg und Höllenqualen parat.

        • Klaus Blömeke

          Wenn man Moslems fragt, ob es einen oder mehrere Islame gibt, sagen sie alle „einen“, weil sie nur ihren eigenen anerkennen. Ich sehe zwischen Alewiten und IS schon einen Unterschied.

          Und zu den Anhängern: ja, sobald es größere Prozentzahlen muslimischer Bevölkerung gibt,, gibt es darunter auch immer ausreichend strenggläubige. Nichtsdestotrotz ist aus der Tatsache, dass es in allen muslimischen Staaten Verfolgung Andersgläubiger gibt, implizit abzuleiten, dass diese Gemeinden 1400 Jahre überdauert haben. D. h. so groß kann der militante Teil nicht sein.

          • derblondehans

            … also entweder Aleviten oder Alawiten. Alawiten sind eine schiitisch-islamische Nebenströmung. Assad zum Beispiel.

            Aleviten sind keine Mohammedaner. Sie werden jedenfalls von denen nicht als solche anerkannt. Die Vorfahren hingen dem Schamanentum an. Das Alevitentum ist keine offenbarte Religion eher eine Naturreligion. Der Glaube ist eine Mischung aus Christentum, Buddhismus, Manichäismus und islamischen Wurzeln.

            Es gibt aber auch innerhalb des Alevitentums verschieden Strömungen. Selber googlen!

          • Heiko Heinisch

            Das ist etwas sehr verkürzt. Ein Teil der Aleviten bezeichnet sich selbst als Muslime! Es gibt in Österreich eine alevitisch muslimische Glaubensgemeinschaft. Dass andere sie nicht anerkennen, zeigt nur wieder, was ich schon weiter oben schrieb – es geht um Deutungsmacht. Für etliche Sunniten sind Schiiten auch keine Muslime, jedenfalls keine richtigen – und andersherum.

          • derblondehans

            … klar habe verkürzt, das hatte ich ja auch angedeutet. Ihr Hinweis auf ‚alevitisch muslimische Glaubensgemeinschaft‘ in Österreich, ähnliches gibt es auch in Deutschland. Ich kenne aus Berliner Sportvereinen einige Aleviten.

            Es gibt auch die Inuit, die Buschmänner, die Hottentotten, usw., usf., es bleibt aaaber dabei, wie weiter oben geschrieben, es ist ein Fehler die Tatsache zu verdrängen, dass Gewalttaten in der Lehre des Islam eine Grundlage haben und sich ‘im Namen Allahs’ auf Befehl ausgerechnet der Geistlichkeit tagtäglich ereignen.

            … dass Schuld individuell ist, muss niemanden erklärt werden. Mir als Christen (und Deutschen) sowieso nicht.

            Dass aber eine Ideologie schuldig sein kann, ist unstrittig.

            Aber selbst für Anhänger einer Ideologie, gilt, im ‚Fall der Fälle‘, die individuelle Schuld.

            Bleibt die Frage warum ich eine menschenverachtende Ideologie, dazu zähle ich Sozialismus und Mohammedanismus, in meiner Nähe, meiner HEIMAT, MEIN VATERLAND unterstützen, fördern und willkommen heißen soll.

            Können Sie mir diesen Quark erklären?

      • Herold Hansen

        Richtig ist, und das meint wohl Hans Schmidt: Es gibt für beide Religionen nur jeweils ein grundlegendes Buch, Koran bzw. Bibel.

        Beide sind so schwachsinnig zusammengeschustert, dass man alle Variationen daraus interpretieren kann, sich sogar heftig mit Zitaten widerlegen kann.

  • derblondehans

    … Zustimmung, ich würde noch darauf hinweisen, dass Merkel und ihre ‚Förderer‘ den Islam samt Terror, wie auch immer, nach Europa ‚eingeladen‘ haben, und ich meine DAHER! … dass die ‚hat_mit_Islam_nix_zu_tun‘-Figuren dem IS, dem Islamischen Staat, zum besseren Verständnis desselben, ‚übergeben‘ werden sollten. Sofort.

