Die Kolumnisten

persönlich. parteiisch. provokant.

Kinderehen

Seit voriger Woche wird intensiv über den Umgang mit Kinderehen gestritten. Leider weniger mit Argumenten, stattdessen mit wohlfeilem Gepöbel gegen Justizminister Maas. Dabei wäre gerade bei diesem Thema eine ruhige Debatte wünschenswert.

Die Diskussion wird mit harten Bandagen geführt. Joachim Steinhöfel, ein Medien- und Wettbewerbsrechtsanwalt aus Hamburg, hat Justizminister Maas eine Breitseite verpasst. Am 28.10.2016 titelte er auf „Tichys Einblick“

Maas will mit Kinderehen Kindesmissbrauch legalisieren

Das ist zwar nicht richtig, aber wen kümmern schon Fakten, wenn man den Bundesjustizminister bashen kann? Joachim Steinhöfel bezieht sich auf einen Bericht des SPIEGEL, in dem dieser über einen Gesetzentwurf berichtet.  Dass er selbst den Entwurf gesehen hätte, behauptet er nicht einmal. Und natürlich fand diese reichlich extreme Missinterpretation des bisher unveröffentlichten Entwurfs große Zustimmung unter denjenigen, die wahlweise den Bundesjustizminister oder aber auch Flüchtlinge verabscheuen.

Ein Grund sich das Problem der Kinderehen einmal in aller Ruhe zu widmen.

Das Ausländerzentralregister verzeichnete im Juli 1475 verheiratete Jugendliche in Deutschland; 361 davon sind jünger als 14 Jahre, 120 sind 14 oder 15 Jahre alt.“

schreibt der SPIEGEL.

Ehefähigkeitsalter

Das hängt damit zusammen, dass in verschiedenen vorwiegend islamischen Ländern eine Eheschließung von Kindern möglich ist. In Deutschland darf man bisher frühestens mit 16 Jahren heiraten, sofern der andere Partner volljährig ist und das Familiengericht eine Befreiung vom normalen Ehefähigkeitsalter, das 18 Jahre beträgt, erteilt. So steht das im Gesetz.

Und so ist das mehr oder weniger in den meisten westlichen Staaten geregelt. Eine erstaunliche Ausnahme macht der Vatikanstaat, der in can. 1083 CIC das Mindestalter für Frauen auf 14 und für Männer auf 16 Jahre festlegt. Ob es da allerdings tatsächlich solche Kinderehen gibt, weiß ich nicht, glaube ich auch nicht. In Gretna Green kann man auch heute noch mit 16 Jahren heiraten und einige tun das. Darunter läuft in Europa gar nichts.

Gesetzlich ist aber, was kaum jemand weiß, auch in den meisten islamischen Staaten eine Heirat mit Kindern verboten. Das Mindestheiratsalter für Mädchen liegt dort bei 16 bis 18 Jahren und für Jungen bei 18 Jahren. Gleichwohl werden unter der Herrschaft islamischer Traditionalisten auch jüngere Menschen von Imamen miteinander verheiratet. Dabei berufen diese Erzkonservativen sich auf das Vorbild der Ehe des Propheten Mohammed mit dessen dritter Frau Aischa, die nach islamischer Überlieferung zum Zeitpunkt des Eheschließungsvertrages sechs und bei der Hochzeit neun Jahre alt gewesen sein soll. Diese menschenrechtsverletzende Praxis deckt sich in etwa mit den Rechtsvorstellungen im Europa des Mittelalters. Bis zum 16. Jahrhundert hielt auch die katholische Kirche Ehen von Kleinkindern für zulässig.

Nach Zahlen von UNICEF aus 2014 heirateten 720 Millionen heute lebender Frauen und 156 Millionen Männer vor ihrem 18. Geburtstag, etwa 250 Millionen Frauen sogar vor ihrem 15. Lebensjahr.

Ordre Public

Für Deutschland stellt sich das Problem der Kinderehen in erster Linie durch zugewanderte Paare, insbesondere aus Afghanistan, Syrien und Westafrika. Da ist das völlig normal.

Die Ehe zwischen einem Erwachsenen und einem Kind ist nach deutschem Recht nicht möglich und widerspricht nicht nur dem Gesetz, sondern insbesondere auch dem sogenannten ordre public, also dem Grundlegenden der inländischen Wertvorstellungen. Essentials.

Nun stellt sich die Frage, wie der deutsche Staat vernünftigerweise mit diesen eingereisten Kinderehen umzugehen hat. Offenbar – ich habe den Entwurf auch nicht gelesen – hatte der Justizminister eine grundsätzliche Auflösung dieser Ehen durch die Familiengerichte auf Antrag des Jugendamtes oder der Ehefrau vorgesehen. Dass die Ehefrau diesen Antrag stellen würde, ist zwar kaum einmal zu erwarten, aber die Jugendämter sind bei Kindern und Jugendlichen ja eh am Ball.

Das ist der Punkt, über den Steinhöfel, Birgit Kelle, David Berger und auch einige CDU-Politiker in Wallung geraten sind. Diese bevorzugen eine gesetzliche Regelung, nach der diese Ehen in Deutschland schlicht und einfach per Gesetz ohne die Einschaltung des Familiengerichts für nichtig erklärt werden. Nichtigkeit bedeutet, dass diese Ehen so behandelt werden, als wären sie nie geschlossen worden; das heißt, die Ehen werden als von Anfang an unwirksam angesehen. Das kann man natürlich so in ein Gesetz schreiben. Die Frage ist, ob das wirklich so klug wäre, wie die Autoren das meinen.

Zwar wäre durch eine gesetzliche Nichtigkeit gewährleistet, dass die Paare mit Betreten des Bundesgebietes nicht mehr verheiratet wären, mehr allerdings auch nicht.

Der Stichtag

Zunächst einmal müsste so ein Gesetz genau definieren, auf welchen Stichtag es sich bezieht.

Stellt man konsequenterweise – man ist ja grundsätzlich gegen jede Kinderehe – auf den Tag der Eheschließung ab oder auf das Datum der Einreise?

