Homöopathie und Wirkung

Die Homöopathie ist der Lieblingsfeind der Aufklärer. Man muss aber kein Anhänger der Globuli sein, um zu sehen, dass die Argumente der Kritiker dürftig sind. Eine Antwort auf Heinrich Schmitz.

Wirkt nach durchzechter Nacht. Oder auch nicht. Fortsetzung folgt. Foto: JF

Kollege Heinrich Schmitz gehört zu den tapferen Streitern für die Wahrheit und das Licht der Aufklärung. Todesmutig hat es sich gestern an das Thema Homöopathie herangewagt. Er selbst meint in einem Facebook-Post, damit sei er etwa so mutig wie jemand, der sich trauen würde, mit einem „Fuck Erdogan“-T-Shirt durch Ankara zu laufen. Das war natürlich nur metaphorisch gemeint, am Ende vielleicht gar nur eine scherzhafte Übertreibung, die aber irgendwie nahelegen soll, dass der öffentliche Konsens in Deutschland in einer Anerkennung oder gar Bevorzugung der Homöopathie bestehen würde, während es die Gegner der Homöopathen hierzulande schwer hätten, sich Gehör zu verschaffen.

Meine Wahrnehmung ist allerdings eine andere, ich halte Homöopathie-Kritik in Deutschland, ebenso wie die Kritik an allen anderen Praktiken des Problemlösens, die nicht den Anschein erwecken, sich auf den wissenschaftlich-technischen Fortschritt zu berufen, eher für langweiliges Alltagsgeschreibe. Kritik an „unwissenschaftlichen“ Methoden des Heilens und Hoffens ist wohlfeil, und die Kritiker der so genannten Scharlatane scheinen mir immer sehr große Strohmänner zu bauen, von denen sie sich dann bedroht fühlen können und auf die sie tapfer einschlagen.

Dabei sind ihre eigenen Argumente durchaus dürftig, und daran ändert auch nichts, dass sie sich immer wieder gegenseitig versichern, dass sie überzeugend und wissenschaftlich und damit einfach unschlagbar seien. Schauen wir uns das am Beispiel der Homöopathie-Kritik einmal genauer an.

Es gibt keinen Wirkstoff

Der zentrale Begriff der Kritiker ist der der „Wirkung“. Richtige Heilmethoden müssten, wenn sie akzeptabel sein sollten, einem klaren Ursache-Wirkungs-Prinzip folgen, das Mittel muss die Heilung kausal verursachen, und das heißt, es muss irgendwie einen plausiblen Wirkmechanismus geben, den die Naturwissenschaften im besten Falle sogar bereits durchschaut haben, nach dem das Mittel, der so genannte Wirkstoff, die Heilung des Kranken verursacht.

Klingt plausibel, ist es aber nicht. Ausgerechnet die Naturwissenschaften, allen voran die Physik, haben sich von der Kausalität, dem Prinzip, dass es bestimmte Ursachen gibt, die bestimmte Wirkungen haben, bereits vor rund hundert Jahren verabschiedet. Kein geringerer als Ernst Mach stellte fest, dass es in der Natur keine Kausalität gibt, weil zur Kausalität die Wiederholbarkeit gleicher Bedingung gehört und die sei in der Natur prinzipiell nicht gegeben. Andere Physiker und Wissenschaftstheoretiker haben diesen Standpunkt erweitert und ausgebaut, und inzwischen spricht eigentlich kein Naturwissenschaftler, der über die Grundlagen seiner Disziplin nachdenkt, mehr über Kausalität – außer natürlich, wenn er dem staunenden Publikum von den großen Errungenschaften der Naturwissenschaften erzählt – aber dann denkt er ja auch nicht nach.

Aber das ist eine andere Geschichte. Für uns hier ist die Einsicht Machs von der Unmöglichkeit der Wiederholung der gleichen Situation besonders interessant. Für die Physik selbst, mit ihren technischen Laborbedingungen, möchte man Mach eigentlich sogar widersprechen, aber im Falle der Biologie und der Medizin ist seine Einsicht sonnenklar. Die Konstellation jedes Patienten ist so einzigartig, dass man von einer Wirkung eines Medikaments in dem Sinne, dass genau dieser „Wirkstoff“ Ursache für eine Heilung von der Krankheit ist, niemals seriös sprechen kann, selbst wenn man über eine Theorie verfügt, die halbwegs beschreibt, was in einer idealen Situation im menschlichen Körper passiert, wenn die Chemikalie, die wir den „Wirkstoff“ nennen, mit den Chemikalien im Körper zusammentrifft.

Aber warum ist die Medizin dann so erfolgreich?

Nun wird Heinrich Schmitz an dieser Stelle eine Menge einzuwenden haben, und einige seiner Einwände, oder die von tapferen Mitstreitern, können wir hier sogar vorwegnehmen.

Etwa der Einwurf, dass uns aber von einer Menge von Chemikalien bekannt ist, was bei ihrem Zusammentreffen mit den Chemikalien im Körper passiert, und dass die Erfahrung millionenfach bestätigt hat, dass dies eigentlich fast immer wirklich passiert, dass also die so genannte evidenzbasierte Medizin doch erfolgreich sei. Dem ist auch gar nicht zu widersprechen, und es ist gut so, dass das so ist, es ist gut, dass es Anti-Baby-Pillen gibt, die „wirken“, kaum ein Mann wird das bestreiten. Es ist gut, dass es Impfungen gegen alle möglichen schrecklichen Krankheiten gibt, es ist sehr gut, dass es Ibuprofen gibt. Auch ich sage, wenn die Kopfschmerzen nachlassen, dass Ibu wirkt, auch wenn ich weiß, dass es komischerweise manchmal nicht wirkt, und dass auch das Wasser, das ich dazu trinke, gegen Kopfschmerzen hilft, und die frische Luft und auch einfach die Zeit, die vergeht, und die der Körper nutzt, um die Gifte vom Vorabend abzubauen und auszuscheiden.

Das alles zeigt schon, dass es eben kaum möglich ist, von der Wirkung des Medikaments zu sprechen, dass es vielmehr ganz viele Prozesse sind, die zusammenspielen und die uns oft eine Wirkung auch nur vorgaukeln.

Und dass oft genug die Wirkung, vorgegaukelt oder nicht, eben auch ausbleibt, wissen wir auch aus Erfahrung. Dann sagt der Arzt, dieses Medikament „schlägt bei diesem Patienten nicht an“. Und probiert etwas anderes. Warum das eine „wirkt“ und das andere „nicht wirkt“, weiß er nicht. Eigentlich verweist genau diese medizinische Praxis darauf, dass es in der Natur tatsächlich keine Wirkung, keine Kausalität gibt, wie Ernst Mach es eben auch vor 100 Jahren schon bemerkt hat.

Aber, so könnte der nächste Einwand lauten, in den „richtigen Medikamenten“ ist wenigstens überhaupt irgendwas drin, was „wirken“ könnte, mal dahingestellt, ob es nun tatsächlich wirkt, oder nicht. Da ist eben wenigstens eine Chemikalie drin, die im Körper irgendwie in ein Zusammenspiel mit anderen Chemikalien kommen könnte, ein Zusammenspiel, an dessen Ende eben die Heilung des Patienten stehen könnte. Und so ein Inhalt fehlt doch in der Homöopathie.

Dieser Einwand geht davon aus, dass Medizin vorrangig eine naturwissenschaftliche Angelegenheit ist, und dass Heilung eine Sache von physiologischen Prozessen sei, nicht mehr. Auch zur evidenzbasierten Medizin, zur so genannten Schulmedizin, gehört aber weit mehr, und niemand weiß, ob zur „Wirksamkeit“ oder „Wirkungslosigkeit“ einer Behandlung im Einzelfall nicht wesentlich dieses außerphysiologische, das Vertrauen zwischen Arzt und Patient, der Wille zum Gesundwerden, der Einfluß von Stimmungen und sozialen Situationen, gehört. Auch zur „Wirkung“ eines Medikaments voller chemischer „Wirkstoffe“ kann wesentlich beitragen, dass es von einer wissenschaftlich autorisierten Respektsperson verschrieben wurde, und dass es in einem Verfahren entwickelt wurde, an das der Patient glaubt, ohne es zu verstehen. Die Situation des Patienten gegenüber seinem Arzt und den pharmazeutischen Verfahren unterscheidet sich subjektiv nicht wesentlich von der, die der Kranke gegenüber seinem Homöopathen einnimmt, und niemand weiß, wie groß der Beitrag des Glaubens an der Wirkung pharmazeutischer Präparate ist.

Der Unsinn der klinischen Studien

Aber, so wird man jetzt sofort einwenden, diese Wirkung wird doch durch objektive klinische Studien belegt, durch die berühmten doppelt verblindeten Studien, bei denen die Wirksamkeit eines Präparats bestimmt werden kann.

Wenn man genau über das nachdenkt, was seit Mach über die fehlende Kausalität in der Natur gesagt wurde, kann man sich eigentlich nur wundern, dass jemand überhaupt etwas auf diese Studien gibt. Denn die Grundidee dieser Studien ist genau die Wiederholbarkeit, sie setzen voraus, dass die Probanden alle gleich sind, dass sie alle die gleiche Krankheit haben und dass sie alle auf die gleiche Art auf das Medikament reagieren müssten, wenigstens im „statistischen Mittel“. Dass eine Behandlung eine hochindividuelle Sache ist, bei der zwei verschiedene Patienten eigentlich nie auf exakt die gleiche Weise gesund werden, wäre eine Sicht, die dem Prinzip der klinischen Studie genau zuwider läuft. Ein individueller Ansatz, bei dem ein Arzt die gesamte konkret-individuelle Situation des Patienten mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen abgleicht und daraus eine Behandlungsentscheidung ableitet, ist mit der klinischen Studie nicht überprüfbar.

