Ich mag den Karl Lagerfeld grundsätzlich. Er wandelt seit 50 Jahren als echter Freigeist immer so schön auf einer roten Linie zwischen „absoluter Quark vom Laberfeld“ und „geistreicher Zuspitzung“.
Im vorliegenden Fall geht es jedoch nicht wirklich um ihn. Vergessen wir ihn als Person und nehmen ihn als Aufhänger für ein komplexes Thema. Das Problem etlicher diesbezüglicher Diskussionen besteht meines bescheidenen Erachtens darin, dass eine essentielle Ebene und Perspektive weitgehend außer Acht gelassen wird. Am Ende verläuft der Diskurs dann oft zweidimensional, stereotyp, ritualisiert und verkürzt statt in 3D. Das sollte das…hüstel….Land der Dichter und Denker besser können, eh?
I. Diagnose
(1) Das Offensichtliche
(a) Es braucht keinen Wittgenstein, um zu erkennen, dass es nicht zielführend ist, Menschen abertausendfach leberwurstig über einen Kamm zu scheren und damit eine Homogenität vorzugaukeln, die den Einzelnen als Individuum nivelliert und zur Gattung degradiert. Das ist strukturell und methodisch all zu nah bei Rassismus und bedient sich derselben Mechanismen, die auch Antisemiten und/oder Südländerhasser gern zum masturbativen Demagogenkaffekränzchen of Troll nutzen. Das Entindividualisieren ganzer ethnischer, religiöser oder geografischer Gruppen ist die Totenglocke für jede demokratische, weltoffene und pluralistische Gesellschaft. Wer diesem Highway to Hell aus Angst um seine eigene Kultur (die er meist weder kennt noch lebt oder schlüssig definieren kann) folgt, ist in nahezu allen Fällen mithin kein Patriot, sondern meist nur ein mit pathologisch xenophobem Minderwertigkeitskomplex geschlagener Grobian.
(b) Nicht minder offenkundig – aber gern ignoriert – wird die völkerrechtlich bindende Situation. Wer nämlich suggeriert, Deutschland habe hier eine Art Wahl, mit Kröpfchen und Töpfchen zwischen „guten“ und „bösen“ Flüchtlingen zu selektieren, ist entweder ein unwissender Narr, der seine Inkompetenz ins Blaue hinein daher redet oder ein Demagoge, der unsere Verpflichtungen gemäß geltenden Völkerrechts und der Handlungsmaxime der Vereinten Nationen in agitativer Absicht bewusst unterschlägt. Wer hier Wissen erfahren mag. widme sich mithin getrost der Lektüre von Artikel 3 GFK (Genfer Flüchtlingskommission) in Verbindung mit § 3 des Asylgesetzes. Und siehe da: Alle dunklen Unklarheiten verfliegen im Lichte einer von Humanismus geprägten Rechtslage, die keinerlei Spielraum für populistisches Theater lässt.
https://www.youtube.com/watch?v=pWkRVoi6F48
Gleichwohl zeigt sich, dass die Lebenswirklichkeit dieses komplexen Themas sich hierin nicht erschöpft. Denn die obig erläuterte Konstellation birgt eine dunkle Seite.
(2) Die versteckten Teufel im Detail
(a) Denn andererseits halte ich Lagerfelds Zuspitzung im Kern nicht für komplett falsch. Man könnte sagen, er mache ein richtiges Fass leider komplett falsch auf. Denn er zeigt möglicherweise unfreiwillig auf ein oft übersehenes Problem: den Antisemitismus. Man vergesse nicht: Er sieht das ganze nicht aus der deutschen Perspektive, sondern nimmt den Standpunkt eines Beobachters ein, der seit vielen Jahrzehnten in Frankreich lebt. Die Betrachtung aus diesem Blickwinkel macht deutlich, dass er sich zwar höchst ungeschickt im Rahmen seiner Spontanäußrung ausdrückt, hierbei jedoch nicht etwa von Ausländer- oder Islamfeindlichkeit geprägt ist, sondern von der dort negativ fortgeschrittenen Situation. Er meint die sehr weit verbreitete Judenfeindschaft in überwiegend arabisch geprägten Communities; ein Hass der sich eben nicht so einfach abstreifen lässt wie ein Handschuh. Nicht umsonst wandern momentan etliche Juden aus Frankreich gen Israel aus; weit mehr als in früheren Dekaden.