Was wäre mit einem Paar, dass vor 10 Jahren in Afghanistan geheiratet hat, das bei der Eheschließung 12 und 18 Jahre alt gewesen wäre. Bei der Einreise wären die Eheleute folglich 22 und 28 Jahre alt. Vielleicht haben die auch schon 2 Kinder dabei. Sollen die jetzt plötzlich nicht mehr miteinander verheiratet sein? Wieso? Sie könnten ja umgehend wieder heiraten. Das wäre doch Unsinn.

Und für welches Alter soll das überhaupt gelten? Nur für echte Kinder, also 0 – 13-jährige? Oder für alle, die unter 18 Jahren sind?

Will man wirklich ein Paar aus einem 19-jährigen und einer 17-jährigen, die auf der Flucht aus Syrien durch dick und dünn gegangen sind, hier zwangsweise entheiraten, auch wenn beide verheiratet bleiben wollen?

Asylgrund Kinderehe?

Focus-Expertin Birgit Kelle glaubt,

dass wir alle gerne minderjährigen Mädchen, die an alte Säcke verheiratet wurden, ohne dazu gefragt zu werden, sehr gerne lebenslang Asyl und Aufenthalt in unserem Land geben würden.

Angesichts von weltweit 720 Millionen Frauen, die unter 18 Jahren verheiratet wurden, eine ambitionierte Idee. Da würde selbst Frau Merkel nicht behaupten, dass wir das schaffen. Nun, so wird sie es vermutlich nicht gemeint haben. Ich nehme an, es sollen nur die Eheleute automatisch getrennt werden, die den Weg nach Deutschland gefunden haben. Es ist übrigens ein interessantes Phänomen, dass die Kinderehe solange niemanden besonders interessiert hat, solange sie im Ausland blieb. Auch von Birgit Kelle habe ich nie gehört, dass die Kinderehe in Afghanistan, dem Senegal oder Syrien dem Kind einen eigenständigen Asylgrund anstelle der politischen Verfolgung geben sollte, was im Hinblick auf ihren Kommentar ja nur konsequent wäre.

Dass deutsches Recht nur auf dem Gebiet der Bundesrepublik gelten kann, dürfte jedem einleuchten. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen, fordert ja nun hoffentlich niemand mehr. Bisher hat sich hier noch niemand besonders darüber aufgeregt, wenn ein Paar, dass vor 20 Jahren im Ausland geheiratet hat, damals eine Kinderehe eingegangen war und nun nach Deutschland kommt. Es ist bisher auch niemand auf die Idee gekommen, dass eine derartige Ehe nach der Einreise in Deutschland als nichtig angesehen werden sollte.

Nun sind also einige der Meinung, eine gesetzlich geregelte Nichtigkeit der Kinderehe sei das einzig Richtige.

Heute oder morgen

Aber da entsteht ein neues Problem. Macht man die Nichtigkeit einer Kinderehe vom Datum der Einreise nach Deutschland abhängig, dann wäre die Ehe der zu diesem Zeitpunkt einreisenden 17 Jahre und 364 Tage alten Braut nichtig, also als von Anfang an nicht geschlossen anzusehen. Reiste sie einen Tag später ein, wäre sie hingegen wirksam. Den entscheidenden Unterschied zwischen der Einreise am Freitag statt am Samstag müsste mir jetzt einmal jemand erklären, der sich vehement für eine Nichtigkeit ohne gerichtliche Prüfung einsetzt. Ob man die vom Freitag nicht doch bestehen lassen könnte?

Die Idee des Justizministers, die Auflösung der jeweiligen Ehe dem Familiengericht zu überantworten, ist also gar nicht so doof wie einige meinen. Familiengerichte entscheiden auch heute schon über die Gültigkeit von Ehen, Scheidungen und über das Wohl des Kindes. Die kennen sich mit so etwas aus.

Selbstverständlich könnte man den Gerichten gesetzliche Vorgaben machen, wie z.B. dass Ehen von unter 15-Jährigen in jedem Fall aufzulösen wären und Ehen von 15 – 17-Jährigen nur dann nicht aufzulösen wären, wenn die Auflösung dem Willen und dem leiblichen und psychischen Wohl des jugendlichen Partners widerspricht. Wie z.B. vermutlich im Bamberger Fall. Selbstverständlich müsste – wie auch jetzt bei Kindschaftssachen – ein qualifizierter Verfahrensbeistand für die Jugendlichen bestellt werden, der ihre Interessen vertritt. Gegebenenfalls wären auch psychologische Gutachten einzuholen. Ja, kostet. Aber das sollte doch auch den vom Vorschlag des Justizministers empörten die Sache wert sein. Auch denen geht es doch nur um das Kindeswohl.

Wer behauptet, die Befürworter einer solchen Lösung, seien für die Legalisierung der Kinderehe oder gar für eine Legalisierung von Kindesmissbrauch, ist zu Differenzierungen nicht in der Lage. Am Verbot der Kinderehe in Deutschland will doch niemand rütteln. Man könnte das sogar noch dadurch verschärfen, dass man Personen, die eine solche Ehe besiegeln wollen, mit einer Haftstrafe droht.

Es kann aber auch nicht sein, dass man die persönlichen Umstände der recht unterschiedlichen denkbaren  Paar- und Familienkonstellationen dadurch völlig missachtet, dass man die Ehen mit einer gesetzlichen Kettensäge, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Berücksichtigung des Willens und der Interessen der Beteiligten, vornehmlich der Ehefrau, trennt. Wer dabei immer nur den sabbernden Lustgreis sieht, ist eventuell ein Opfer seiner eigenen sexualisierten Phantasie und seiner tief sitzenden Vorurteile gegenüber Menschen aus anderen Kulturen geworden.

Differenzierung gefragt

Gerade die auf Unverständnis gestoßene Entscheidung des OLG Bamberg zeigt doch, dass es eben nicht alles so einfach ist.

Die dort eingesetzte Verfahrenspflegerin hatte dem Gericht mitgeteilt

Aufgrund der von ihr durchgeführten mehrfachen Gespräche mit H. und A. sei die Darstellung beider, dass weder die Ehe noch ihr jetziges Verhalten von Druck und Zwang seitens der Familien der beiden bestimmt werde, nachvollziehbar und glaubhaft. Im Übrigen würden sich beide zwischenzeitlich auch heimlich treffen. Beide würden übereinstimmend fortwährend berichten, dass sie sich lieben. Dass insbesondere H. die Beteiligte A. unter Druck setzen würde, sei in keinster Weise belegt.