Es ist interessant, einmal darüber nachzudenken, welcher Begriff von Gesundheit eigentlich der Idee der klinischen Studie zugrunde liegt. Es ist eine Art „Volksgesundheit“ – denn bei der klinischen Studie gilt als gesundmachend, was bei einer statistisch signifikanten Mehrheit von Testpersonen hilft. Medikamente werden also anerkannt, wenn nach ihrer Einnahme viele Menschen wieder gesund werden, dabei wird angenommen, dass die alle genau gleich „funktionieren“ und auch auf die gleiche Weise krank sind. Medikamente, die sehr individuell helfen und bei der großen Masse nicht wirken würden, können eine klinische Studie niemals bestehen. Dass Medikamente, die zwar den klinischen Test bestehen und somit zur Volksgesundheit beitragen, bei einigen Patienten vielleicht sogar eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes auslösen, wird unter „Nebenwirkungen“ notiert.

Es gibt eine Reihe von Behandlungsmethoden auch in der nicht-alternativen Medizin, bei der eine doppelt-verblindete klinische Studie nicht möglich ist, und umso individueller die Medizin wird, desto weniger werden statistische Studien Aussagekraft haben. Es gibt zudem auch eine Menge von Behandlungsmethoden, bei denen es keinerlei chemische, biologische oder auch nur physikalische Eingriffe in das Zusammenspiel der physiologischen Prozesse im Menschen gibt. Wer mit dem Argument, dass in Globuli keine chemisch nachweisbaren Wirkstoffe enthalten seien, gegen die Homöopathie zu Felde zieht, muss auch gegen Psychotherapeuten und Psychologen, die mit Gesprächen, Aufgaben und Spielen arbeiten, vorgehen.

Aber was ist mit dem Wassergedächtnis?

Aber, so könnte man hier einwenden, die Homöopathen behaupten doch, dass die Globuli irgendwie physisch wirken, sie reden vom Wassergedächtnis und behaupten, dass das dann im Körper wirkt. Das ist richtig, und das ist auch der Grund, weshalb ich selbst noch nie zu einem homöopathischen Mittel gegriffen habe. Denn auch für mich muss das Heilverfahren, dem ich mich aussetze, irgendwie plausibel sein, und für mich persönlich ist Homöopathie nicht plausibel, ebensowenig wie Akupunktur, Besprechen und Pendeln. Dabei bin ich mir durchaus darüber im klaren, dass es Zusammenhänge geben kann, die ich eben nicht kenne und die mein kleiner Geist sich auch nicht vorstellen kann. Es steht auch den Homöopathen und ihren Patienten frei, an solche Zusammenhänge zu glauben und auf Basis der Zusammenhänge und ihres Glaubens daran gesund zu werden.

Was ist Gesundheit?

Damit kommen wir zur letzten zentralen Frage, zu dem wichtigen Begriff, der die ganze Zeit im Hintergrund steht und der auch bei Heinrich Schmitz ja von großer Bedeutung ist: Gesundheit.

Für Homöopathie-Gegner scheint Gesundheit irgendwie etwas objektives und messbares zu sein. Ob ich gesund bin und vor allem, ob mich ein Heilverfahren gesund gemacht hat, kann ich in dieser Lesart keineswegs selbst bestimmen. Denn dass sich die Mehrzahl der Patienten nach einer homöopathischen Behandlung besser fühlt, zählt für die Kritiker ganz und gar nicht. Es zählt nur die statistische Volksgesundheit. Ob jemand gesund ist oder nicht, entscheidet der medizinische Test und nicht das subjektive Wohlbefinden.

In wessen Interesse ist so ein statistisch-objektiver Gesundheitsbegriff? Einer freiheitlich-liberalen sozialen Ordnung ist er jedenfalls fremd. So, wie es jedem frei steht, nach seinem individuellen Glück zu streben, so steht es auch jedem frei, sich als gesund zu bestimmen, den eigenen subjektiven Eindruck des Wohlbefindens als sicheren Ausdruck des Gesundseins zu erleben. Denn Glück und Gesundheit gehören zusammen. Man kann Menschen sehr unglücklich damit machen, wenn man ihnen sagt, dass sie krank sind. Hier wäre der richtige Moment, über die leidige Praxis der bürokratischen Krebsscreening-Verfahren zu schreiben, aber auch das ist eine andere Geschichte. Wichtig ist: Was gesund ist und was krank ist, darf nicht gesellschaftlich-politisch festgelegt werden, das ist eine Entscheidung des selbstbewussten und reflektierenden Subjekts. Und so ist es auch mit den Wegen, die zur Gesundheit führen. Zur Würde und zur Autonomie des Menschen gehört auch, dass er selbst bestimmen darf, was ihn gesund macht.

Jörg Friedrich

Jörg Friedrich

Der Philosoph und IT-Unternehmer Jörg Friedrich schreibt und spricht über die Möglichkeiten und Grenzen des digitalen Denkens. Aufsehen erregte sein Buch Kritik der vernetzten Vernunft, in dem er zeigte, dass digitales Denken nicht durch Computer und Internet entstanden ist, sondern umgekehrt: das digitale Denken hat sich seine passenden digitalen Medien geschaffen . Friedrich ist Diplom-Meteorologe und Master of Arts in Philosophie. Sie erreichen Jörg Friedrich per E-Mail: joerg.friedrich@diekolumnisten.de

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  • Herold Hansen

    Besser als in Ihrem letzten Satz kann man es nicht formulieren: „Zur Würde und Autonomie des Menschen gehört auch, dass er selbst bestimmen darf, was ihn gesund macht.“

    Selbstverständlich basiert die massenweise Hinwendung der Menschen zur alternativen Medizin auf ihren ganz persönlichen Erfahrungen und Bedürfnissen in bewusster Abgrenzung einer Apparate-Medizin. Bei aller Anerkennung der großartigen diagnostischen, chirurgischen und medikamentösen Möglichkeiten im Einzelfall, hat die Schulmedizin aus guten Gründen den Ruf, als massenhafte Volksmedizin der ganzheitlichen Anlage des Menschen nicht gerecht zu werden und und als Apparate-Medizin unethisch und marktorientiert zu handeln.

    Schon das System widerspricht der Ganzheitlichkeit des Menschen. Ein beratender (sprechender) Arzt verdient kein Geld, er muss mindestens Apparate einsetzen oder schneiden und spritzen, um auf seine Kosten zu kommen. Zigtausende Menschen sterben in Krankenhäusern nicht an der Krankheit, deretwegen sie eingeliefert wurden, sondern an jener, die sie sich dort zugezogen haben. Skandale vom Handel mit Organen bis zu Hüftgelenken begleiten den Weg von Chefärzten.

    Mag sein, dass Wirkmechanismen in der alternativen Medizin wesentlich durch „Glaube versetzt Berge“ in Gang gesetzt werden.
    Deshalb sind auch gläubige Menschen aus gutem Grunde nicht bereit, auf ihr Globuli, das sie Gott nennen, zu verzichten.

    • Rolf Wagels

      Erstmal:

      Homöopathie ist nicht ganzheitlich: Sie schaut nur auf einzelne Symptome, echte Medizin nimmt viel mehr in ihre Betrachtungen auf: klinische Untersuchung, Blutwerte, Bildgebung, unzählige diagnostische Verfahren. Homöopthie fragt nur die Anamnese ab, sucht nach Symptomen und dann war es das. Was ist daran ganzheitlich?
      Dann: Selbstbestimmung: Ja, gerne, aber: Bitte aufgrund von Fakten! Und was ist mit Kindern und Tieren und deren Selbstbestimmung? Verschleppung von behandlungswürdigen Krankheiten bei sich selbst mag ja noch unter Selbstbestimmung fallen, aber bei den uns anvertrauten Kindern?

  • UJ

    Über Sinn und Unsinn der Homoöpathie lässt sich noch besser diskutieren, wenn man sich dem ganzen historisch nähert. Samuel Hahnemann (1755-1843), der Begründer der Homöopathie war mitnichten nur ein esoterischer Spinner, der von naturwissenschaftlicher Arbeitsweise nichts verstand. Im Gegenteil, Hahnemann war Chemiker – und gar nicht mal ein schlechter. Seine Methode zum Nachweis von Blei in Rotwein beispielsweise, wird auch heute noch angewandt.
    Insgesamt stand Hahnemann der Praxis der Ärzte seiner Zeit kritisch gegenüber, ihren Patienen massenweise Arsen, Blei und andere Gifte als Medikamente zu verordnen. Dass er damit Recht hatte, zeigte sich, als er begann, Patienten nach der von ihm entwickelten Lehre zu behandeln. Ohne den ganzen hochdosierten Cocktail an Giften und Schwermetallen ging es den Leuten deutlich besser und sie erholten sich schneller. Wen wundert’s.