  • The Saint

    Ich bin vollkommen bei Ihnen, Herr Heinisch, aber solange Religioten ihren Schwachsinn unsanktioniert vortragen und z.B. allen Ernstes behaupten können, es gäbe die Kirche Christi, und es gäbe Irrgläubige, werden Sie des Schwachsinns dieser Vollidioten nicht Herr werden. Die einen faseln Bibelsprüche, die anderen Suren aus dem Koran, aber alle glauben tatsächlich daran, dass sie den Willen ihres „Herrn“ erkennen und wissen, wie man ihn umsetzt. Diese globale Schwachköpfigkeit bekommen Sie nur in den Griff, wenn Sie die Religionssysteme demontieren, und zwar von oben nach unten.

    • derblondehans
    • Heiko Heinisch

      Nun, das ist die zu ertragende Nebenwirkung der Meinungsfreiheit. Winston Churchill hat es in seiner prägnanten Art auf den Punkt gebracht: „Die Freiheit der Rede hat den Nachteil, dass immer wieder Dummes, Hässliches und Bösartiges gesagt wird. Wenn wir aber alles in allem nehmen, sind wir doch eher bereit, uns damit abzufinden, als sie abzuschaffen.“

      • derblondehans

        … na, werter H.H., da haben Sie mit Churchill nun wirklich einen ‚glühenden Freiheitsfanatiker‘ zitiert: ‚Ich will keine Vorschläge hören, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können; ich will Vorschläge hören, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können.‘ (nach Marshal Sir Wilfrid Freeman; 26. Januar 1945)1).

        Passt. Mehr davon bitte.

        • Heiko Heinisch

          Lieber Hans, mit einem Zitat drücke ich nicht meine Zustimmung zu allem aus, was der Zitierte jemals gesagt oder getan hat. Ich zitiere, weil die betreffende Person etwas in einer prägnanten Form auf den Punkt gebracht hat und es mir schwer fällt, eine bessere Formulierung zu bieten. Mein Zitat wird durch das Ihre ja nicht falsch.

          • derblondehans

            … natürlich ist Ihr Zitat nicht falsch. Nur Sie benutzen das Zitat um einen Glauben, den Sie, wie ‚The Saint‘, nicht verstehen wollen/können, herab zu setzen. Das ist, mit Verlaub, keine Kritik, das ist nix.

          • Was für ein dolles Argument: „einen Glauben, den Sie nicht verstehen wollen/können“ – aber eben darum geht es doch! Man versteht diesen ganzen religiös induzierten Irrsinn von erwachsenen Leuten wie Ihnen nicht. Problem nur: Da traut sich kein Doktor dran, zu wenig erfolgversprechend, weil zu tief eingehämmert im Kinderglauben.

          • derblondehans

            … falsch werter A.W., mal abgesehen davon, dass Mohammedaner in Brüssel gebombt haben, die also, wieder Mal [sic!] Thema sind und keine Katholiken DAHER! das Thema sein sollten, ich auch nicht, hatte ich schon mal geschrieben, dass ich von meinen Eltern und vom Staat a-theistisch erzogen worden bin. Und dementsprechend auch eine ganze Weile, bis ins Erwachsenenalter hinein, ‚Hardcore-A-Theist‘ war. (Deswegen kenne ich mich ja auch so gut mit solchen Lümmeln, wie Sie es sind, aus. 😉 )

            Katholik aber, das bin ich gern geworden. Meine Eltern und meine doofe Schwester, sind A-Theisten. So ist das. Wie es geschrieben steht in Lukas 12: 51.

            Ich betrachte es als Amazing Grace!

          • Alexander Wallasch

            Na ja, jeder hat seine Motive. Allerdings ist mir ein unüberwindbarer Kinderglaube fast lieber, als ein Bekenntnis als Erwachsener. Bei ersterem weiß man woran es liegt, bei zweiterem muss der Psychologe helfen 😉

          • Mkaysen

            „dass Mohammedaner in Brüssel gebombt haben, die also, wieder Mal [sic!] Thema“

            Wir wollen jetzt doch nicht mit Killcounts anfangen oder? Da kommen die Katholiken nicht besonders gut weg, auch wenn das schon eine Weile her ist.
            Alle Religionen mit alleinigem Heilsanspruch scheinen diese Tendenz zu gewaltätigen Interpretationen zu haben, auch wenn zumindest das Christentum zumindest auf dem Papier abgelegt hat.