Bei Eingehung der Ehe waren die beiden Beteiligten 14 und 19 Jahre, zum Zeitpunkt der Entscheidung 15 und 20 Jahre. Die Kellesche Lustgreistheorie dürfte da kaum greifen. Wie viele Liebesbeziehungen zwischen 14 und 19 / 15 und 20 – jährigen mag es wohl in Europa geben? Natürlich sollen die hier nicht heiraten dürfen, das fordert aber auch niemand. Aber müssen die zwingend getrennt werden, auch wenn es ihnen gut geht?

Hier geht es nur um die Frage, ob eine nach den staatlichen Regeln des Heimatstaates rechtmäßig geschlossene Ehe unter allen Umständen als nichtig anzusehen sein soll. Im deutschen Recht ist eine Ehe, die unter Verletzung des Ehemündigkeitsalters des § 1303 BGB geschlossen wurde, auch nicht etwa nichtig, sondern lediglich gemäß § 1314 Abs. 1 BGB aufhebbar. Warum sollte das für eine im Ausland geschlossene Ehe anders sein?

Jugendamt als Schutzbehörde

Gibt man dem Jugendamt die Möglichkeit, die Aufhebung der Ehe zu beantragen, so erreicht man damit verschiedene Ziele.

Wichtigstes Ziel ist der Schutz der minderjährigen Frau. Ihr Kindeswohl sollte, wie auch sonst im Familienrecht, über allem anderen stehen. Wenn auch nur der Hauch der Kindeswohlgefährdung ersichtlich ist, muss das Gericht die Ehe aufheben und das Jugendamt durch geeignete Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass das Mädchen sich sicher und angstfrei entwickeln kann. Das geht aber nur, wenn das Jugendamt mit der Sache ganz praktisch auch tatsächlich befasst ist und nicht durch eine pure, gesetzliche Nichtigkeitsanordnung.

Rechte erhalten

Durch die Aufhebung der Ehe – also nicht durch die Nichtigkeit – bleibt diese  für die Vergangenheit bestehen, sodass dem Mädchen alle mit der Ehe zusammenhängenden Rechte erhalten bleiben. Auch wenn Birgit Kelle meint, dass

diese Männer mit ihren angeheirateten Mädchen bei uns im Land (sind), weil sie in ihrem eigenen Land nichts haben.

muss das nicht zwingend richtig sein. Es gibt auch reiche Menschen, die verfolgt werden und nach Deutschland fliehen. Außerdem kommt es ja gar nicht auf den Grund an, aus dem jemand hier ist. Ein Spaziergang durch Baden-Baden zeigt wie viele reiche Araber so mit ihren Frauen zum Shoppen kommen. Nach Aachen kommen die, um sich medizinisch behandeln zu lassen. Müssen wir denen dann sofort die Frauen wegnehmen, da sie ja plötzlich nicht mehr verheiratet sind, auch wenn sie nach einer Woche wieder ausreisen wollen? Fänden Sie das nicht ein wenig absurd?

So würde z.B. auch die im islamischen Kulturkreis rechtlich gewährte Morgengabe bzw. die nach einer Scheidung erfolgende Abendgabe hinfällig, da diese nur m Hinblick auf eine bestehende Ehe, nicht aber auf eine Nichtehe geschuldet ist. Ich habe schon einige Scheidungen erlebt, bei denen da eine anständige Summe zu zahlen war.

Es ist  keineswegs so, dass alle Zuwanderer zwingend vermögenslose Flüchtlinge wären. Warum sollte man der Frau ohne Not finanzielle Ansprüche nehmen, wenn es auch anders geht, die Kinderehe zu beenden?

Jungfrauenkult

Die meisten Kinderehen entspringen einer religionsimmanenten Jungfrauen-Überhöhung, die traditionell bereits bestand, als es den Koran noch gar nicht gab. Den Jungfrauenkult kennt auch das Christentum. Das von Nina H. Scholz herausgegeben Buch „Gewalt im Namen der Ehre“ sei jedem empfohlen, der sich etwas näher mit diesen Traditionen beschäftigen möchte.

Die Mädchen werden so früh verheiratet, damit sie garantiert als Jungfrau in die Ehe gehen und damit sie den Eltern nicht mehr auf der Tasche liegen. „Die Ehre des Mannes liegt zwischen den Beinen seiner Frau“ – dass diese Überzeugung nicht nur negative Auswirkungen auf die Erziehung und das Lebensschicksal der betroffenen Mädchen, sondern auch auf das Leben der Jungen hat, kann nicht verwundern. Auch die Jungen haben bei einer Zwangsheirat keine Wahl und die eigene Schwester ständig überwachen zu müssen, ist garantiert auch nicht lustig. Wer hier nach Deutschland kommt und bleibt, soll von Verletzungen einer Kinderehe befreit werden. Aber das sollte nicht pauschal erfolgen, sondern alleine aufgrund des Wohls der Betroffenen. Dazu gehört notwendigerweise eine Einzelfallprüfung.

 Justizminister Maas sollte sich nicht durch populistische Schreihälse, denen es weniger um das Wohl der Kinder als um die Erniedrigung des politischen Gegners geht, aus der Ruhe bringen lassen. Der Ansatz, die Kinderehen durch die Familiengerichte aufheben, statt sie allgemein für nichtig erklären zu lassen, ist der richtige Weg. Wie das im Einzelnen gesetzlich geregelt werden soll, sollte noch einmal ohne Schaum vor dem Mund diskutiert werden. Vielleicht beteiligen sich diejenigen, die vorschnell ein Urteil über die beabsichtigte Lösung gefällt haben, auch an einer entspannten Debatte. Den verheirateten Kindern kann das nur nützen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Newsletter abonnieren

Sie wollen keine Kolumne mehr verpassen? Dann melden Sie sich zu unserem wöchentlichen Newsletter an und erhalten Sie jeden Freitag einen Überblick über die Kolumnen der Woche.

77 comments
derblondehans

… die Ehe ist ein Sakrament. Ein gegenseitiges Versprechen, ein freiwilliges, gemeinsames, Bündnis mit ‚ganz oben‘. DAHER! unauflöslich. Freiwillig heißt hier – mit Liebe und Verstand ein Bündnis schließen.