    Auch wenn ich dem ganzen ideologischen Überbau der Homöopathie kritisch gegenüberstehe, so schätze ich an ihr in der Praxis vor allem zwei Dinge:

    1. Die starke Betonung von ärztlicher Zuwendung und dem „sich Zeit nehmen“, als notwendiger Bedingung für Heilung.

    2. Das Hinterfragen gängiger Verordnungspraktiken, insbesondere bei eher leichten Infekten.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich würde weder einen entzündeten Blinddarm, noch einen Tumor mit Globuli behandeln wollen. Andererseits sehe ich es nicht ein, weshalb ich mich mit Medikamenten vollpumpen sollte, nur weil mein Blutdruck nicht der Durchschnittsnorm entspricht und dabei eine Nebenwirkung nach der anderen in Kauf nehme.
    Dass Medikamente nicht per se „gut“ sind, sondern auch Schaden anrichten könnten, ja dass es manchmal sogar sinnvoller und heilsamer sein kann, nichts zu verordnen, das einen medizinischen Wirkstoff enthält – diese Erkenntnis vermisse ich ein wenig in unserem schulmedizinischen System.
    Kontrolliertes Abwarten und ungestört Ausheilen lassen ist eben beileibe nicht „nichts tun“, sondern hin und wieder schlicht die besser Alternative.

    • Rolf Wagels

      Zu seiner Zeit war Hahnemann ganz vorne mit dabei. Richtig! Nur: Seither hat sich alles ja „etwas“ weiterentwickelt.
      Ihre beiden Punkte unterschreibt jeder Homöopathiekritiker sofort, sie sind sogar zentrale Forderungen des Informationsnetzwerk Homöopathie.
      Aber diese beiden Punkte sind nicht alles, denn die Homöopathie beansprucht klar für sich eine Wirkung über Placebo hinaus durch die Globuli. Und das ist und bleibt falsch.

    • Juliane1205

      Mit Ihren Ausführungen kann ich mich ja ganz identifizieren, aber was ich nicht verstehe, wieso so viele dann denken sie müssten sich dann der Homöpathie zuwenden ist mir schlichtweg unbegreiflich

  • derblondehans

    … ich sehe Homöopathie, als Teil der Naturheilkunde, ähnlich, wie UJ sie hier
    beschreibt. Globuli? nie gehört. Aber Knoblauch, Ingwer, Heilkräuter, Kneipp, Bingen, usw., das gehört bei mir in die Hausapothke und in die tägliche Ernährung. Sport? Selbstverständlich!

    Ich mag die Chemie der Pharmaindustrie nicht. Selbst Aspirin mach‘ ich mir selber. Ich habe seit Jahren keine Erkältungskrankheit. (Und, ahem, werter H.S., kein Nikotin + Aljohol. ;-))

    • Peter P.

      Homöopathie ist genau deshalb keine Naturheilkunde, weil die Wirkung von Pflanzenwirkstoffen ausreichend erforscht und hinreichend erwiesen ist, zur Medizin gehört, während Homöopathie auf einen Fehlschluss Hahnemanns und einem geschlossenen Glaubenssystem aka Voodoo beruht, das sich seit über 200 Jahren nicht mehr von der Stelle bewegt, während Naturheilkunde und Medizin immer weiter forschen und entdecken.

      Sport ist gut, gesunde und frische Ernährung auch, aber in Heilpflanzen ist eben auch Chemie, mit allen Wirkungen und Nebenwirkungen wie in Tabletten auch, im Grunde die selbe wie in industriell hergestellten Arzneien.

      PS. Ich liebe Eric Burdon & WAR 🙂

      • derblondehans

        … @R.W., P.W., meinetwegen, ich korrigiere mich, ich mag ‚meine Chemie‘, die hat keinen Beipackzettel mit Nebenwirkungen. 😉 Zumindest ist die Homöopathie in Wiki als naturheilkundlich bezeichnet. Was soll ’s.

        • derblondehans

          … Korrektur P.W. > P.P.

        • Rolf Wagels

          Doch, auch ihre Chemie hat Nebenwirkungen, denn der Wirkstoff selbst hat ja beides. Die Wirkstoffe der Homöopathie enthalten ja nicht nur Stoffe aus der Natur, sondern auch Elektrosmog und Berliner Mauer…
          https://www.apo-rot.de/details/homeda-elektrosmog-c-30-globuli/0736876.html

          • derblondehans

            … gut, anders, mag sein, dass auch meine Chemie ‚Nebenwirkungen‘ hat. Ich weiß aber was ich zusammen mixe. Die Pharmaindustrie weiß das – manchmal/öfter? – weil gewinnorientiert, nicht. Sicher auch eine Vertrauensfrage.

          • Rolf Wagels

            Woher wissen Sie denn, was Sie zusammen mixen? Kennen Sie den Wirkstoffgehalt ihrer Rohstoffe immer genau?

          • derblondehans

            … nun ja, ich lebe und habe alle Gliedmaßen, keine körperlich oder geistige Gebrechen. Letzteres sieht manch einer womöglich anders. Damit kann ich aber leben. 😉 Wenn ich geschrieben habe, dass ich mir meine Rezepturen selber zusammen mixe, beschränkt sich das auf Erkältungskrankheiten, Kopf-, Gliederschmerzen o.ä., siehe Aspirin aus Weidenrinde, als Tee zum Beispiel. Das ist richtig gut.

            Globuli kannte ich bisher gar nicht. Ich stimme aber zu, das, nachdem ich gelesen habe, die Kügelchen aus Haushaltszucker sind, Globuli eher schädlich für den menschl. Körper/Organismus ist.

            Aber wie UJ schon geschrieben hat, ist die Homöopathie wohl mehr als nur Globuli. Mag sein, dass es auch dort Scharlatane gibt.

          • Rolf Wagels

            Dort gibt es eigentlich nur Scharlatane, zumindest wenn sie behaupten, dass es eine Wirkung der Zuckerkügelchen gibt.
            Aber zur Weidenrinde: Das ist alles natürlich bekannt, das Problem ist nur: Sie wissen nie genau, wieviel Acetylsalicylsäure in Ihrer Weidenrinde drin ist. Das ist da drin, aber heute mal mehr, morgen mal weniger. In der Aspirinherstellung wird peinlichst genau darauf geachtet, dass die mgr Menge genau stimmt. Daher würde ich doch ein Mittel bevorzugen, von dem ich genau weiß, wieviel drin ist. Das wirksame Mittel ist ja in Aspirin und Weidenrinde das Gleiche. In der Weidenrinde sind aber noch tausende weitere Stoffe, deren Wirkung Sie nicht genau kennen können. Sie messen auch keine Verunreinigungen. Daher wäre mir Aspirin, dessen Inhaltstoffe ich kenne und die bei der Herstellung überwacht werden, deutlich lieber. Die Tatsache, dass Sie leben ist prima, aber natürlich ein schlechter Gradmesser, zumal Millionen Anwender von Aspirin auch noch leben und keine weiteren Gebrechen haben.

          • derblondehans

            … puuuh, seit der Antike: ‚Weidenrinde gilt als gut verträglich. Nebenwirkungen, wie sie von Acetylsalicylsäure bekannt sind, treten normalerweise nicht auf. Die pflanzliche Arznei besitzt wohl nur eine geringe blutverdünnende Wirkung.‘ Und was die Menge angeht, ich bin kein Biber, der ganze Weidenbäume abnagt. 😉

            bei Herstellung überwacht‘, das ist ja eben die Vertrauensfrage, wie ich weiter oben geschrieben habe. Aspirin aus der Apotheke ist nicht rezeptpflichtig, die Dosierung ist auch nur pauschal. Die Wirkung bei gleicher Dosierung, ist bei jedem anders. Ich kann, für mich, kein Vorteil für die Pharmaindustrie erkennen.

          • Rolf Wagels

            Der Vorteil liegt doch auf der Hand: Sie bekommen immer das gleiche Produkt mit der gleichen Dosierung. Die Herstellung wird ständig überwacht (ihren Hinweis auf Contergan habe ich gesehen, aber erstens war das kein Herstellungsfehler bei der Produktion, sondern ein Problem der Nebenwirkung des Medikamentes und zweitens überlegen Sie mal, wieviele Medikamente hergestellt werden und wie wenig dabei durch Herstellungsfehler passiert. Da wäre Vertrauen schon angebracht…).
            An der generellen Wirkung von Weiderrinde habe ich keine Zweifel geäußert. Die Begründung mit der Antike ist allerdings keine gute, denken Sie nur an die Lebenserwartung zu damaliger Zeit (eigentlich von der Antike bis 1950…)

          • derblondehans

            … na ja, Vertrauen in Medikamente? … da ist wohl eher Vorsicht angebracht.

          • Rolf Wagels

            Bauen Sie auch ihr Auto selbst? Denn:
            https://www.google.de/search?q=verkehrsunfall
            Soll heißen: natürlich kann es zu Problemen kommen, aber wenn jeder seine Medikamente selbst braut, ist die Gefahr doch deutlich höher.

          • derblondehans

            … ’selbstbrauen‘ von Medikamenten gehört zur Historie. Warum sollen gute Erfahrungen, s.h., Aspirin als nur ein Beispiel, nicht gelten? Kann es sein, dass der Pharmaindustrie aus Profitgründen dieses Wissen nicht genehm ist? Ich würde Naturheilkunde allgemeinbildend schulpflichtig machen, anstatt dass die Politik die Freigabe von Rauschmitteln fordert.