Übertragen auf Deutschland haben wir es hier mithin mit einem Signal des „Seid vorbereitet, seid nicht blauäugig, wehret den Anfängen!“ zu tun, welches die bundesdeutsche Gesellschaft durchaus zur Kenntnis nehmen sollte, so ihr am sozialen Frieden gelegen ist. Die alltägliche Gefahr für Leib, Leben etc von sichtbaren Juden in diesem Land geht momentan (je nach Wohnort) nämlich nicht auschließlich in erster Linie nur von Gartenzaunnazis oder Springerstieflern aus. Man kann mal versuchen, mit Davidstern oder Kippa nach Einbruch der Nacht ungeschoren durch etliche Viertel manch deutscher Städte zu kommen. Das wird eng. Allerdings in vielen Gegenden nicht in erster Linie wegen Skinheads o.ä., sondern wegen – zugespitzt formuliert – halbstarker „krasser Checker“.
Wir erinnern uns zusätzlich, dass mittlerweile sogar ein deutsches Gericht den Angriff junger Araber auf eine Synagoge als eine Art legitimen Israelprotests wertete. Nehmen wir doch einmal dieses falscheste aller Signale und setzen es konkret in folgenden Zusammenhang mit Nahost.
(b) Egal ob man vor Assad oder IS flieht: Es ist kein Geheimnis – und der Recherche zugänglich -, dass Menschen, die etwa aus Syrien kommen, seit Jahrzehnten per medialer Assadclan-Propaganda und oft auch interfamiliär mit einem Judenbild/Israelbild aufwachsen, dass ausschließlich negative Stereotype transportiert und impft. Derartiges zieht sich bis ins Entertainment, etwa in Form von Telenovelas, in denen Juden oder Israelis ausschließlich als bösartige, herzkalte Menschenhasser dargestellt werden. Es reicht im weiteren arabischen Raum bis hin zu Fake News – um mal in der Sprache unserer Zeit zu bleiben – die behaupten, Israel würde KZs in der Negev-Wüste betreiben und dort Araber vergasen. Derartiges haben etwa PLO, Hamas etc. bereits mehrfach in unterschiedlichen Deutlichkeitsgraden kolportiert. Die genannten Beispiele sind nur die Spitze eines Eisbergs des Grauens.
(c) Insofern ist es kein Wunder, dass diese hier ankommenden Menschen (und ja, ich bin persönlich absolut dafür, sie hier rein zu lassen und zu integrieren) selbst im Fall einer ansonsten aufgeschlossenen, weltoffenen Denkweise an speziell diesem Punkt all zu oft einfach „rot sehen“, weil der Hass auf Juden/Israel durch manipulativ erfahrene Fehlprägung reflexartig in zu vielen von ihnen aufsteigt. Dieses Problem ist im Bereich Syrien leider extrem ausgeprägt. In Ländern wie Marokko oder Tunesien ist es hingegen kaum virulent, da es dort keine Regime- und systemerhaltende Feindschaft zu Israel gibt. Dort ist man tendenziell weiter im Denken.
ich habe derlei etwa in Ramallah bereits selbst erlebt. Da gab es etliche sympathische Menschen und Gesprächspartner. Sobald jedoch das Wort „Jude“ oder „Israel“ fiel, gingen die Schleusen zu, wie unter Hypnose per Knopfdruck.
Mit anderen Worten:
Die Tatsache, dass etliche arabische Länder ein judenfeindliches Bild zum eigenen politischen Systemerhalt nutzen, hat in Generationen ihrer jeweiligen Völker deutliche Spuren hinterlassen, die man strukturell durchaus als kollektive Hirnwäsche bezeichnen kann. Wer hier ausschert, bekommt nicht selten den Druck der Gruppe zu spüren.
II. Therapie
Wie also damit umgehen?
Lagerfeld macht es – wenn auch möglischerweise unbeabsichtig – durch seine verkürzende Polemik nicht besser. Er öffnet den ehrlichen, sachlichen Diskurs nicht, sondern verengt ihn dort bis zum Nadelör, wo es eines breiten Weges der Kommunikation bedarf. Denn die Wortwahl stärkt jene tumben Kräfte, die am liebsten alle Grenzen dicht machen wollen und chipsfressend verfurzt vom teutonischen Sofa aus ungestört ihren krankhaften Ausländerhass pflegen möchten.