Die geistige Reife, der Verstand, ist (zuerst) altersabhängig. Allein dass diese Erkenntnis historisch wachsen musste, wundert mich nicht. Konterrevolutionäre Sozialisten gab ’s halt schon immer.

Ganz bestimmt werden die ‚BRD‘-Sozialisten, aus reinem Machtkalkül, demnächst die Scharia, insgesamt, in Deutschland fordern.

    Peter Friedrich

    Ödeldödel. Und hoffentlich verschwinden SIE dann zwangsverheiratet und schallgedämmt unter zwanzig Burkas, lieber Hans. Dann kann so was nicht mehr an die Außenwelt gelangen.

blank
AngelikaOetken

Möglicherweise wird die Debatte bei uns so polemisch geführt, weil wir in einen Spiegel sehen. Das, was wir erblicken, etwas verzerrt zwar, aber deutlich, behagt uns nicht. Denn auch bei uns leben viele minderjährige Mädchen, einige davon seit ihrer Geburt in einer Art „Zwangsverheiratung“. Der „Schutz der Familie“ heftet sie an ihre Täter. Bei denen es sich oft um Blutsverwandte oder nahe Angehörige handelt. Für Mütter und Söhne gilt Analoges, für Väter und ihren männlichen Nachwuchs und Mamis und Töchter Ähnliches. Es ist noch gar nicht so lange her, da konnten längst erwachsene Männer auch in Ländern unseres Kulturkreises minderjährige Mädchen heiraten, ganz offiziell, manche von den „Bräuten“ waren keine 12 Jahre alt. Die einzige Voraussetzung für die Eheschließung, die das Recht des Mannes auf einen Gebrauch seiner Frau als Sexualabort beinhaltete war, dass der Mann seine Kindfrau und etwaigen Nachwuchs wirtschaftlich versorgen konnte. Das, was euphemistisch als „Kinderprostitution“ bezeichnet wird, erfreut sich in unserem Land großer Nachfrage, für „Kinderpornografie“ gilt Ähnliches. Die Kundschaft rekrutiert sich aus Männern sämtlicher Bevölkerungsschichten. Viel zu selten fragen wir uns, was deren Sexualität so beschädigt hat, dass sie hilflose Kinder auf derart widerwärtige Art sexuell malträtieren. Sex kann sehr schön sein, oft ist er aber auch eine buchstäbliche Schweinerei. Nicht ohne Grund verorteten die Menschen des Mittelalters die sexuelle Lust ins Reich des Teuflischen.

Ich bin mir sicher, dass wir, wenn wir unsere Missbrauchshistorie aufklären und aufarbeiten, parallel Lösungen für die Kinder finden, die bei uns in eheähnlicher Gemeinschaft mit einem geschlechtsreifen Mann leben müssen.

Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die als Kinder und/oder Jugendliche Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

blank
Klausi

Sie werfen aber eine Menge Nebelkerzen, um die Kritiker des Maas-Entwurfs (den selbiger im Übrigen längst für hinfällig erklärt hat) des Schreihals- und Nazitums zu bezichtigen. Wollen Sie tatsächlich Morgen-, Mittags- und Abendgabe und andere Scharia-Folklore hierzulande hoffähig machen? Ein gespaltenes Recht etablieren, Privilegien für Moslems auf der einen, BGB für alle anderen? Und warum reiten Sie auf Nebensächlichkeiten herum? Um die mit 12 verheiratete, heute 22-jährige geht es gar nicht, und für Grenzfälle wie „ein Tag vor dem Axhtzehnten“ sieht auch das hiesige Recht Ausnahmen vor. Es geht um importierte oder hier zwangsvermählte Kindsbräute und darum, wie angesichts des Massenansturms aus moslemischen Ländern in Deutschland damit umgegangen wird, nicht in Afghanistan, Syrien usw, deshalb ist es auch völlig in Ordnung, dass Steinhöfel, Berger, Kelle & Co sich erst jetzt aufregen. Lustig auch, dass Sie der 14-jährigen aus Bamberg einen freien Willen zusprechen, was die Ehe in Syrien und die Liebe zu ihrem „Mann“ angeht. 14-jährige sind schulpflichtig, sie dürfen weder wählen noch Auto fahren, nicht einmal Verträge abschließen, die Ihnen nicht ausschließlich einen rechtlichen Vorteil bringen, aber bei so etwas Einschneidendem wie der Ehe sollen sie rechtlich anerkannte Willenserklärungen abgeben dürfen? Das passt doch hinten und vorne nicht! Nein, Kindsverheiratungen gehören pauschal geächtet und verboten, und Männer, die kleine Mädchen penetrieren, hart bestraft. Der Ordre Public, den Sie beiläufig erwähnen, ist genau für solche Fälle vorgesehen, damit Richter kein ausländisches Recht anwenden müssen, das in krassem Mißverhältnis zu dem steht, was hierzulande gerade noch als akzeptabel angesehen wird. Ein klares Verbot ohne Ausnahme, das konsequent durchgesetzt wird, hätte, so es sich herumspricht, auch den Vorteil, dass Moslems, die es anders halten wollen, sich zweimal überlegen werden, ob Sie sich Deutschland als „Flucht“ziel aussuchen. Aspekte wie dieser werden den Willkommensverzückten aber eher nicht einleuchten, das ist mir schon klar.

blank
Wolfgag Brosche

Da muß sich doch der Empörungsheini Brosche zu Wort melden
mit ein

paar Keulen, owohl er es sich sonst verkneift recht unintelligenten

Katholreaktionären auch nur Beachtung zu schenken…

Abgesehen

davon, daß es sich bei den 20 Prozent Manifestnazis in diesem Land (die

immer schreien müssen sie seien keine, sie hätten aberaber nur ein ABER

anzumelden…warum kommt das aber immer hinterher, weshalb denken Sie

nicht voraus? Weil sie´s weder können noch wollen, weil ihr einfaches

und einziges Prinzip „Klappe zu und Affe tot“ heißt, weil sie wieder
von

Auslöschung und Vernichtung träumen, von den Rauchkräuseln über den

Lagern, verdorri nochmal, wir sind doch keine Nazis, nur deren Methoden

gefalle uns) ….