          • Rolf Wagels

            Irgendwie waren wir schon mal weiter…die Pharmaindustrie (übrigens eine starke Unterstützerin der Homöopathie), ist das ziemlich egal, ob diese Wissen verbreitet wird oder nicht. Es ist ja auch frei verfügbar, daher nicht sonderlich geheim. Und auch Bayer weiß, wo die Acetylsalicylsäure herkommt. So funktioniert hat Wissenschaft: Man sieht oder vermutet eine Wirkung, überprüft diese, dann findet man den Wirkstoff (der aus der Weiderinde) und stellt in in gesicherten Konzentrationen her. Auf jedenfall in sichereren, als wenn jetzt jeder anfängt, sich selbst Aspirin herzustellen.

          • derblondehans

            … solange Sie oder ein anderer mir nicht ‚auf jedenfall [sic!] sicherere‘ Wirkstoffe kostenpflichtig aufnötigt und ich auf in der Historie bewährte Mittel, deren Wirkstoffe auch wissenschaftlich nachgewiesen wurden, übrigens ohne Nebenwirkungen wie beim Aspirin aus der Apotheke, zugreifen kann, bin ich ja zufrieden. Sie kaufen Aspirin in der Apotheke und ich genieße an kalten Wintertagen meinen Tee aus Weidenrinde. Ich aktiviere, so zu schreiben, mein Immunsystem kostenlos.

          • Rolf Wagels

            Sie drehen sich im Kreis. Auch ihre Tee aus Weidenrinde hat, wie oben geschrieben, Nebenwirkungen. Zum einen, weil der gleiche Wirkstoff, der auch in meinem Aspirin wirkt, sowohl Wirkungen als auch Nebenwirkungen hat und zum anderen, weil die Weidenrinde noch aus vielen anderen Stoffen besteht, die auch Wirkung und Nebenwirkungen haben. Das hatten Sie weiter oben schon mal eingesehen.

          • derblondehans

            … nein ich dreh‘ mich nicht. Weiter oben habe ich Nebenwirkungen eingeräumt. Die können allgemein beim Verzehr von Nahrungsmittel oder Arzneien- und Medikamenteneinnahme auftreten. Etwa durch Allergie. Das ist bei jedem Menschen anders. Dass allergische Reaktionen des Körpers häufig von chem. Substanzen hervorgerufen werden, ist bekannt.

            Konkret beim Tee aus Weidenrinde, treten Nebenwirkungen, wie sie von Acetylsalicylsäure bekannt sind, eben nicht auf. Wohltuend anders, als im Aspirin aus der Apotheke.

          • Rolf Wagels

            Dann ist auch keine Acetylsalicylsäure drin, wie sollte das sonst gehen?

          • derblondehans

            … meno, werter R.W., auch ‚Links‘ lesen, die Weidenrinde enthält Substanzen, die dem Arzneistoff Acetylsaliclysäure ähnlich sind.

          • Rolf Wagels

            Ja, genau, habe ich natürlich gelesen. Und diese sind nebenwirkungsfrei? Das halte ich für ein Gerücht, denn es gilt nach wie vor: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung…

          • derblondehans

            … nö, wenn dann so: ‚actio et reactio‘, ‚Wirkung und Gegenwirkung‘, das 3. newtonsches Axiom. Da kann ich das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip – ‚Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden‘ – erkennen. In der Schulmedizin sind das die Schutzimpfungen, d.h. die Aktivierung des Immunsystems gegen spezifische Stoffe. Eine vorbeugende Maßnahme. Ein anderes Thema, meine ich.

          • Rolf Wagels

            Ja, und zwar auf vielen Ebenen ein ganz anderes Thema, hat auch nichts miteinander zu tun. Es geht bei Nebenwirkungen genau genommen um unerwünschte Wirkungen. Es ist halt nicht alles linear, sondern ein Stoff hat meist mehrere Wirkungen, einige davon erwünscht, andere unerwünscht. Das hat dann aber nix mit Newton zu tun…

          • derblondehans

            … mit Schwerkraft nicht, das ist richtig. Oder vielleicht doch? 😉

    • Rolf Wagels

      Alles ist Chemie! Das, was an Ihren selbgemachtem Aspirin und in den pflanzlichen Mitteln wirkt, ist die gleiche Chemie, die auch in pharmazeutischen Präparaten wirken.
      Und nein, Homöopathie ist keine Naturheilkunde…

  • Rolf Wagels

    Nicht die Abwesenheit von Wirkstoff oder der ungeklärte Wirkmechanismus ist der Hauptkritikpunkt. Der Hauptkritikpunkt ist, dass behauptet wird, dass die Globuli über den Placeboeffekt hinaus eine Wirkung haben. Also nicht *wie*, sondern *ob* es wirkt. Dafür fehlt halt auch nach 200 Jahren ein Nachweis.

    • Jörg Friedrich

      Artikel gelesen bis zu dem Abschnitt „Aber was ist mit dem Wassergedächtnis?“?

      Nein? Dachte ich mir.

      • Rolf Wagels

        Natürlich habe ich den Artikel ganz gelesen, warum diese arrogante Frage? Ich fände es gut, wenn hier sachlich diskutiert wird. Wenn Sie daran Interesse haben, gerne, wenn nicht, fände ich es schade.
        Im von Ihnen angesprochenen Abschnitt erzählen Sie, dass Homöopathie für sie selbst nicht plausibel ist. Okay, das ändert nichts daran, dass sie am ersten Punkt falsch liegen, s.o.. es geht nicht darum, wie Homöopathie funktioniert, sondern ob.

        • Jörg Friedrich

          Entschuldigen Sie, ich habe Ihren Kommentar ganz am Ende gelesen, auch wenn er schon länger hier stand. Da war ich schon etwas in Rage, tut mir leid.
          Zu Ihrem Punkt, soweit ich ihn verstehe: Was wäre ein Nachweis einer Wirkung? Also, ein beispiel: Bob erzählt Alice aus eigenem, persönlichen Erleben: Immer wenn ich A tue, und ich tue A ziemlich oft und unter verschiedenen sonstigen Bedingungen, passiert B, und wenn ich A nicht tue, dann passiert B nicht.“ – würden dann Alice un Bob berechtigt sein, zu sagen: Bei Bob bewirkt die Handlung A, dass B eintritt“?

          • Rolf Wagels

            Danke. Eben nicht. Daher ja Studien.

          • Jörg Friedrich

            Das heißt, Sie würden einer statistischen Konstruktion mehr Wahrheit zuschreiben als einer persönlichen, dauerhaften, glaubwürdigen Erfahrung? Warum? Mit welcher Berechtigung?

          • Rolf Wagels

            Ja, natürlich.
            Man hat sich ja früher nur auf solcherlei Erfahrungen stützen können, und aus den vermeintlichen Zusammenhängen wurden damals viele falsche Schlüsse gezogen Inzwischen weiß man viel mehr und man hat sich Gedanken gemacht, wie man echte Wirksamkeit nachweisen kann. Dabei hat man dann gemerkt, dass sich das menschliche Gehirn leider oft täuschen läßt und hat die Erfahrung, die man so macht, eben kein Nachweis für eine Wirksamkeit sind. Wenn ich erkältet bin und esse abends eine Pizza, morgens geht es mir besser, lag das dann an der Pizza? Gerade bei Erkrankungen, die gerne mal entweder wellenförmig verlaufen, oder die von alleine wieder abklingen (eine Erkältung dauert sieben Tage, mit Therapie eine Woche…) entstehen so vermeintliche kausale Zusammenhänge, die keine sind. Aber man denkt, es wirkt…
            Neben dem Placeboeffekt (ja, gibt es auch beim Tier, Stichwort Placebo by proxy) gibt es also noch viele andere Effekte (regression to the mean, Spontanheilung, wellenförmiger Krankheitsverlauf, natürliches Abklingen der Symptome), die eine Wirkung suggerieren können. Zutsätzlich erinnert sich unser Gehirn lieber an Erfolge und läßt sich auf vielfältige Weise leicht täuschen. Daher kann man nur in Studien mit Verblindung und einer Kontrollgruppe überprüfen, ob Medikamente, egal welcher Art, helfen. Denn nur, weil zeitnah zu einer Verbesserung, so sie denn wirklich eintritt, Homöopathika verabeicht werden, heißt das nicht, dass die Krankheit aufgrund dieser Therapie geheilt wurde. Daher sind Erfahrung und Anekdoten leider nicht relevant, wenn es darum geht, eine Wirkung festzustellen.

          • Jörg Friedrich

            Wenn Sie Bob wären, und Alice würde zu Ihnen sagen: „Immer wenn ich dich sehe, kriege ich so ein Kribbeln im Bauch, das geht mir bei niemandem sonst so“ – würden Sie dann auf einer klinischen Studie bestehen, die den Zusammenhang zwischen Sehen und Kribbeln bestätigt? Wie könnte so eine Studie aussehen? Könnte es uns helfen, die Aussage von Alice zu bestätigen, indem wir 100 junge Frauen zufällig 100 jungen Männern gegenüberstellen und prüfen, ob es bei den Frauen kribbelt? Oder Alice und 100 Männer? oder Sie und 100 Frauen? Was würde das über die Wahrheit von Alices Satz aussagen? Wenn nichts, wo ist der Unterschied zu den klinischen Studien?

          • Rolf Wagels

            Der Unterschied ist, dass wir hier eine Aussage, nämlich die von Alice, überprüfen wollen, und wir bei klinischen Studien ein Medikament prüfen wollen. Bei Alice müssen wir uns auf die Aussage: Es kribbelt verlassen. Bei klinischen Studien geht es darum, schon vorher (!) festgelegte Parameter zu überprüfen. Messbare Parameter (z.B. Temperatur, Wundschwellung, Hämatokrit, etc.). Diese Parameter werden von diversen Dingen beeinflusst, wenn man die Wirkung auf diese Parameter durch ein Medikament überprüfen will, dann brauchen wir eine Kontrollgruppe, die dieser Wirkung nicht ausgesetzt ist. Siehe dazu auch die Ausführungen von Hans Zauner weiter oben.