Salomonisch wäre hingegen, die Flüchtlinge selbstverständlich wie unvoreingenommen aufzunehmen und für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu begeistern. Aber andererseits eben auch dafür Sorge zu tragen, dass sie ihr mitgebrachtes, hanebüchenes Judenbild in Fällen obiger Konstellationen entweder ändern oder passiv, bar jedweder Agitation für sich behalten. Zumindest es nicht aggressiv nach außen kehren.
Doch wie soll das gehen? Leichter gesagt als getan, nicht wahr? Einfach per Druck oder Dekret läuft sowas nicht. Das glauben nur Typen wie „The Donald“ und scheitern zu recht an sich selbst und dem eigenen Tunnelblick. Es bleibt mithin nur der Weg, wenigstens den Versuch zu unternehmen, dass alle Gruppen einander auch mit dem Herzen wahrnemen und nicht lediglich über ihren oft verstimmten Bauch.
Deshalb mag ich Kobi Farhi von der israelischen Band Orphaned Land so gern. Er sammelt Palestinenser und andere Araber ebenso als Fans ein wie Israelis oder Engländer, Deutsche, Franzosen usw.
Auf den Gigs gibt es nie Stress oder Ausschreitungen. Die jungen Leute dort – ich meine jetzt Araber und Israelis – nehmen einander als Menschen wahr und kommen ins Gespräch.
In einem Interview mit Laut.de sagte Kobi mir folgende sehr erhellende Zeilen: „Es könnte nichts Schöneres geben, als einfach nur mal Liebeslieder über und für meine Freundin zu schreiben und die Party zu rocken. Aber das geht wenigstens in der Gegenwart noch nicht. Wir befinden uns als israelische Band doch automatisch in der Rolle eines Botschafters oder schlichtenden Vermittlers. Und das bekommt man ja auch positiv mit. Ich will damit sagen, man lernt ja immer Leute kennen, die davon berührt sind, oder mitmachen oder einfach der Gewalt abschwören. Ich weiß, wir können da nicht viel tun und nehmen uns auch nicht so wichtig. Aber der Job ist nun einmal wichtig.
(…)
In einem Pulverfass voller Hass und religiösem Fanatismus beiderseits ist es für junge Araber besonders schwer und gefährlich, so offen ihre Sympathie für das andere Team zu zeigen. Diejenigen, die den Jungen nur jene Bildung mitgeben, Israel zu hassen, wissen ja nicht oder wollen es nicht wahr haben, dass wir als Band zu den Guten gehören. Und jetzt gibt es junge Leute – meistens sehr jung – die da einfach nicht mehr mitmachen. Das zeigt nun wirklich die wahre Macht der Musik. Sie zerbricht tatsächlich Wände.
(…)
Es geht ja auch gar nicht um den erhobenen Zeigefinger. Wer autoritäres Verhalten braucht, um friedfertig zu sein, ist sicherlich nicht unsere Zielgruppe. Wir sehen beide Lager vereint als Publikum und wollen ihnen einfach nur mal Denkanstöße geben und zeigen, wie schön alles werden könnte, wenn man einfach mal zusammenhält, statt aufeinander loszugehen. Und schon ist der Dialog da. Man spricht miteinander. Bei uns gibt es keine Randale und Prügeleien zwischen Juden und Moslems bei Gigs. Wir haben davon genug im Alltag.“
Das gesamte Interview findet man unter dem nachfolgenden Link. Es lohnt sich, den Worten dieses beeindruckenden Mannes zu lauschen. Orphaned Land: Musik zerbricht tatsächlich Wände
OK, schon klar, es ist sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber besser als Null und ein Anfang ist es allemal.
III Fazit
Insofern plädiere ich nachdrücklich dafür, das bestehende vielarmige Problem und die Ängste jüdischer Bürger hierzulande vor Viktimisierung nicht den Rechtsasozialen zu überlassen. Denn immer noch sind wir ein Land, in dem wegen konkreter Bedrohung nicht etwa Kirchen oder Moscheen oder buddhistische Tempel, sehr wohl aber ausnahmslos jede (!) Synagoge unter Polizeischutz stehen muss.
Wir sind das Land in dem nahezu kein sichtbar jüdischer bzw israelischer Musiker ohne Polizeischutz oder zumindest spezielle Security auftreten kann (vgl. nur das beschämende Beispiel der Yael Naim-Tour vor ein paar Jahren).