….also – abgesehen davon, daß es sich bei den

20 Prozent nölenden Manifestnazis wirklich um einen starr-stämmigen

Bodensatz handelt, die die Welt nie begriffen haben weil sie

schlichtweg zu dumm und gleichzeitig zu brutal sind, um sie zu

verstehen, gibt es auch noch einen weiteren raffinierteren Prozentsatz,

dem schlichtweg jedes Thema recht ist um daraus rassistischen Honig zu

ziehen.

Obwohl ich ohnehin das Institut der Ehe im

Allgemeinen für eine kleinbürgerliche Zwangsveranstaltung zur Sicherung

gewisser Herrschaftsverhältnisse halte (alles andere ist sentimentaler

Schmonzes), gilt es doch zu unterscheiden zwischen Kinderehe und

Zwangsverheiratung. Daß wir letztere verurteilen, ist aber nur einer

größeren Individualisierung der menschlichen Schicksale in einer

aufgeklärten Gesellschaft zu verdanken- also der AKzeptanz des Willens

der einzelnen Person!.

Ich nehme es den Herrschaften, die das

Thema wieder nur zur wohlfeilen Hetze gegen Muslime nutzen, nicht ab,

daß sie diesen aufgeklärt-aufklärerischen Impetus haben. Das Thema kommt

ihnen nur probat um ihre grosteke Überfremdungshysterie weiter

anzufeuern….

die einen erklärten uns nach der Kölner

Silvesternacht, hinter jedem Mülleimer lauere ein geiler Levantiner oder

Araber – und nun machen sie aus jedem dieser Männer einen Kinderficker,

der sich seine Lust auf Kinderkörper durch die Heirat sanktionieren

lasse… So wie jene nie an Frauenrechten interessiert waren, sind

diese Herrschaft keineswegs an Kinderrechten interessiert….die

zitierte Frau Kelle gleich gar…die sexuell Bedrängung von Kindern

durch Erwachsene fiel Frau Kelle erst jetzt ein oder sie phantasiert sie

zum Thema mit ihre Demo-Verein, der die Mär von den Kinderfickenden

Homosexuellen wieder in die Welt setzt.

Kinderrechte interessieren

die rechten Schreier einen Kehrricht – es geht immer um die

Verfügungsgewalt übers und den Besitz am Kind…die Empörung darüber,

daß jetzt auch mal „Der Araber, der Türke, der Flüchtling“ ein Kind

„nimmt“ entspringt dem bloßen Konkurrenzdenken…(wunderbar

brechreizerregend in Akif Pirinccis „Umvolkung“ zu lesen: ein
Großteil

des Fredehasses ist Sexual- und Fortpflanzungsneid…der Unnsch hat es

ehrlich ausgesprochen…).

Es ist schon bezeichnend, daß

diese Herrschaften mal wieder das sexuelle Lustgreisentum beschwören,

das sich speicheltriefend und mit Restzucken im sonst schlaffen Gliede

einem unschuldigen, reinen Mädchen nähert…das von mir vor kurzem

entdeckte Zitat von Karl Kraus gilt auch hier: „Das Virginitätsideal ist

das Ideal derer, die entjungfern wollen…“

Kinderehe bedeutet

erst einmal und vor allem: völlige Verfügungsgewalt über einen Menschen –

und die betrifft übrigens nicht nur Mädchen sondern auch Jungen.

Daß diese ihre Gegner dabei zuerst an sexuell mißbrauchte Mädchen denken läßt
tief blicken.

Ich

nehme ihnen nicht die geringste Beteuerung ihrer Empörung ab…wer sich

hier mit dem eitlen Brustton der Selbstüberzeugtheit dagegen

ausspricht, hat mit Sicherheit nichts dagegen, seine eigenen Kinder zu

schlagen, zu beschimpfen oder zu verspotten und abzuwerten…und nennt

das Erziehung…

Der Abschließen von Kinderehen (sie werden ja

nicht geschlossen sondern es geht um einen Handel zwischen den Eltern

untereinanderoder den Eltern und dem künftigen Ehemann) ist ein Geschäft

– Kinder sind so zur Handelsware degradiert – das ist die größte

Abscheulichkeit. Daß sich nun wieder die Retter des Abendlandes

besonders echauffieren zeigt, daß es dabei nicht um Kinder- und

Menschenrechte geht, sondern tatsächlich um Sexualneid und

Besitzstandsdenken.

Und noch eines an einen speziellen Herrn – die Ehe ist KEIN Sakrament…für
sich in Ihrer Kirche und emotionalen Verquastheit mögen Sie ja das so halten –
die Ehe um die es hier geht ist eine weltliche Angelegenheit – ein Vertrag
zwischen zwei Erwachsenen; nichts weiter…und deshalb lassen Sie ihre
Überstülpungen weg…sie gehören nicht hierher…Ist doch unerhört, daß Sie
Ihren Korsettkatholizismus in alle Fragen des Säkularen reindrängen

    blank
    derblondehans

    … *rofl*, W.B., von
    Ehe, zwischen Mann und Frau, sollten Sie besser nicht schreiben. Davon verstehen
    Sie nix … ts, ts, ts …

    blank
    Ulf Kubanke

    „Manifestnazis wirklich um einen starr-stämmigen
    Bodensatz“

    „manifestnazi“ ist ja ein geiles wort. wird ohne schuldhaftes zögern geklaut!
    ….aber den ringo lass da man raus, der ist lieb…. 😉

    blank
    The Saint

    „…gilt es doch zu unterscheiden zwischen Kinderehe und Zwangsverheiratung“. Aber natürlich, Herr Brosche, wenn die Elfjährige einverstanden war, wird ein ganz anderen Schuh daraus.

    Go and marry yourself.

blank
Ulf Kubanke

einmal mehr von beeindruckender argumentationsdichte.

die medial vertretenen kritiker von maas haben demgegenüber bislang eher die polemik/emotionalisierungs-schiene bedient;
dieses rotköpfige „watt denn, watt denn“ mit eingebautem, von grundauf beleidigten empörungs-cordhut.

das ist schade. denn so ein komplexes thema funktioniert nur sachlich oder gar nicht, so es erkenntnisgewinn in sich tragen soll.