          • Jörg Friedrich

            Es ging darum, wie wir die Aussage rechtfertigen, dass etwas wirkt. Ich hatte gesagt, dass es Situationen gibt, in der wir die Wirkung von etwas aus dem wiederholten Erlebnisbericht der betroffenen Person entnehmen können. Das, was da wirkt (oder wovon die Wirkung behauptet wird), ist imme irgendein Ereignis, sei es die Begegnung mit Bob oder die homöopathische Behandlung. Die Frage ist, warum Sie in manchen Situationen den persönlichen Erlebnisbericht als Beleg der Wirkung akzeptieren, in dem anderen aber nicht.

          • Rolf Wagels

            Ich habe nicht gesagt, dass ich in im Zusammenhang mit einer Wirksamkeit eines Medikamentes oder einer Methode mal akzeptiere oder mal nicht. Da fühle ich mich jetzt von Ihnen auf das Gleiteis geführt, und das wollen wir ja nicht, oder?
            Bei Alice und Bob sprechen Sie von Gefühl eines Einzelnen, darum geht es aber nicht, wenn man Wirksamkeit messen will. Daher ist das aus meiner Sicht ein Vergleich mit Äpfeln und Birnen.
            Aber ich frage gerne mal: Wie wollen Sie denn die Wirksamkeit einer Methode oder eines Medikamentes feststellen?

          • Jörg Friedrich

            Warum sollte ich mich denn bei der Feststellung der Wirksamkeit nicht auf die wiederholten stabilen Erlebnisberichte von Betroffenen verlassen? Das ist kein Glatteis, sondern von Anfang an meine Frage!

          • Rolf Wagels

            Diese habe ich Ihnen aber weiter oben schon beantwortet, und das ist ja nicht mein persönlicher Eindruck, dass sich das Gehirn häufig täuschen läßt, sondern Stand der Wissenschaft. Es scheitert schon daran, dass es häufig nicht Korrelation von Kausalität unterscheiden kann, einfach weil es evolutionsbiologisch besser war, Kausalitäten aus Korrelationen abzuleiten. Bei Wirksamkeitsnachweisen allerdings sehr unpraktisch, siehe oben mein Beispiel mit der Pizza. Dann gibt es den confirmation bias. Kennt man sicher von sich selbst, wenn man auf einmal viele Autos des Typs sieht, das man gerade gekauft hat…auch das ist einem Erfahrungsbericht nicht zuträglich. Unbewußt werden die Dinge, die nicht ins Bild passen ausgeblendet, und die passenden verstärkt. Hinzu kommt, dass die einzelne Person nicht unterscheiden kann, ob die Verbesserung und damit Wirksamkeit an Spontanheilung, regression to the mean oder am Medikament liegt. Zum Ausschalten dieser Kontexteffekte hat oben ja Hans Zauner auch schon einiges geschrieben.
            Also, ich denke, die Frage, warum Erfahrungen nicht so geeignet sind, wurden schon weiter oben in unserem Thread beantwortet und auch von Hans Zauner. Das haben wir uns auch nicht ausgedacht, sondern diese Effekte sind gut erforscht. Warum stellen Sie diese in Frage?

          • ringo74

            @jrgfriedrich:disqus: Außerdem:
            „Wenn Sie Bob wären, und Alice würde zu Ihnen sagen: „Immer wenn ich dich
            sehe, kriege ich so ein Kribbeln im Bauch, das geht mir bei niemandem
            sonst so“ – würden Sie dann auf einer klinischen Studie bestehen, die
            den Zusammenhang zwischen Sehen und Kribbeln bestätigt?“
            Sicher nicht. Sie können mit der Behauptung von Alice aber eben auch nichts anfangen. Warum sie das sagt wissen sie schlicht nicht. Vieleicht ist sie verliebt, vieleicht lügt sie (weil sie an Bobs Geld will) oder sie reagiert allergisch auf sein Deo. Die Aussage ist letztlich bedeutungslos. Und ja natürlich verlassen wir uns ständig auf solche Aussagen. So ist das Leben. Aber das als Grundlage für eine Therapieform zu machen ist ausgesprochener Quatsch.

  • Peter Ruoss

    Der Artikel hat einen ganz entscheidenden Fehler:
    Er geht von Anfang an davon aus, dass Homöopathie wirke, und sich Anhänger wie Gegner nur um den Wirkmechanismus streiten würden. Das ist falsch. Homöopathie hat nicht den geringsten Nutzen über den Placebo-Effekt (den es übrigens auch bei allen anderen Behandlungsformen gibt) hinaus. Damit stellt sich die Frage nach dem „wie“ gar nicht erst.

    Interessant ist auch, dass der Autor die klinischen Studien kritisiert, weil sie gewissermassen das „individuelle Empfinden“ nicht berücksichtigen würden. Geschätzter Herr Friedrich: Genau DAS ist ja der Zweck davon! Man will herausfinden, ob ein Mittel wirkt – egal ob man dran glaubt oder nicht. Offenbar müssen Sie sich nochmals mit Studiendesign befassen.

    Und am Rande:
    Ein Wirkstoff, der im Körper an ein bestimmtes Molekül andocken soll, tut das bei jedem Menschen genau gleich. Dieser Vorgang ist im Gegensatz zu ihrer Behauptung objektiv messbar.

    Dass es jedem frei sein soll, über „seine“ Behandlungsmethode selbst zu entscheiden, unterschreibe ich ohne zu zögern. Unser Krankenversicherungssystem macht uns aber zwangsläufig unfrei, da wir einen gesellschaftlichen Konsens darüber brauchen, wofür die Gesellschaft bezahlen soll, und wofür nicht. Pseudomedizinische Verfahren wie die Homöopathie dürfen deshalb auf keinen Fall dazugehören.
    Zudem würde es mich sehr interessieren, wie der Autor zum Thema „Fake News“ steht. Wer die Homöopathie verteidigt, kann keinen noch so grossen Unsinn widerlegen, ohne sich argumentativ selbst zu zerstückeln.

    • Jörg Friedrich

      Es gibt eine reihe von Krankenkassen, die Homöopathie nicht bezahlen. Sie sind frei, sich eine solche Kasse zu wählen.

  • Udo Endruscheit

    Eine Sammlung nahezu aller haarsträubender und vielfach widerlegter „Argumente“ pro Homöopathie. Klug und eloquent formuliert, aber umso mehr fragt man sich, wie der Autor zu seiner schrägen Weltsicht gelangt, die er hier teilweise in extremis zum Besten gibt.

    Was sonst nicht meine Art ist – aber diesen Artikel kritisiere ich in Bausch und Bogen. Der Autor erliegt einer gewaltigen Fehlwahrnehmung – ich vermute mal, weil er keinen wirklichen Bezug zur Naturwissenschaft und zum Wissenschaftsbegriff allgemein hat.

    Was das Wichtigste ist: Alle seine Behauptungen (ja, das sind alles Behauptungen, denn Belege dafür kann´er nicht anführen) sind obsolet. Warum? Weil auch nach härtesten wissenschaftlichen Kriterien, mit Studien der Homöopathen selbst, unter Mitwirkung von führenden Homöopathen in Reviews und Metastudien nie, niemals ein Beweis dafür erbracht wurde, dass Homöopathie überhaupt wirkt.

    Da sollte es der allgemeinen Logik zufolge doch wohl grundlegend klar sein, wie abstrus es ist, sich über Wirkmechanismen zu streiten – über Wirkmechanismen für etwas, das es mit höchster Wahrscheinlichkeit (mehr ist mit unserem Erkenntnisvermögen nicht zu erreichen) gar nicht gibt.

    Besonders deutlich wird dieser verfehlte Ansatz an zwei Stellen.

    Zum einen an dem völlig verkrampften Versuch, die Quantenmechanik zum Zeugen für die Wirkweise der Homöopathie zu machen. Das ist der klägliche Versuch, einer seit 200 Jahren unhaltbaren Hypothese eine nachträglich Begründung aus einem Bereich unterzuschieben, der sich dem allgemeinen Verständnis ohnehin verschließt. Nichts als ein Taschenspielertrick. Diese Art von Berufung auf nicht vorhandenen Determinismus ist ungefähr so, als würde man Wasser im Topf heiß machen und anschließend schauen, was für ein leckeres Gericht das quantenmechanische Prinzip des Nicht-Determinismus daraus heute gemacht hat. Jeder Quantenphysiker, der davon etwas versteht, läuft bei so etwas nur noch schreiend weg. Als nur einen Zeugen möchte ich nur einen der weltweit führenden Quantenphysiker, Prof. Anton Zeilinger aus Wien anführen, der zu diesem Thema ausführte:

    „Dass ein Bezug zwischen meiner Arbeit und der Homöopathie hergestellt wird, ist wissenschaftlich unbegründet. Ich bedaure es sehr, dass mein Name damit in Verbindung gebracht wird. Dafür dass ein Wirkstoff Informationen in einer Lösung hinterlässt, in der er selbst nicht mehr enthalten ist, gibt es keinerlei wissenschaftliche Beweise. Homöopathie ist in meinen Augen ein reiner Placeboeffekt.” (Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 7.3.2012).