          • derblondehans

            … Sie schreiben Quark. Wenn Mohammedaner bomben diskutieren Sie, ‚Mkaysen‘, über ’nicht besonders‘ gute Katholiken. Sie sind es, der ‚interpretiert‘. Geht ’s noch?

            Wenn Sie konkretes wissen, raus mit der Sprache und raunen
            Sie nicht so bedeutungsvoll.

          • Mkaysen

            „’nicht besonders‘ gute Katholiken“ hab ich so nicht geschrieben und ist Ihre Interpretation. Soviel dazu. Ich rede natürlich von den Kreuzzügen. Das kann man natürlich den heutigen Katholiken nicht vorwerfen, aber das liebe, nette, gute Christentum hatte auch eine ganz gewaltig gewaltätige Phase. Wenn man diverse Kolonisierungen mitrechnet auch mehrere Phasen.
            Gewalt gegen Andersgläubige zieht sich durch fast alle Religionen, mal stärker mal schwächer. Buddhisten, Hindus, Moslems, Christen, Shintoisten, usw. usf. bei allen gab es Gewalt gegen Andersgläubige. Natürlich auch bei den sozialistischen Atheisten. Sie können die Liste gerne weiter vervollständigen. Fundamentale Ideologie tötet und ich bin mal so frei Religionen als Ideologien zu betrachten.

          • derblondehaqns

            … meno ‚Mkaysen ‚, fast habe ich es geahnt, DIE KREUZZÜGE.

            Sie sind ja genauso dumm unwissend wie Barak Hussein Obama, der den Islamischen Staat (IS) mit den mittelalterlichen Kreuzzügen verglich und erklärte, auch der christliche Westen habe schreckliche Verbrechen im Namen Gottes begangen ts, ts, ts, kein Wunder, dass Amerika im Klo der Historie hinuntergespült wird, mit diesem ‚Dummy‘.

            … die Mohammedaner beschäftigten sich erst mit den Kreuzzügen, als sie ihnen vom Westen Ende des 19. Jahrhunderts in den Kopf gesetzt wurden. [sic!]

            Von den arabischen Zeitgenossen des späten 11. bis 13. Jahrhunderts wurden die Kreuzzüge in weiten Teilen der islamischen Welt nicht einmal wahrgenommen. Die periodischen Züge der Christen, deren kriegerische Auseinandersetzungen verhältnismäßig kurze Phasen blieben, wurden von den Moslems als ‚logisch‘ empfunden.

            Die Christen versuchten zurückzuerobern, was man ihnen entrissen hatte.

            Vor allem aber, weil die Moslems die Kreuzzüge wohl als machtpolitischen Angriff auf ihren Besitzstand verstanden, nicht aber als Angriff auf den Islam als solchen.

            Geostrategisch waren die Kreuzzüge auch keineswegs ‚überflüssig‘, wie es heute gerne dargestellt wird. Sie konnten den türkischen Expansionsdrang für 200 Jahre aufhalten, ehe er im 14. Jahrhundert nach Europa übergreifen konnte und zu einem jahrhundertelangen europäischen Abwehrkampf führte. Erst 1683 konnten die Christen vor Wien den türkischen Vormarsch brechen. Es sollte noch einmal mehr als 200 Jahre dauern, bis die Griechen und die anderen christlichen Balkanvölker wieder ihre Unterwerfung unter das islamische Dhimmi-System abschütteln konnten.

            DAHER!/a>

          • Mkaysen

            „Sie sind ja genauso dumm unwissend wie Barak Hussein Obama“ Auch wenn Sie es durchgestrichen haben, ad hominem, wirklich? Ich habe nicht gerade das beste Bild von Ihnen, aber es würde mir nicht einfallen Sie dumm zu nennen, nur weil Sie nicht meiner Meinung sind.