…würden hierzulande tatsächlich mal alle die schnauze halten, die das thema zu ihrem selbstgerecht masturbativen trollkaffeekränzchen nutzen, lebten wir alle schlagartig in einem totenruhigen land (anwesende commenter natürlich ausgenommen, die kommentare hierunter habe ich bislang nicht gelesen). ermutigend finde ich das nicht.

honi soit qui mal y pense….

    blank
    The Saint

    Ulf Kubanke, Sie dagegen verkörpern eine Argumentationsundichte, die irgendwo zwischen Genderwissenschaftler und Frührentner liegt. Strengen Sie sich mal ein bißchen an.

      blank
      Ulf Kubanke

      meine argumentationsdichte hebe ich mir meist f d kolumnen auf. hier mache ich mir heinrichs inhalt zu eigen und beschränke mich somit auf das sehnen nach versachlichung.

      „Genderwissenschaftler und Frührentner“ 😀 😀 …neee, lass man. beides nicht meins. eher werwolf mit makeup, sainty.

blank
AngelikaOetken

Dass es Kelle und Co., einer Allianz von Katholi- und Evangeliban, um die politische Instrumentalisierung einer Menschenrechtsverletzung für zutiefst egozentrische Zwecke und nicht um den Schutz der Interessen von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Ausbeutung geht, haben die in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen. Am deutlichsten lässt sich die eigentliche Intention aber anhand des Umgangs der Alumni samt Anhang des Aloisiuskolleg Bonn Bad Godesberg mit der Missbrauchskriminalität ablesen, die an dieser vom Jesuitenorden getragenen, vermeintlichen Vorzeigeschule über Jahrzehnte hinweg gleichermaßen systematisch betrieben und vertuscht wurde. Es gibt diverse Veröffentlichungen, Berichte, Homepages und Initiativen, die Licht ins Dunkel tragen. Was angesichts der Energie mit der die Vertuschung betrieben wird auch bitter nötig ist. Symptomatisch dieser offene, von 500 Personen unterschriebene Brief http://www.prmitteilung.de/kostenlosepressemitteilungen/321diskussion-um-vorwuerfe-sexuellen-missbrauchs-am-aloisiuskolleg-alts. Ich bin mir sicher, dass einige der UnterzeichnerInnen, ihre Unterschrift aus der Sicht von heute heraus am liebsten rückgängig machen würden. Aufschlussreich auch ein internes Dokument, in dem eine engagierte Mutter das Leben ihrer Kinder beschwört, um Schaden von ihrem Netzwerk, der Grundlage ihres Betriebes abzuwenden http://jesuiten.wordpress.com/2013/01/16/finanziers-aloisiuskolleg-ehepaar-rentrop/ So viel zu den propagierten „Werten“ dieser Leute.

Und die ganze brutale Banalität, die das Fundament dieses Luftschlosses bildet, offenbart sich aktuell in einem Prozess, den die Stadt Bonn gegen den ehemaligen Leiter der Freizeiteinrichtung des Aloisiuskollegs führt. Es geht um die ganz und gar schnöde Veruntreuung öffentlicher Gelder, die mit einer gar nicht so erstaunlichen Selbstverständlichkeit betrieben wurde http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Ako-pro-Mitarbeiter-sagen-gegen-Ex-Leiter-aus-article3398119.html
Genauso wie eine exzessive Missbrauchskriminalität http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Aufkl%C3%A4rungsbericht-sorgt-f%C3%BCr-heftige-Diskussionen-article1006835.html Für solche Verhältnisse gibt es einen Fachbegriff: Wohlstandsverwahrlosung.

    blank
    derblondehans

    … werte Fr. A.O., Sie schreiben Quark. Zunächst; Ihre Behauptung ‚Kelle und Co.‘
    instrumentalisieren Menschenrechtsverletzungen für egozentrische Zwecke, es ginge ihnen nicht um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Ausbeutung, ist schlichtweg eine Frechheit.

    Verbrechen sind Bestandteil des Menschseins, seit es ihn gibt. Kindesmissbrauch ist zuerst
    Vertrauensbruch gegenüber Schutzbefohlenen. Ihnen sollte bekannt sein, dass die meisten Missbräuche im familiären Umfeld stattfinden.

    Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen den Verfehlungen in den ‘kirchlichen’ und den Verfehlungen in anderen ‘Einrichtungen’. Die Kirche Christi sieht Kindesmissbrauch nicht vor.

    Bei anderen ist Kindesmissbrauch Programm.

    … wir könn(t)en uns darüber einigen, dass Kindesmissbrauch, egal in welcher Form, dazu gehören auch die sozialistische Ideologie, deren Apologeten ihre persönlichen ‚Vorlieben‘ Kindern in der Grundschule ‚erklären‘ wollen, (ab)(ge)bestraft gehört.

    DAS ist Kindesmissbrauch.

      blank
      AngelikaOetken

      Die Botschaft des Evangeliums verbietet Kindesmissbrauch. Die kirchlichen Machtcliquen dagegen nutzen dieses Phänomen für ihre Zwecke. Einer der Hauptgründe, warum Menschen sich von den institutionellen Kirchen abwenden.

        blank
        derblondehans

        … schön, der erste Satz ist richtig, der Rest ist Ihre Meinung.

          blank
          AngelikaOetken

          Diskutieren Sie das doch mit dem Urheber dieser Ansicht: https://www.lettre.de/beitrag/%C5%BEi%C5%BEek-slavoj_vom-geistigen-tierreich

          Zur praktischen Veranschaulichung empfehle ich den Besuch der Internetauftritte von Opferorganisationen und ihren UnterstützerInnen bzw. das Studium diverser Veröffentlichungen. „Missbrauch“ und „Kirche“ in der Suchmaschine eingeben reicht.

          blank
          derblondehans

          … werte Fr. A.O., wenn ich nicht auf eine Ihrer Meinungen eingehe, hat das nix mit Ablehnung oder Zustimmung zu tun. Da Sie sich, hier in thread, auf die Evangelien berufen, wird Ihnen Matthäus 7,13 nicht unbekannt sein: Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit und viele gehen auf ihm. 14 Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn.