    Belege u.a.:
    http://scilogs.spektrum.de/beobachtungen-der-wissenschaft/wofuer-quanten-so-alles-herhalten-muessen/
    https://keineahnungvongarnix.com/2017/01/01/hoeherer-bloedsinn/

    Dieser Unsinn, die Quantenmechanik als Lockvogel für die Homöopathie zu missbrauchen, ähnelt sehr den Auftritten kleiner Äffchen und sprechender Papageien in den Werbeveranstaltungen von Dr. Eisenbarts Reisepraxis vor dreihundert Jahren.

    Und dann die Individualität. Man könnte dazu sehr vieles anführen. Ich beschränkt mich mal auf eine kleine Denksportaufgabe: Wenn die Reaktionen und Beschwerden jedes Menschen individuell wären, so wie es der Autor voraussetzt, dann hätten wir alle keine Chance. Wir würden der ersten Infektion, der ersten Organkrankheit unseres Lebens sofort zum Opfer fallen. Warum? Ganz einfach: Weil kein Wunderheiler, kein Homöopath die Chance hätte, das eine, im Sinne von Hahnemann wirksame Mittel gegen unseren Symptomenkomplex (denn Krankheiten kennt die Homöopathie ja nicht, nur Symptome) zu finden (Beleg: Hahnemann, Organon der Heilkunst 6. Auflage, http://www.homeoint.org/books4/organon/. Interessante Lektüre, sollte man Lesen zum Mitreden können.) Eine Nadel im Heuhaufen wäre nix dagegen.

    Und was noch wichtiger dabei wäre: Auch der Arzt in der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses könnte das nicht. Denn er vertraut auf die regelgerechte Ablaufen natürlichen Geschehens. Aus der individuellen Ausprägung jedes Menschen, die auf seiner spezifischen DNA-Struktur beruht, kann und darf man doch nicht schließen, dass naturgesetzliche Gegebenheiten und natürliche regelhafte Abläufe dagegen zurücktreten! Ein Individuum, das evolutionär einen solchen Ansatz entwickeln würde, wäre im Darwinschen Sinne zum Untergang verurteilt.
    Dabei vielleicht auch berücksichtigen: Die vielgepriesene Mutter Natur hat vieles gemacht, aber bestimmt hat sie keine zwei naturgesetzliche Systeme, davon eines extra für die Homöopathie, geschaffen.

    Zum Schluss ein Zitat. Ganz aktuell, von der Russischen Akademie der Wissenschaften. An dem diesem klaren Verdikt zugrunde liegenden Gutachten, für das weltweites Forschungsmaterial herangezogen wurde, waren -dies nur zur Beruhigung- auch Neurowissenschaftler und Quantenphysiker beteiligt:

    „Die Prinzipien der Homöopathie stehen im Gegensatz zu den Prinzipien der evidenzbasierten Medizin, die auf den Ergebnissen medizinischer und anderer naturwissenschaftlicher Forschungen basieren: Chemie, Physik, Biologie und Physiologie und ihre Verzweigungen wie Biochemie, Biophysik, Immunologie, Molekularbiologie, pathologische Physiologie und Pharmakologie beruhen. Homöopathische Diagnose und Behandlung sind pseudowissenschaftlich und haben keine Funktion.
    Somit basiert die Homöopathie auf theoretischen Positionen, die großteils direkt grundlegenden wissenschaftlichen Prinzipien und Gesetzen der Physik, Chemie, Biologie und Medizin widersprechen. Keinerlei empirische Daten aus unabhängigen, hochqualitativen klinischen Studien bestätigen die klinische Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln.“
    (Quelle: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/194-homoepathie-ist-pseudowissenschaft-nun-offiziell-in-russland-uebersetzung-des-memorandums-und-der-pressemitteilung)

    Dieser Artikel ist ein wohlformuliertes Glaubensbekenntnis. Ein Bekenntnis zum Prinzip des Irrationalen, zum Prinzip der Gleichberechtigung von Glauben und Wissen, von Behauptung und Beleg. Er ist aber auch, und zwar genau deshalb, ein großes Ärgernis.

    Warnung: Dieser Kommentar enthält Quellen- und Belegangaben.

    • Jörg Friedrich

      Ich hab an der Stelle mit der Quantenmechanik erst mal aufgehört. weiterzulesen. An welcher Stelle enthält mein Artikel den „Versuch, die Quantenmechanik zum Zeugen für die Wirkweise der Homöopathie zu machen“?

      • Udo Endruscheit

        Haben Sie vielleicht in Ihrem eigenen Artikel an der Stelle aufgehört zu lesen? Hier durch die Frageform zu suggerieren, ich hätte ein Strohmannargument gebracht, ist einfach daneben.
        Sie dürfen meinen arroganten Abgang gern für peinlich halten, denn ich halte ja auch Ihren ganzen Artikel für peinlich.
        Aber jenseits derartiger Injurien, die ich nicht zu verwenden pflege, wenn sie mir nicht direkt vor die Füße fallen:
        Wo ist in Ihren Kurzstatements irgendwo ein Eingehen auf meine Argumentationen?
        Rhetorische Frage.

        • Jörg Friedrich

          Also: Wo steht was von Quantenmechanik. Wo steht was von Determinismus? Das müssten Sie doch wenigstens verraten können.

          • Udo Endruscheit

            Na schön. Bevor Sie das Gefühl bekommen, ein Streit um Worte würde etwas an den Fakten ändern, konzentrieren Sie sich doch einfach auf meine Ausführungen zu diesen Kernpunkten:

            – Eine Wirksamkeit von Homöopathie kann nach den geltenden wissenschaftlichen Maßstäben als ausgeschlossen gelten.
            – Deshalb ist jede Debatte über mögliche und unmögliche Wirkmechanismen obsolet.
            – Dies ist der Standpunkt praktisch der gesamten internationalen Wissenschaftsgemeinschaft.

            Belege sind arroganterweise in meinem Kommentar angeführt.

            Ich habe keinen Zweifel daran gelassen, dass Debatten über Mach, Quanten, Individualität und Co. als Debatten über des Kaisers Bart eh nachrangig sind – aber ebenso auch widerlegbar und widerlegt.

            Um nicht endgültig auf Nebenkriegsschauplätze zu geraten und nur noch die linguistische Ebene zu bedienen, möchte ich hiermit abschließend den Grund der Angelegenheit noch einmal deutlich formulieren:

            Ihr Pladoyer für die Homöopathie ist einfach falsch. Die Prämisse stimmt nicht, nämlich, dass die Homöopathie wirke.

          • Jörg Friedrich

            Die Frage, um die es in meinem Text geht, ist: Welcher Begriff von „Wirksamkeit“ liegt einem Satz wie „Eine Wirksamkeit von Homöopathie kann nach den geltenden wissenschaftlichen Maßstäben als ausgeschlossen gelten“ zugrunde? Und die Fragen, denen Sie sich ausführlich in Ihrem ersten Kommentar gewidmet haben, die Sie nun aber als „Debatten über des Kaisers Bart eh nachrangig“ bezeichnen, diese Fragen sind dabei in der Tat die zentralen.

          • Mkaysen

            Auf die Gefahr hin hier einen weiteren Nebenschauplatz zu eröffnen, möchte ich Sie beide darauf hinweisen, dass es nach der aktuellen Gesetzeslage völlig irrelevant ist, ob homöopathische Präparate wirken oder nicht, da diese Präparate bei Markteinführung keinen Wirksamkeitsnachweis erbringen müssen. Ganz im Gegensatz zu klassichen Präparaten. Ein schöner Lobbyerfolg der Homöopathen und ein Schandfleck in unserem Gesundheitssystem.

        • Jörg Friedrich

          Sie können doch nicht verlangen, dass ich auf „Argumentationen“ eingehe, wenn Sie einen Artikel kommentieren, den ich ganz offensichtlich nicht geschrieben habe!

          • Udo Endruscheit

            Sie bringen die Quantenmechanik unter dem Deckmantel Ernst Machs. Sein damals noch eher naturphilosophisches Postulat von der „Unwiederholbarkeit“ mündete in die Nicht-Determiniertheit der Quantenmechanik. Ob Sie nun Mach oder Heisenberg oder Bohr anführen – es ist und bleibt das Gleiche. Wobei die Quantenmechanik das solidere Fundament ist, und das meinen Sie auch, wenn Sie sich für Wirkmechanismen auf der Grundlage einer Nicht-Determinierung aussprechen.
            An der logischen Widerlegung dieses Standpunktes scheinen Sie wenig interessiert, Sie möchten nur darauf bestehen, dass in Ihrem Artikel das Wort „Quanten“ nicht vorkommt. Das konzediere ich Ihnen gern.

          • Jörg Friedrich

            Falsch. Machs Argument hat mit der Quantenmechanik nichts zu tun. Auch eine rein deterministische Welt besteht aus nicht wiederholbaren Ereignissen. Und so lange Sie dieses Argument falsch einordnen, können wir nicht diskutieren. Klingt komisch, ist aber so.

    • Jörg Friedrich

      Ich hab jetzt aus versehen noch die letzten drei Zeilen Ihres Kommentars gelesen. Bemühen Sie doch bitte wenigstens Wikipedia zu den Begriffen, die Sie verwenden. Und dann dieser arrogante Abgang – furchtbar. So peinlich.