            „Die periodischen Züge der Christen, deren kriegerische
            Auseinandersetzungen verhältnismäßig kurze Phasen blieben, wurden von
            den Moslems als ‚logisch‘ empfunden.“
            Argumentativ irrelevant. Unrecht bleibt unrecht, egal wie xy das jetzt auffasst. Bei der Gelegenheit haben die Kreuzfahrer ja nicht nur Moslems bekämpft, sondern auch christliche Städte, z.B. im heutigen Ungarn geplündert und bei der Gelegenheit auch einige Massaker an Juden angerichtet.

            „Die Christen versuchten zurückzuerobern, was man ihnen entrissen hatte.“
            Würde stimmen, wenn das alles „dem“ Christenstaat gehört hätte, hat es aber
            nicht. Religion mag hier ein Vorwand für die Politik gewesen sein, dass
            macht es aber nicht legitim und ist eine interessante Parallele zum
            Dschihad des politischen Islamismus.

            „Geostrategisch waren die Kreuzzüge auch keineswegs ‚überflüssig‘,“
            Die Argumentation greift nur wenn man ein ziemlich schwarz-weißes gut und böse Narrativ bastelt. Verbietet sich eigentlich bei der historischen Betrachtung von Machtverhältnissen. Ändern Sie doch mal die Perspektive. Fundamentaler Islam und fundamentales Christentum sind beide ziemlich gruselig.

          • Heiko Heinisch

            Den Christenstaat gab es natürlich nicht, aber weite Gebiete, die von den Kreuzfahrern erobert wurden, wie etwa das Küstengebiet der heutigen Türkei und Nordsyrien wurden erst in den zwei Jahrzehnten zuvor von den Seldschuken erobert. Die Kreuzfahrer eroberten diese Gebiete für den Kaiser von Byzanz zurück. Das restliche Gebiet, auf dem sich für die nächsten 200 Jahre die Kreuzfahrerstaaten etablierten, war ebenso vormals christlich-byzantinisches Gebiet. Insgesamt werden die Kreuzzüge in ihrer historischen Bedeutung meiner Meinung nach stark überbewertet. Das eroberte Gebiet war – im Vergleich mit den übrigen islamischen Gebieten – und langfristig hatten diese Eroberungen kaum Auswirkungen. Anders als jene in Anatolien, die den Bestand des Byzantinischen Reiches vermutlich um einige Jahrhunderte verlängerten – interessanterweise wird diese Rückeroberung byzantinischer Gebiete kaum erwähnt, wenn öffentlich über die Kreuzzüge geredet wird.
            Die während dieser Züge begangenen Verbrechen müssen natürlich erwähnt werden – gerade die antijüdischen Pogrome sind leider ein Teil der christlichen Geschichte Europas, nicht alleine während der Kreuzzüge – die grausamen Eroberungen scheinen allerdings nur in der Rückschau außergewöhnlich. Zu ihrer Zeit war das die übliche Vorgehensweise bei der Eroberung einer Stadt und wurde von jedem Heer, egal welcher Religion und Kultur, so oder so ähnlich gehandhabt. Hat sich eine Stadt freiwillig ergeben und die Tore geöffnet, konnten die Bewohner/innen auf Gnade hoffen (sicher war auch das nicht immer). Musste eine Stadt gewaltsam erobert werden, wurde sie vom Heerführer in aller Regel für 3 Tage zur Plünderung frei gegeben. Und das bedeutete Mord, Vergewaltigung und Brandschatzung.

          • derblondehans

            … werte/r ‚Mkaysen‘, wiki schreibt: ‚Im engeren Sinne ist Dummheit die mangelhafte Fähigkeit, aus Wahrnehmungen angemessene Schlüsse zu ziehen beziehungsweise zu lernen.‘

            Ich habe dumm, bei Ihnen ‚durchstrichen‘. Ich habe von Ihnen gar kein ‚Bild‘. Will ich auch nicht. Ich reagiere lediglich auf Ihre Texte. Persönlich ignoriere ich Sie nicht Mal.

          • derblondehans

            … noch einmal, die Mohammedaner bomben in 2016 und Sie, ‚Mkaysen‘, bemühen die Historie dazu, was ‚Christen‘ vor tausend Jahren getan haben sollen.