          blank
          AngelikaOetken

          Ich berufe mich auf die Botschaft des Evangeliums, in der sich universelle Menschenrechte widerspiegeln. Nicht auf einzelne Personen, die als Autoren für die Bibel angegeben werden.

          blank
          derblondehans

          … kein Problem für mich, gründen Sie Ihre eigene Glaubensgemeinschaft.

          blank
          AngelikaOetken

          Falls Sie ein Funktionär der Katholischen Kirche sind, der/die/das derblondeHans und trotzdem an die Botschaft des Evangeliums glauben: inwieweit handeln Sie auch danach?

          blank
          derblondehans

          … werte Fr. A.O., ich bin kein ‚Funktionär‘ der Katholischen Kirche. Was und wen Sie immer damit meinen. Funktionäre gibt es bei den Sozialisten. Und Rechenschaft, in welcher Sache auch immer, muss ich Ihnen gegenüber ganz bestimmt nicht abgeben. Geht es Ihnen gut?

          blank
          derblondehans

          … werte Fr. A.O., Sie sollten sich Ihren Quark noch mal durchlesen. Sie berufen sich auf die ‚Botschaft des Evangeliums‘. Das heißt ‚übersetzt‘, Sie berufen sich auf die ‚Botschaft der Botschaft‘. Deren Verfasser lehnen Sie ab.

          Ich glaub‘ Sie haben die Heilige Schrift noch nie in Ihren Händen gehalten, geschweige denn gelesen. Sind Sie ein Troll?

      blank
      AngelikaOetken

      Übrigens „Sie schreiben Quark“: diese Feststellung hat ja eine logische Stringenz, die beinahe jesuitisch anmutet.

blank
AngelikaOetken

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen ist traditionell tief in der Kultur der Menschheit verwurzelt. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen auf der Welt. Vermutlich handelt es sich um Relikte von Überlebensmechanismen, auf die unsere Vorfahren in Zeiten größter Bedrohung zurückgriffen. Dann wenn sie vom Aussterben bedroht waren. Sie vollzogen dann den Inzest unter nahen Verwandten und die sexuelle Ausbeutung von Kindern durch Erwachsene zum Zwecke der Fortpflanzung. Unseren Vorfahren waren die negativen Folgen bewusst. Sie nahmen sie aber unter besonderen Umständen in Kauf. Nach dem Motto „Lieber Schäden riskieren, als ganz verschwinden“. Deshalb wurden diese Handlungen unter kulturell-spirituelle Kontrolle gestellt (Religion) und im gewöhnlichen Alltag tabuisiert. Wir finden in der Mythologie und in der religiösen Überlieferung jede Menge Hinweise darauf. Bezeichnenderweise überall auf der Welt in ähnlichen Mustern. Was darauf hinweist, dass diese Traditionen entwickelt wurden, bevor die großen Wanderbewegungen des Homo sapiens sapiens einsetzten. Kindesmissbrauch und Eheschließungen unter nahen Verwandten sind in Form von religiösen Handlungen, insbesondere adaptierten Opferritualen, in so gut wie jeder Kultur auf der Welt lebendig. Dieses Phänomen sollte also global betrachtet werden. Es einer Epoche oder einer bestimmten Gruppe von Menschen zuzuordnen, ist ein Kurz-Schluss. Hinzu kommt, dass die Seßhaftwerdung des Menschen und die Viehzucht zur Folge hatte, dass die Menschen viel mehr Kinder bekamen als in Zeiten, in denen sie in kleinen Gruppen umherzogen. Gleichzeitig konnten sie die neue Lebensweise nur aufrecht erhalten, wenn sie viele Arbeitskräfte hatten, d.h viel Nachwuchs bekamen. Die vorher komplexe und zentrale Sexualkultur wurde aus pragmatischen Gründen vereinfacht und auf mechanische Aspekte reduziert. Auch das leistete sexueller Gewalt und Ausbeutung Vorschub. Die Bindungen und Beziehungen unter den Menschen wurden ökonomisiert und emotional brüchiger.
Kultur ist immer im Fluss, ein kontinuierlicher Prozess. Ab und an geraten wir in Phasen, in denen wir unsere kulturellen Grundsätze und Überzeugungen überdenken. Danach setzen oft kulturelle Sprünge ein, die aus dem Nichts, ganz plötzlich zu kommen scheinen. Dem ist nicht so. Nur nehmen verhältnismäßig wenige Menschen die Veränderungen schon wahr, bevor sie all zu offensichtlich werden. Mich ermutigt das, was auf der ganzen Welt passiert, nämlich ein Um-Denken, was die Opfer von sexueller Ausbeutung, das Bild von den TäterInnen und die Täter-Opfer-Dynamiken angeht.

    blank
    derblondehans

    … die Kirche Christi sieht Kindesmissbrauch nicht vor, im Gegenteil, Jesus vor 2’000 Jahren
    [sic!: … Denn Menschen wie ihnen (den Kindern) gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen … er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.

      blank
      AngelikaOetken

      Wer ist denn genau „die Kirche Christi“ der/die/das „derblondehans“?

        blank
        derblondehans

        … die römisch-katholische Kirche ist die Kirche Christi, ‚derblondehans‘ bin ich. Ich bin hans, derblondehans und mein (blonder) hamster, (h,h,h), wir sind die 3 Einfältigen.

          blank
          AngelikaOetken

          Hat „die Kirche Christi“ zufällig eine Homepage oder einen Eintrag auf Wikipedia?

          blank
          AngelikaOetken

          Ach, Sie meinen Herrn Bergoglio. Ja, dem nehme ich ab, dass er keine Kinder missbraucht.

          blank
          derblondehans

          … werte Fr. A.O., in Rabulistik müssen Sie noch üben. Sie haben nach einer Hompage der Kirche Christi gefragt. Das habe ich beantwortet. ‚Herr Bergoglio‘ und was Sie [sic!] ihm ‚abnehmen‘ – ist Ihre Projektion.

          blank
          AngelikaOetken

          Sie hatten oben Folgendes eingestellt „… die Kirche Christi sieht Kindesmissbrauch nicht vor,“ Und ich hatte Sie gefragt, wen Sie mit „die Kirche Christi“ genau meinen. Denn soweit ich informiert bin, besteht die aus mehr als 2,3 Milliarden Mitgliedern. Sie verlinken aber die im Vatikan verortete Führung dieser Religionsgemeinschaft. Und auch wenn die Überlieferung der Katholischen Kirche Kindesmissbrauch ablehnt, was ja auch gut ist, so bedeutet dass doch nicht zwangsläufig, dass er von den ihr angehörenden Menschen nicht trotzdem praktiziert wird. Erst Recht, wenn diese mit einer Machtfülle ausgestattet sind, die über das übliche Maß hinaus geht.

          blank
          derblondehans

          … werte Fr. A.O., Sie palavern. Wo habe ich behauptet, das Menschen die der Kirche Christi angehören, nicht fehlen (können)?