  • Hans Zauner

    Als Ergänzung zu Udo Endruscheits ausführlichem Kommentar vielleicht noch zwei Punkte:

    1. zu individuellen Unterschieden:
    Ja, es stimmt, Ärzte können oft nicht genau vorhersagen, ob und wie ein Medikament in ihrem Patienten wirken wird. Manchmal kennt der Arzt mit seinen heutigen Möglichkeiten z. B. den Krankheitserreger gar nicht genau. z.B. ist ein Bakterium vielleicht ausgerechnet gegen das gewählte Antibiotikum resistent, dann muss er ein anderes versuchen.
    Manchmal liegt es aber auch an genetischen Unterschieden des Patienten. In Zukunft wird es vermutlich möglich sein, in der Arztpraxis das Patientengenom zu sequenzieren und eine individuelle Entscheidung zu treffen, aber so weit sind wir noch nicht.

    Bis dahin muss der Arzt in der Tat oft darauf wetten, dass der Patient, der gerade vor ihm sitzt, genauso reagiert wie die Mehrheit bzw, wie in der klinischen Studie gezeigt. Das ist aber eine vernünftige Wette, und hat aber auch gar nichts mit der angeblichen Nichtexistenz von Kausalbeziehungen zu tun.

    Das bringt mich zum 2. Punkt:

    Ich habe einen praktischen Test um zu sehen, ob Philosophen ihre Ablehnung von Kausalbeziehungen in der Alltagserfahrung ernst meinen: Würden Sie mit verbundenen Augen eine viel befahrene Autobahn überqueren? Wenn nein, warum nicht? Aus dem Wissen, dass andere Fussgänger auf Autbahnen überfahren wurden, kann man doch angeblich keine Kausalbeziehung ableiten, dass Ihnen das gleiche passieren könnte?

    • Jörg Friedrich

      Einfach mal ohne Kampfhelm auf dem Kopf in Ruhe den Text lesen. genau lesen. Für welchen Bereich der menschlichen Praxis sagt der text, dass es keine Kausalität gäbe? Was ist damit dort gemeint?

      Dann noch mal überlegen, ob man hier einen Philosophen liest, der Kausalbeziehungen in der Alltagserfahrung ablehnt.

      Dann sich die selbstkritische Frage stellen, warum man gerade einen Kommentar geschrieben hat, der mit dem Text, unter dem er steht, eigentlich gar nichts zu tun hat.

      Viel Erfolg!

      • Hans Zauner

        Können Sie mir dann noch mal erklären, wie Sie diesen Satz meinen?

        „Wenn man genau über das nachdenkt, was seit Mach über die fehlende
        Kausalität in der Natur gesagt wurde, kann man sich eigentlich nur
        wundern, dass jemand überhaupt etwas auf diese Studien gibt.“

        Sie stellen dort doch in Frage, dass in klinischen Studien Kausalbeziehungen untersucht werden? Oder war das einfach eine Nebelkerze, die sie einfach mal in die Debatte geworfen haben?

        • Jörg Friedrich

          Der Satz ist so gemeint, wie er da steht. Das Argument von Mach wurde vorher erläutert, ich versuche es noch mal: Es gibt keine Wiederholbarkeit, sondern immer nur einzelne einzigartige Situationen, bei denen eine klare, eindeutige Ursache für eine Wirkung nicht ausgemacht werden kann. Wenn das so ist, wird das ganze Konzept dieser Studien, die ja gerade auf Wiederholbarkeit und gleiche Situation setzen, fragwürdig.

          Ich selbst würde, wie angedeutet, Mach sogar im Falle der Physik widersprechen. Meiner Meinung nach läuft die ganze moderne Experimentalphysik wie die darauf basierende und die Physik wiederum bedingende Technik darauf hinaus, wiederholbare Situationen zu schaffen. Allerdings zeigt die Geschichte der Physik auch, dass man nie hundertprozentig weiß, welche Bedingungen da notwendig und hinreichend sind. Rheinberger hat das sehr schön als Stabilisiierung der Experimentalsysteme beschrieben (wobei auch da die Kausalität nicht so einfach zu fassen ist). Aber wie auch immer: Im Falle des menschlichen Organismus scheint Mach einen wichtigen Punkt getroffen zu haben.

          • Hans Zauner

            Ich verstehe nur nicht, wo für Sie der prinzipielle Unterschied besteht zwischen einer auf klinischen Studien basierenden ärztlichen Intervention und meinem Autobahnexperiment. Denn auch bei meinem Autobahnexperiment ist jede Durchführung einzigartig und nicht wiederholbar – aber trotzdem informativ.

            Bei beiden schließe ich von vorher gewonnenen Beobachtungen an Vergleichssubjekten auf wahrscheinliche „Outcomes“.

            „Gehen Sie nicht mit verbundenen Augen über die Autobahn, nach allen bisherigen Erfahrungen werden Sie wohl überfahren.“

            bzw. „Nehmen Sie diesen Wirkstoff, sie haben nach aller bisherigen Erfahrung eine gute Chance, dass ihr Tumor schrumpfen wird.“

            Beides sind Wetten auf die Zukunft, informiert durch das Wissen um vorher etablierte Kausalzusammenhänge:

            Autos die mit hoher Geschwindigkeit auf Fußgängert reffen, töten durch Schädeltrauma etc.

            Patienten, die Pille x schluckten, wurden öfter wieder gesund als Patienten, die ein Placebo bekamen. (und idealerweise weiß man noch: Wirkstoff X bindet an Rezeptor Y und hemmt so das Zellwachstum.)

            ich verstehe nicht, wieso der eine Fall für Sie offenbar informativ genug ist, dass Sie ihr Handeln danach ausrichten würden, der andere aber nicht?

          • Jörg Friedrich

            Ich weiß nicht, muss ich denn wirklich, um nicht unhöflich zu sein, immer wieder mit neuen Worten das wiederholen, was ich im Text geschrieben habe? Kann ich wirklich nicht erwarten, dass sich ein Leser selbst ein bisschen müht?

            Und was die Autobahn betrifft, habe ich die Situation nicht mit erfasst als ich schrieb: „Meiner Meinung nach läuft die ganze moderne Experimentalphysik wie die darauf basierende und die Physik wiederum bedingende Technik darauf hinaus, wiederholbare Situationen zu schaffen.“?

            Ändern Sie ihr Experiment ab: Gehen Sie mit verbundenen Augen durch einen Urwald.

            Und noch einmal: Die Aussagen Machs und die der philosophisch interessierten Wissenschaftler und Wissenschaftstheoretiker drehen sich gar nicht um die Kausalität in der Alltagswelt, es geht nicht um die Begriffe Ursache und Wirkung, die wir im Alltag verwenden (und die ja viel umfassender sind als die in den Naturwissenschaften) es geht im die Kausalität in den Naturwissenschaften.

          • Hans Zauner

            „Die Aussagen Machs und die der philosophisch interessierten
            Wissenschaftler und Wissenschaftstheoretiker drehen sich gar nicht um
            die Kausalität in der Alltagswelt, es geht nicht um die Begriffe Ursache
            und Wirkung, die wir im Alltag verwenden“.

            Sie sagen es, genau das mache ich Ihnen ja zum Vorwurf: Sie missbrauchen eine in Philosophenkreisen vielleicht ganz interessante metaphysische Spekulation, indem sie diese unzulässig auf die Ebene einer Alltagssituation heben – denn die Frage, ob eine Arznei wirkt (oder, wie im Falle der Homöopathie: nicht wirkt) und empfohlen werden soll (oder nicht), ist eben eine Frage der Alltagswelt, wie ich Ihnen mit meinem Autobahnbeispiel zeigen wollte.

            (meiner Frage nach dem Unterschied der beiden Szenarien sind sie bisher ja ausgewichen – gut , verlegen wir da Ganze in den Urwald, das macht keinen großen Unterschied. Auch da kann ich durch Expriment herausfinden, wie viele Menschen nicht lebend wieder herauskommen, und so schließen, ob es anzuraten ist, in den Urwald zu gehen).

            Mach kann uns bei der Bewertung klinischer Studien jedenfalls nicht weiterhelfen – aber auch das versuchte ja schon Herr Endruscheit vergebens ihnen nahezubringen.

          • Jörg Friedrich

            Nein, wie Sie in meinem Artikel nachlesen können, geht es gar nicht um den Begriff der Kausaltität in Alltagssituationen, sondern in den Wissenschaften, denn die Studien sind ja Teil der wissenschaftlichen Begründung von Medizin, und nicht Teil der Alltagswelt.
            Ich finde es schade, dass Sie nicht versuchen, über meine Worte nachzudenken, sondern jeweils nur immer ihr Target so hin und her schieben, dass es Ihnen leicht fällt, ihr Urteil unbeschadet durch die Diskussion zu bringen. Beispiel: Bei der Autobahn, einem technischen Ding, bei der die Wiederholbarkeit der Situation aufgrund der technischen Einrichtung recht simpel ist, haben Sie vermutlich gemeint, dass da ja auf der Hand läge, dass ich nicht mit verbundenen Augen hinüber gehen würde. Wir könnten natürlich auch in diesem Fall trefflich darüber diskutieren, was dann kausal für meinen Tod verantwortlich wäre: Meine Dummheit? Die Augenklappe? Mein Ziel, auf die andere Straßenseite zu kommen? Das Material und die Geschwindigkeit der Autos? Die Straßenverkehrsordnung? meine Physiologie?