Wir sind das Land, in dem BDS-Aktivisten am Jahrestag der Reichskristall-/Reichspogromnacht eine Anti-Israeldemo lancieren.
Die kommunikatorische und oft auch solidarische Schieflage zwischen diesem schändlichen Status Quo und den ausblendenden Diskussionen ist somit ein unnötiges Übel unserer gegenwärtigen Gesellschaft, der wir allesamt entgegentreten können und sollen. Und zwar im Interesse aller hier lebender Menschen, egal ob Jude, Moslem, Christ, Atheist oder Cthulhu-Jünger.
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5 comments
derblondehans
… sehr ‚erhellende Zeilen‘, werter U.K. – *chipsfressend verfurzt vom teutonischen Sofa aus ungestört ihren krankhaften Ausländerhass pflegen* – ist das die Sprache eines ‚gepflegten‘ Deutschenhassers?
Von Grenzen dicht machen, ich nehme an Sie meinen Deutschlands oder Europas Grenzen, habe ich auch noch nix gelesen/gehört. Allerdings viel von Kontrollverlust, mit hunderttausendfacher Illegaler Schleusung, illegaler Migration, schreibt der BND: http://www.bnd.bund.de/DE/Themen/Lagebeitraege/Migration/Migration_node.html
Das Asylrecht, Art 16a GG, und die UNHCR stellt auch niemand in Frage. Ich kenne jedenfalls niemanden. Aber vielleicht in Ihrer ‚Umgebung‘? Also, wirklich, ich bin für Rechtstaatlichkeit. Sie auch?
… übrigens, das Wort „Flüchtling“ ist ein durch mehrere internationale Verträge juristisch definierter Begriff. Das sind Dokumente, der Hohen Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen (United Nations High Commission for Refugees, UNHCR). Allein diese geben die UNO-Agentur für Flüchtlinge bis heute die Bedeutung.
Keines dieser Dokumente – weder die Flüchtlingskonvention von 1951, noch das Protokoll zum des Status der Flüchtlinge von 1967 oder die Dublin-Verordnungen der EU selbst – gewähren denjenigen das Recht auf den Flüchtlingsstatus, die sichere Länder durchqueren und illegal zahlreiche Grenzen überschreiten, um den besten Sozialstaat zu erreichen.
Ich weiß nicht so recht was Sie eigentlich schreiben wollen. Bestimmt kein Statement für Anis Amri und Kumpane – https://www.waz.de/staedte/essen/kampf-gegen-terrormiliz-is-razzia-in-essener-wohnungen-id212607195.html – oder?
Ulf Kubanke
moin lieber hans,
wir müssen mal ein paar sachen miteinander klarstellen, wenn wir uns unter gentlemen unterhalten wollen. soll ja auch beiderseits spaß machen.
1. gern biete ich dir das „du“ an. musst du nicht annehmen – mach, wie du meinst. dich jedoch werde ich nicht siezen. das hat indes nichts mit geringschätzung zu tun. ich mache es mir jedoch seit jahren bereits zur leitlinie, nur kommentatoren mit klarnamen zu siezen. zu absurd, dies auch mit kunstfiguren bzw avataren zu tun.
2. form und inhalt unserer kommunikation sollten die jeweilige intelligenz des anderen nicht durch vertrollte pseudokommunikation des rhethorischen giftschranks aus dem ersten demagogensemester beleidigen.
das heißt: unnötige, rein rhethorische oder suggestive fragen, die nur der provokation dienen und nicht dem erkenntnisgewinn bitte zukünftig weglassen.
beispiel: „ist das die Sprache eines ‚gepflegten‘ Deutschenhassers?“ …ach goth, Du weißt ganz genau, dass sich die ausnahmsweise etwas derb arikulierte formulierung nicht gegen nationalitäten wendet, erst recht nicht gegen meine eigene, sondern gegen misanthope rassisten. wer sich da einsortiert, hat selbst schuld.
noch schlimmer: „Also, wirklich, ich bin für Rechtstaatlichkeit. Sie auch?“ & das fiese „oder?“ am ede des textes.
beide manöver implizieren ohne jeden meinerseits inhaltlich gelieferten anhaltspunkt, ich hätte probleme mit rechtstaatlichkeit und man könne sogar für möglich halten, es sei ein statement für amri und konsorten.
werter d.b.h., für solche spielchen bin ich nicht zu haben. das ist weder höflich, noch kultiviert und täuscht eine wertschätzung meiner person vor, die in wahrheit nicht vorhanden ist. sowas kannste gern mit anderen machen, wenn die da mitspielen. mit mir bitte nicht, hm? danke!