          Was ist, was heißt, was bedeutet für Sie ‚Machtfülle im üblichen Maß‘?

          blank
          AngelikaOetken

          Das haben Sie nie behauptet. Deshalb werden Sie mir sicher zustimmen, dass es auch innerhalb der Katholischen Kirche Menschen gibt, die sich organisieren, um Verfehlungen zu begehen.

          „Machtfülle im üblichen Maß“: demokratisch legitimiert. D. h. begrenzbar und kontrollierbar.

          blank
          derblondehans

          … werte Fr. A.O., Sie sollten noch mal ganz l a n g s a m lesen, weiter unten habe ich geschrieben: Verbrechen sind Bestandteil des Menschseins, seit es ihn gibt. Ich stimme Ihnen nicht zu, wenn Sie behaupten, dass es innerhalb der rkK Menschen gibt, die sich organisieren, um Verfehlungen zu begehen.

          Die rkK ist demokratisch legitimiert. Seit 2’000 Jahren. Der heil. Augustinus im 4.n/5.n Jahrhundert AD: ‚Der Glaubensakt ist schlichtweg unmöglich, außer er ist freiwillig.‘ So viel Demokratie, gab es im politischen Deutschland noch nie.

          blank
          derblondehans

          … ooops? … der letzte Satz gehört nicht in kursiv …

          blank
          AngelikaOetken

          Zum Phänomen der organisierten Missbrauchskriminalität, die vom Führungskader der Katholischen Kirche vertuscht, verheimlicht und auch betrieben wird: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/interview-die-kirche-muss-ihre-haltung-zum-sex-aendern/1969730.html

          Die Institution Katholische Kirche ist nicht demokratisch organisiert. Ihre rein männliche Führungsclique und ihr patronales Selbstverständnis schließen Frauen von hohen Positionen aus. Dies verstößt gegen Artikel 3 unseres Grundgesetzes. Dass der Römisch Katholischen Kirche ausgerechnet in unserem Land politische Sonderrechte eingeräumt werden, ist deshalb ein Unding. http://www.zeit.de/gesellschaft/2015-05/demokratie-evangelische-kirche-deutschland-synode

          blank
          derblondehans

          … mit Verlaub, werte Fr. A.O., der sozialistische ‚Tagesspiegel‘ und die sozialistische ‚Zeit‘ schreiben Quark. Ich weigere mich so eine Journaille zu lesen. Die Frage war, ob die rkK demokratisch legitimiert ist. Das ist sie sehr wohl. Wie die Kirche Christi in sich organisiert ist, begründet sich aus Evangelien und hat andere nicht zu interessieren. Frauen sind in der Kirche Christi gleichberechtigt. Das ist allerdings etwas anderes als sozialistisch gleichgestellt. Dort, im Sozialismus, dürfen Sie Trecker fahren. Das wäre mir wurscht.

          Im Übrigen gibt es da ein Konkordat, einen Vertrag, der das Verhältnis der katholischen Kirche zum Staat regelt … wenn Ihnen und/oder anderen das nicht passt, kündigen Sie ihn doch. Rückabwickeln Sie die Enteignungen der Säkularisation. Damit tragen Sie Eulen nach Athen.

          blank
          AngelikaOetken

          Wie müsste Ihrer Meinung nach ein christlicher Gottesstaat aussehen der/die/das derblondehans?

          „Enteignungen der Säkularisation“: als wie libidinös schätzen Sie das Verhältnis des Katholischen Klerus zu seinen irdischen Besitztümern ein?

          blank
          derblondehans

          … hier lesen Sie Augustinus zum Gottesstaat. … die Kirche Christi hat kein ‚libidinöses‘ Verhältnis zu seinen irdischen Besitztümern.

          Jesus in Joh. 10,10 ‚Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.‘

          Oder das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden, in dem der Hausherr ausdrücklich Zinsen und Erträge von seinen Knechten erwartet. Matthäus 25,14–30

          Vermögen, Geld, ist für die rkK Zahlungsmittel – kein Gottesersatz. Jesus weist Geld seinen materiellen, vergänglichen und damit untergeordneten Stellenwert zu.

          Im Übrigen mag ich keine Neiddiskusionen über das Vermögen anderer.

          blank
          AngelikaOetken

          „derblondehans“: könnte auch ein Transenkaffeekränzchen sein. Das sich beim Posten Äste lacht.

          blank
          derblondehans

          … könnte. Ist es aber nicht, sonst hätte ich das geschrieben. Aber lachen tu ich gern. Und selbst wenn ‚AngelikaOetken‘ Heiko Maas oder Anetta Kahane wäre, ändert das nix an meinen Aussagen.

    blank
    The Saint

    Na, Frau Oetken, wie müssen wir uns das vorstellen? Da hat der Chefvolkswirt der Neandertaler nach der letzen Volkszählung festgestellt, dass die N. in 200 bis 300 Jahren ausstürben, vögelte man nicht über die Höhlen-, Familien- und Altersgrenzen hinweg? Natürlich wussten die N. aufgrund von wissenschaftlichen Untersuchungen vom Schaden von Inzest für den menschlichen Genpool, daher übergaben sie die Schnackselaufsicht an die Priester, verboten aber gleichzeitig das Kreuzundquergeficke im täglichen Verkehr. Und mit dem Entstehen der Zivilisation wurde die Sexualkultur dann vereinfacht und die Beziehungen wurden emotional brüchiger, d.h. Herr und Frau Flintstone hatten einander 50 Jahre lang lieb in der guten alten Zeit.

    Gute Frau, hätten Sie diesen Schmarrn nicht erst mal jemanden gegenlesen lassen können?