            … was die an Juden ‚angerichteten Massaker‘ betrifft, sollten Sie differenzieren.

            Urban rief nicht willkürlich zu einem Kreuzzug auf, etwa um die Muslime zu missionieren oder deren Gebiete zu erobern, sondern forderte das, was wir heute in der Tat eine ‚humanitäre Intervention‘ nennen.

            Ausführen sollte diese Intervention ein Ritterheer. Die Kreuzritter waren nicht friedliche Menschen, die die Kirche mit Heilsversprechungen erst zum Krieg hätte verführen müssen, sondern ‚Raufbolde‘, die ohnehin meinten, ihren Anteil am Heil nur im Kampf erlangen zu können … Auf dem Weg nach Byzanz kam es in zahlreichen deutschen Städten zu Pogromen gegen Juden. Ausschlaggebend waren auch hier die Kreuzritter, nicht die Kirche.

            Die jeweils zuständigen Bischöfe versuchten vergeblich, die Ritter zu zügeln. Nur in Köln fand man eine Lösung: Die Juden wurden bei befreundeten Christen versteckt. Diese Rettungsaktion wurde von der Kirche organisiert, nicht jedoch das Pogrom!

          • Mkaysen

            1. Ich habe die aktuellen Taten mit keinem Wort heruntergespielt oder versucht die Schuld vom Islam/seinen fundamentalen Strömungen zu nehmen. Ich habe mich kritischen zu ALLEN Religionen mit absolutem Heilsanspruch geäußert und weil’s bei Ihnen passt, exemplarisch die Katholiken erwähnt.

            2. Ich sprach nicht von der Kirche, sondern von Katholiken. Wichtiger Unterschied, den Sie ja selbst bemerken „… noch einmal, die Mohammedaner bomben in 2016 und Sie, ‚Mkaysen‘,
            bemühen die Historie dazu, was ‚Christen‘ vor tausend Jahren getan haben
            sollen.“ Und das „getan haben sollen“, also der Komplex Kreuzzüge ist angesichts des sehr umfangreichen Beitrags, den Sie verlinkt haben eine interessante Formulierung. Ich tippe auf kognitive Dissonanz. Ihre Quelle im übrigen möchte ich mal als tendenziös bewerten. Historisch durchaus fundiert, aber alles andere als objektiv, will sagen es schwingt ein deutlich einseitiges Darstellungsinteresse mit.

            3. Verallgemeinerungen greifen natürlich immer zu kurz und Köln ist natürlich ein positives, aber seltenes Beispiel. Sie verallgemeinern aber auch, wenn es Ihnen passt. Es gab ja mehr als nur den Kreuzzug von Urban II. Ein positives Beispiel xy negiert aber nicht eine Gesamttendenz. Das ist übrigens genau die Argumentation, die gegen den Islam benutzt wird. „Natürlich gibt es friedliche Moslems, aber der Islam ist ein politisches Machtsystem, das alle andere Religionen/ Menschen unterjochen will.“

            Ist schon ein bischen beeindruckend, wie herrlich perfide Sie sich immer nur Teile eines Kommentars herauspicken, den Sie für angreifbar halten, den Rest des Beitrags aber ignorieren. Ob Sie dann aber gewollt oder unbewusst falsche Schlüsse aus den Aussagen ziehen möchte ich mal im Raum stehen lassen.

          • derblondehans

            … ich habe nicht behauptet, dass Sie die aktuellen Taten heruntergespielt haben. Das sind Ihre Projektionen. Ich verallgemeinere auch nix, ich schreibe ganz konkret.

            Schon wieder bringen Sie den Terror der Mohammedaner, nun sogar mit allen Religionen, ‚kritisch‘ in einem Kontext. Mehr, Sie besitzen sogar die Chuzpe, einen Zusammenhang, exemplarisch, wie Sie schreiben und weil ’s bei mir passt, ich mich als Christ, als römisch-katholisch, bekenne, zum Terror herzustellen. Echt. Den Durchstrich bei ‚dumm‘ streiche ich hiermit.