3. „Ich weiß nicht so recht was Sie eigentlich schreiben wollen.“
das merke ich und an dieser stelle bin ich im vertrauen auf verbesserte kommunikation unter uns auch gern bereit, dies zu erläutern. obwohl ich mich in der kommentarspalte eigentlich nicht als sekundärliteratur zum eigenen text verstehe.
die grundthese lautet in ansehung von lagerfelds äußerung: „die wahrheit liegt in der mitte. es macht weder sinn, menschen zu zigtausenden als homogene masse zu entindividualisuieren. andererseits darf auch nicht die augen davor verschließen, dass wir es hier mit zuzug aus ländern bzw besonders einem land zu tun haben, welches per regime antisemitische tendenzen als teilweise identitätstiftendes merkmal aufweist und politisch/sozial forciert“.
das muss dich natürlich verwirren, weil ich damit weder in jenes schema passe, dass du wohl als …räusper…“linksradkales gutmenschentum“ bezeichnen würdest, noch in jenes schema, welches aluhüte wie todenhöfer oder rechte ideologien wie afd repräsentieren.
ich darf mithin erwarten, dass wir über die form des miteinander sprechens einen konsens erzielt haben.
danke f d wortmeldung.
derblondehans
… meno, DU, Ulf, verbessern wir unsere Kommunikation. Wenn DIR meine blonden Haare nicht passen, biete ich DIR den *hans* an. Ich weiß immer noch nicht was DU mit DEINER Kolumne schreiben willst.
Lagerfeld macht eine Bemerkung und DU schimpfst auf *Gartenzaunnazis oder Springerstieflern*. Ein klassisches *Whataboutism*, würde Heinrich Schmitz schreiben. Übrigens, mit DEINEN Worten; ich halte Lagerfelds Zuspitzung im Kern für komplett richtig. Das kann, wer es denn will, in den Schriften der Mohammedaner nachgelesen werden. Gegen DEINE Grundthese zu 3., weil DU dort von Menschen schreibst, keine Einwände. Für eine Ideologie gilt DEINE These nicht. Das entspricht dann auch Lagerfelds Vorhalt an Merkel.
… aaaber DEINE Projektionen, ULF, – *dass du wohl als …räusper…“linksradkales gutmenschentum“ bezeichnen würdest, noch in jenes schema, welches aluhüte wie todenhöfer oder rechte ideologien wie afd repräsentieren* – was soll der Quark? … ts, ts, ts.
Es genügt, dass es auch DIR an Rechtstaatlichkeit in Deutschland liegt – gäbe es die, gäbe es diese Kolumne nicht.




















Peter Bartels
Ich kann nicht viel zum Antisemtismus von Menschen aus Syrien oder anderen arabischen, Israel feindlich gesonnenen Staaten sagen. Die Logik dahinter macht allerdings Sinn und es ist für mich vorstellbar, dass solche Bilder durch Propaganda entstanden sind. Erfahrungen mit Menschen aus dem Westojordanland, also einem von Israel besetzten Gebiet, stellvertretend als Argument für Antisemitismus aller Araber zu nennen, finde ich äußerst schwach und wirklichkeitsverzerrend, „…ich habe derlei etwa in Ramallah bereits selbst erlebt. Da gab es etliche sympathische Menschen und Gesprächspartner. Sobald jedoch das Wort „Jude“ oder „Israel“ fiel, gingen die Schleusen zu, wie unter Hypnose per Knopfdruck….“. Des Weiteren wurde hier nicht einmal erklärt, dass es sich bei Ramallah um eine Stadt im besetzten Westjordanland handelt. Mit der Thematik nicht vertraute Leser könnten also davon ausgehen, dass es sich um eine Stadt handelt, die gegenüber Israel eine in der arabischen Welt „repräsentative“ Haltung besitzt.
Selbstverständlich stimme ich zu, dass unsere Werte verteidigt müssen. Das beinhaltet Toleranz und Gleichheit vor dem Gesetz, angewendet auf alle Ethnien, sowie Relgionen.