            Aber es ist egal, weil mein Körper kein technisches Ding, keine Autobahn ist. Mein Körper ist eher so, wie der Urwald. Jetzt sagen sie plötzlich nicht mehr, dass es eine gänzlich dumme Idee wäre, mit verbundenen Augen durch den Wald zu gehen, Sie sagen, wir könnten durch ein Experiment herausfinden, wie viele menschen nicht wieder lebend herauskommen. Ja, das können wir. Was haben wir davon? Was für Leute sind das? Inwiefern wird die Situation, die denen im Urwald begegnet, die gleiche sein? Gibt es hier Wiederholbarkeit? Was weiß man anschließend, um die Frage entscheiden zu können, ob man selbst in den Urwald gehen sollte, oder nicht?

            Ist die Situation wirklich die gleiche wie bei der Autobahn?

          • Hans Zauner

            Klinische Studien macht man nicht aus wissenschaftstheoretischen Erwägungen heraus, sondern um herauszufinden, ob eine Intervention spezifisch wirksam ist oder nicht, und ob Ärzte diese empfehlen sollen oder nicht.

            Und da kochen Wissenschaftler auch nur mit Wasser: Sie beobachten und vergleichen und ziehen ihre Schlüsse daraus – mit den gleichen Augen und dem gleichen Verstand wie wir alle, vielleicht mit Instrumenenhilfe und hoffentlich systematischer als bei Alltagsbeobachtungen. Aber wieso Sie klinische Studien in eine besondere erkenntnistheoretische Sphäre einordnen, wo unsere Alltagsbegriffe von Kausalität und Wirkung nicht mehr gelten sollen, erschließt sich mir nicht, sie erklären es nicht und versuchen es noch nicht einmal.

            Im Vergleich ist Ihr Köper nicht die Autobahn, sie sind der Fußgänger.

            Aber ich glaube, ich verstehe vielleicht was Sie sagen wollen: Der Körper sei so kompliziert, sie könnten niemals eine Kausalbeziehung der Sorte „Auto killt Fußgänger“ finden, wenn es um Medikamente geht. Weil doch der Körper viel komplizierter ist.

            Da kann man nur entgegnen: Wieso gibt es dann so viele Studien, die tatsächlich spezifische Effekte nachweisen? Und oft auch den molekularen Mechanismus benennen? Und wieso gelingt das den Homöopathen einfach nicht?

          • Jörg Friedrich

            Von hinten nach vorn.

            Auch dazu steht was in meinem Text. der Abschnitt hat sogar eine entsprechende Überschrift.

            Doch, im Vergleich ist mein Körper die Autobahn (der Ort, an dem die Kausalität wirkt) das Medikament ist wahlweise das Auto oder ich.

            Der Begründungszusammenhang ist der wissenschaftliche. Dass Wissenschaftler ihre Alltagsvorstellungen mit ins Institut bringen: geschenkt. Wichtig ist, was als wissenschaftliche Begründung akzeptabel ist.

            Studien macht man nicht aus wissenshcafttheoretischen Erwägungen, aber die Rechtfertigung der Methode lässt sich wissenschaftstheoretisch stützen, verwerfen, kritisieren, verbessern.

          • Hans Zauner

            Sie meinen vermutlich den Absatz „Aber warum ist die Medizin dann so erfolgreich?“.

            – Ich hätte gedacht, die zahlreichen Missverständnisse dort hätten wir (v.a. die anderen Kommentatoren) längst ausgeräumt. Insbesondere ist Wissenschaft sehr wohl in der Lage, Kontexteffekte (Gespräch, Zuwendung, Placebo) von spezifischer Wirksamkeit zu trennen. Die wissenschaftliche Kritik richtet sich an die Herstellungsprozedur der Globuli und die Hahnemannsche Schüttellehre. Dass Homöopathen im Gespräch und der Zuwendung zum Patienten Positives bewirken bestreitet ja niemand. Und noch mal: Kontrollierte klinische Studien macht man ja gerade, um diese Effekte, die sie ins Feld führen, auszuklammern, durch den Vergleich mit einer Placebo-Gruppe. Was als Ergebnis einer Doppelblindstudie übrig bleibt ist die spezifische, pharmakologische Wirkung der Arznei (Ausnahmen bestätigen die Regel).

            Und ja, die Vorhersage der Wirkung aufgrund einer Studie bezieht ich immer auf den Durchschnitt. Aber solange Sie nicht von vorneherein wissen, dass Sie zur Gruppe der Non-Responder gehören, ist es eine gute und sinnvolle Annahme, dass Sie in etwa so reagieren werden wie der Durchschnitt.

            Als wissenschaftlich begründet kann der Einsatz einer Arznei dann gelten, wenn sie mehr Chancen als Risiken bietet (im Vgl zu Placebo). Antworten auf diese Frage nach Chancen und Risiken einer spezifischen intervention gibt eine gut gemachte klinische Studie. Wenn Sie dem prinzipiell widersprechen (nicht anhand der traurigen Realtität vieler schlecht gemachter oder zu kleiner Studienbeispiele), so wüßte ich gerne ihre Begründung dafür. Sagen Sie jetzt nicht das steht alles in ihrem Artikel, denn dort steht es eben nicht.

          • Jörg Friedrich

            Das haben Sie jetzt schön gesagt. Sie wollen einen wesentlichen Teil einer Methode „ausklammern“ um dann nachzuweisen, dass sie nicht wirkt.
            Wissen Sie, ich bemerke, dass Sie zwar immer so Fragen stellen wie „ich vesrstehe nicht…“ aber das beidrehtet nicht, dass Ise verstehen wollen. Sie täuschen das nur vor. Sie meinen, Sie müssten mir irgendwas erklären, weil Sie meinen, Sie wüssten, dass ich falsch liege, und Sie liegen natürlich richtig. Daran, mein Argument wirklich zu verstehenden, haben Sie gar kein Interssse. Dann können wir an dieser Stelle aber auch Schluss machen. Ich bin nämlich gar nicht Ihr dummer Schüler.

          • Hans Zauner

            Wie gesagt, es geht nicht darum, dass die Praxis der Homöopathie als Ganzes keine Effekte hat. Es geht lediglich um die spezifische Wirksamkeit der Glaubuli. Und da haben die Homöopathen insofern Pech, als man die Arzneiwirkung der Zuckerkugeln methodisch sauber von Kontexteffekten trennen kann.

            (Die Akupunktur-Praktiker z.B. sind da besser dran – Akupunktur ist vermutlich auch Humbug, aber da es beim Nadelstechen sehr schwer ist, eine echte Placebo-Gruppe unter doppelblind-Bedingungen zu bilden, ist das klare Trennen von Kontext- und spezifischen Effekten bei der Akupunktur kaum möglich).

            Ich wollte hier tatsächlich etwas lernen, deswegen habe ich so hartnäckig nachgefagt. Wenn es wahr wäre, dass wir in klinischen Studien nichts über Wirkungen lernen können, aus wissenschaftstheoretischen Überlegungen heraus, dann wäre das eine Sensation.

          • Mkaysen

            Herr Friedrich, warum stehen Sie den klinischen Studien so kritisch gegenüber? Das es durchaus viele Studien gibt, die unsauber oder gar völlig unseriös sind, bestreitet ja niemand. Aber seriöse Studien gehen doch gar nicht von einer vollständig deterministischen Prämisse aus. Es geht nicht darum, das Mittel X in Situation Y immer zur Heilung führt. In der Regel spricht man ja auch nicht von Heilung oder der Erlangung einer diffusen „Gesundheit“, sondern der Befundlosigkeit eines konkreten Symptoms/Leidens oder eben dem Auftreten von neuen Leiden, also den Nebenwirkungen. Wie bereits andere Kommentatoren sagten, es geht darum eine Evidenz dafür zu finden, dass Mittel X in Situation Y bei einer signifikanten, nicht zufälligen Anzahl von Probanden zu einer Verbesserung oder Entfernung von Befund Z führt mit eventuellen Nebenwirkungen, welche dann auch entsprechend nach Signifikanz bewertet werden. Diese Methodik, gerade durch doppelt blinde- und Metastudien, respektiert doch explizit die Komplexität der Wirklichkeit und die Schwierigkeit Kausalzusammenhänge herzustellen, indem versucht wird durch Methodik und Statistik den inhärenten Fehler einer jeden Messung und Untersuchung zu minimieren.

            Seriöse Studienforschung verkündet ihre Ergebnisse nicht mit dem Anspruch der Absolutheit, sondern mit dem Hinweis auf Verfahren und Evidenz. Keine absolute Sicherheit, aber ein starkes, fundiertes Indiz, wenn Sie so wollen.
            Das dies nach außen, mitunter auch von den darüber berichtenden Medien anders dargestellt wird, ist ein anderes Problem.

  • Johannes Güntert

    Es macht aber nicht gesund! Verschieden etikettierter Zucker ist Betrug und hat nicht die Möglichkeit, jenseits des Placebo zu wirken.

    Was für ein überflüssiger, schwafeliger Artikel. Wichtigtuerei.

  • Dietmar Steinhaus

    Ursubstanzen, keine Wirkstoffe, sind beispielsweise Zement oder Eisbärenfell. Cement C30, eine übliche Potenz, bedeutet, ein Molekül Zement, das kann also auch Wasser sein, käme auf 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 (eine Eins mit 60 Nullen) Trägersubstanz, das wäre Wasser oder Alkohol. Die Gesamtmenge der Atome in der Sonne ist tausendfach kleiner. Muss eine mächtige Medizin sein…

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