            Von Köln habe ich nix geschrieben. Sie machen immer mehr Fässer auf und jammern, wenn darauf nicht geantwortet wird.

            Sogar Niedertracht unterstellen Sie mir. Mit Verlaub, werte/r ‚Mkaysen‘, Sie haben ein Ei auf dem Kopf.

          • Mkaysen

            „Von Köln habe ich nix geschrieben. Sie machen immer mehr Fässer auf und jammern, wenn darauf nicht geantwortet wird.“

            Zitat von Ihnen aus Ihrem Beitrag davor: „Die jeweils zuständigen Bischöfe versuchten vergeblich, die Ritter zu zügeln. Nur in Köln fand man eine Lösung:“
            Darauf habe ich mich bezogen, nicht auf die Vorfälle an Silverster. Bitte etwas aufmerksamer der Diskussion folgen.

            „nun sogar mit allen Religionen, ‚kritisch‘ in einem Kontext. Mehr, Sie
            besitzen sogar die Chuzpe, einen Zusammenhang, exemplarisch, wie Sie
            schreiben und weil ’s bei mir passt, ich mich als Christ, als
            römisch-katholisch, bekenne, zum Terror herzustellen.“
            Ich habe von Religionen mit absolutem Heilsanspruch geschrieben. Ansonsten, wenn Sie diese Deutlichkeit bevorzugen, imho haben alle Religionen mit absolutem Heilsanspruch das Potenzial zu Gewalt und Terror. Und bitte nicht das konkrete, differenzierte vergessen, ich sage nicht das alle religiösen Menschen Terroristen sind. Aber differenziert scheint Ihnen nicht zu liegen, außer es nützt Ihrer Argumentation.

            Da Sie auch weiterhin nicht auf alle Argumente eingehen und sich nur Dinge mit Angriffsfläche herauspicken, bleibe ich bei meinem Urteil bezüglich Ihres Stils.

          • derblondehans

            .. ich hatte ‚Köln Silvester‘ in Erinnerung, nicht die Pogrome. Daher von mir in diesem Kontext falsch wieder gegeben. Mein Fehler.

            Jede Religion, die etwas auf sich hält, muss sich für die einzig wahre halten, da sie ansonsten qua Selbstaufgabe überflüssig ist – was dem deutschen Protestantismus faktisch schon widerfahren ist.

            In den Schriften der Kirche Christi, den Evangelien, gibt es kein Potenzial für ‚Gewalt und Terror‘. Im Gegenteil. Sie schreiben Quark.

            Auf welche Argumente soll ich bei Ihnen denn eingehen? Sie haben doch gar keine. Wenn ich Argumente bringe, mit Quellenangaben belege, bewerten Sie diese als tendenziös. Sie, ‚Mkaysen‘, haben bisher keine einzige Quelle benannt, die Ihre Behauptungen bestätigen könnten.

            Erstaunlich wie Sie behaupten, was vor 1’000 wahr gewesen sein sol. Das schafft der Mainstream nicht mal zu Brüssel. Und das ist man gerade ein paar Tage her.

            … wissen Sie eigentlich, dass vor etwa 2,6 Millionen Jahren das jüngste Eiszeitalter, das Quartär, begann und bis heute andauert?

          • Mkaysen

            „In den Schriften der Kirche Christi, den Evangelien, gibt es kein
            Potenzial für ‚Gewalt und Terror‘. Im Gegenteil. Sie schreiben Quark.“
            Da würde ich zwar widersprechen, je nach Übersetzung hat Jesus auch ein paar martialische Aussagen zu bieten, allerdings hab ich mit keinem Wort von der Schrift gesprochen, sondern von Religionen. Exklusivistische, normative Gesellschaftsformen/Ideologien mit Tendenz zur Intoleranz. Wie Sie selbst schreiben, „Jede Religion, die etwas auf sich hält, muss sich für die einzig wahre halten“, d.h. die Anderen liegen quasi per Definition falsch und „wir“ sind besser als die. Dies kann und hat zu gefährlichen Denkmustern geführt.

            „Erstaunlich wie Sie behaupten, was vor 1’000 wahr gewesen sein sol.“
            Erstaunlich, was die CHRISTLICHE Geschichtsschreibung behauptet, was vor 1000 Jahren wahr gewesen sein soll. Die Geschichte zu eigenen Gunsten beschönigt darzustellen ist keine Erfindung des 20. Jahrhunderts.

            Und damit ist die Trollfütterung beendet, ich habe keine Lust mehr. Sie sind anscheinend nicht zur Differenzierung willig. Und da es hier vor allem um persöhnliche Überzeugungen geht und wir beide völlig gegensätzliche Standpunkte haben -von denen uns die Gegenseite nicht abbringen wird- will ich meine Zeit für Sinnvolleres verwenden.

            Wünsche trotzdem, ganz unironisch, schöne Ostertage.

          • The Saint

            Nur so aus Langeweile, Hans: Man wird als Atheist geboren und bekommt den Quatsch dann später ins Gehirn gehämmert, und wenn man die Veranlagung hat, glaubt man den Blödsinn wider jede Vernunft, Logik und Erkenntnis. Da sind Katholiken nicht anders als Kommunisten, Faschisten, Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, Islamisten, Astrologen, Mormonen und Alice Schwarzer.

          • derblondehans

            … ich lebe hier in der Diaspora. Katholiken sind hier so rar wie Bananen in der ‚DDR‘. Wer sollte mir was ins ‚Gehirn gehämmert‘ haben?

      • The Saint

        Mit Verlaub, der Schwenk von Meinungsfreiheit zur Religiotie ist dann doch ein sehr kühner, wie mir scheint.

    • !!!

    • Heinrich Schmitz

      Sie möchten demnach als Erstes die Religionsfreiheit abschaffen und dann weltweit ein atheistisches Regime etablieren? Oder hab ich da was falsch verstanden?

      • Alexander Wallasch

        Hier muss ich leider intervenieren. 😉 Ein religionsfreie politische Zone muss ja nicht automatisch ein Regime sein.

      • Mkaysen

        Liest sich für mich eher nach einem Aufruf zum Laizismus. Also eben doch Religionsfreiheit nur halt keine Sonderrechte innerhalb des Staates für eine bestimmte Religion. Religion ausschließlich als Privatsache. Finde ich begrüßenswert.

      • Herold Hansen

        Religionsfreiheit besteht darin, dass jeder sich in seinem Wohnzimmer z.B. einen Opferaltar für die Zahnfee mit automatischem Weihrauchabbrand einrichten kann.

        Idiotie, die sich staatstragend gibt, verdient diesen Schutz nicht, zumal sie selbst in ihrem jeweiligen Einflussbereich anderen keine Freiheit des Glaubens gewährt.

        • Heiko Heinisch

          Das stimmt nicht ganz. In Art 9 Abs.1 EMRK heißt es: „(1) Jedermann hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfasst die Freiheit des Einzelnen zum Wechsel der Religion oder der Weltanschauung sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen öffentlich oder privat, durch Gottesdienst, Unterricht, durch die Ausübung und Beachtung religiöser Gebräuche auszuüben.“
          Also dezidiert auch öffentlich, unabhängig davon, was irgendwer anderes von diesem Glauben hält. Aber: Religionsfreiheit schützt den oder die Einzelne in der Ausübung des Glaubens, auch in Gemeinschaft, aber eben nicht die Religion selbst vor dem kritischen oder auch spöttischen Blick von außen! Dem muss sie sich in dem Moment stellen, in dem sie in die Öffentlichkeit getragen wird.

          • The Saint

            Herr Heinisch, wenn eine Religion einer anderen die Rechte des 9.1 EMRK abspricht, kann sie ihn für sich nicht mehr in Anspruch nehmen.

          • Heiko Heinisch

            Eine Religion kann gar keine Rechte für sich in Anspruch nehmen, sowenig wie Götter und Propheten – das Recht auf Religionsfreiheit steht dem einzelnen Gläubigen zu! Und Sie können nicht einem Gläubigen dieses Recht absprechen, weil ein anderer Gläubiger desselben Glaubens anderen irgendwelche Rechte abspricht. Das Grundgesetz kennt keine Kollektiv-Haftung – und das ist auch gut so.

          • The Saint

            Na gut, formulieren wir das neu. Wenn ein Religiot einem anderen die Rechte des 9.1 EMRK abspricht, kann er ihn für sich nicht mehr in Anspruch nehmen. Das hat mit dem Grundgesetz nichts und mit gesundem Menschenverstand sehr viel zu tun. Sich auf etwas zu berufen, das man negiert, wäre paradox. Das wäre in etwa so als würde ich behaupten, Gott hätte mir befohlen, Atheist zu werden.

          • Heiko Heinisch

            Genau. Daher kann es nicht darum gehen, Muslimen generell und pauschal etwas abzusprechen. Wir müssen differenzieren und Ross und Reiter nennen. Darum geht es mir.

          • derblondehans

            … gut, nennen wir Ross und Reiter. Wenn gegen den Terror nichts unternommen wird, ist der Terror gewollt.

            Lord Howard said: ‘The European Union, in its current form, is a flawed and failing project which is making many of its inhabitants poorer than they should or need be and is failing to keep its people safe.

            ‘The first is a consequence of the euro which has an exchange rate far too high for the crippled economies of southern Europe – though, because it is lower than the Deutschmark would have been, [it] helps to make Germany’s exports competitive.

            ‘The second is a consequence of the Schengen agreement which, according to the former head of Interpol, is like hanging a sign welcoming terrorists to Europe.

            ‘These two projects … are seen by many leaders of the EU as the crown jewels of the new Europe. But both are creaking. The cracks are widening. The very future of the EU is uncertain. So staying in is as much a leap in the dark as leaving.’ Lord Howard rubbished claims that the EU has helped keep the peace in Europe for decades, saying they had ‘no basis’ in fact.

            Das Chaos hat einen Namen, die Ex-FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda der ‚DDR‘ – Angela Merkel.

          • Herold Hansen

            Auch Öffenlichkeit kann privat sein.
            Um bei meinem obigen Beispiel zu bleiben: Wenn sich Gläubige der Zahnfee versammeln wollen, um lustige Klamotten zu tragen oder Wein in Blut zu verwandeln, steht auch dem Bau eines eigenen Glubhauses nichts im Wege.

            Wenn aber staatliche Einrichtungen benutzt werden, um z.B. Kinder mit märchenhaften Dogmen zu indoktrinieren oder sich mit „Kirchenrecht“ eigene juristische Parallelgesellschaften in Kliniken oder Kitas bilden, Kirchenfürsten Einfluss auf staatliche Entscheidungen nehmen etc. etc. ist die Privatgrenze überschritten und noch mit Milliarden staatlich gefördert.

            Dem Christentum konnten wir die Flausen übertriebener Ausnutzung solcher Religionsfreiheit teilweise abgewöhnen. Was aber wird sein, wenn unter Berufung solcher Religionsfreihet demnächst der Islam derartige Rechte beansprucht?

      • The Saint

        Sie haben. Ich hatte wörtlich geschrieben, dass ich eine weltweite atheistische Freiheit etablieren und alle Religionsregimes abschaffen will.

      • The Saint

        Und noch was, Herr Schmitz. Atheistische Regimes sind so unsinnig wie eine Versammlung Anonymer Antialkoholiker, ein Swingerclub für Asketen oder ein Theologiestudium. Ich würde niemandem sein Recht auf Verblödung absprechen, und wer an die Arche Noah, gefügelte Einhörner, abgekaute Vorhäute, Jona im Wal und andere infantile Geschichten glauben möchte, meinetwegen, aber er kann von mir weder Anerkennung, noch Respekt und vor allem keine Sonderrechte verlangen.

  • derblondehans

    ‚Der omnipotente und omnipräsente Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland war über den feigen und perfiden Massenmord dermaßen erschüttert, dass er sich im Copy-and-paste-Verfahren recycelte, wobei er sich nicht einmal die Mühe machte, Paris gegen Brüssel auszutauschen. Warum sollte er auch? Sowohl in Paris wie in Brüssel hatten Terroristen direkt den Islam angegriffen, die Verkörperung der Menschlichkeit.‘

    … no comment

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