Shira ist tot

Plötzlich ist der Terror ganz nah. Plötzlich sind da nicht nur Zahlen und Fakten, plötzlich ist da ein Gesicht, eine Stimme, wehendes Haar.

Shira Tzur. Ermordet am 08.01.2017 in Jerusalem Foto: Israel Defense Forces

Wir waren am 27.12. in der Negev unterwegs, um für eine Wanderung Wasservorräte im Wüstenboden zu vergraben. Es war ausnahmsweise ein regnerischer Tag. Neben der Schotterpiste stand eine Gruppe junger Soldatinnen und Soldaten in viel zu großer Regenbekleidung, und auch die Maschinenpistolen, die sie umgehängt hatten, wirkten viel zu groß. Die Frauen trugen die Haare offen, paarweise schauten sie in Landkarten und dann wieder in die Umgebung. Sie übten wohl, sich im Gelände zu orientieren.

Man gab uns ein Zeichen, anzuhalten. Dann sahen wir dich. Idan, unser Begleiter, sprach mit dir. Du fragtest etwas in dein Funkgerät. Es ging ein paar Mal hin und her. Deine Haare wehten im Wind, du hast freundlich zu uns herübergesehen. Dann hast du ein Zeichen gegeben, und wir konnten weiterfahren.

Dein Name war Shira. Du warst Leutnant. Heute steht dein Name in den Zeitungen, ich sehe dein Bild, das Lachen und deine wehenden Haare.

Heute bekam ich eine Nachricht von Idan, mit einem Foto von dir und deinen drei Kameraden. Idan schrieb

Remember the group of soldiers from the military officers school? This 4 was a part of that group. The girl in the right was the one that talked with me and let us in.

Erinnert ihr euch an die Gruppe Soldaten von der Militärschule? Diese 4 waren Teil der Gruppe. Das Mädchen ganz rechts war die, die mit mir gesprochen hat und die uns durchgelassen hat.

Ich möchte, und deshalb schreibe ich diesen Text, dass dein Tod, und der von Yael, Erez und Shir, nicht nur mir nahe geht, weil ich dir für ein paar Minuten begegnet bin. Ich habe in Israel viele junge Menschen in Uniform gesehen, sie saßen mit mir im Bus, sie schauten auf ihre Smartphones, sie lachten. Ich hab sie nach dem Weg gefragt und sie haben mir den Fahrplanaushang übersetzt.

Es gibt keine Rechtfertigung für deinen Tod. Nicht, weil du noch jung warst, nicht wegen deinem Lächeln und deinen wehenden Haaren. Sondern weil du nicht im Krieg warst, als du sterben musstest. Du hast nichts weiter getan, als deine Pflicht zu erfüllen, dich bereit zu machen für die Verteidigung des Landes, in dem du lebst. In dem ihr friedlich miteinander leben könntet, wenn auch eure Nachbarn anerkennen würden, dass auch ihr ein Recht darauf habt, in dieser Gegend der Welt glücklich zu sein.

Ich habe in diesen Tagen in Israel verstanden, warum du und deine Landsleute dort zu Hause seid. Darüber wird noch zu schreiben sein. Heute bin ich voller Trauer über deinen Tod und über den von Yael, Erez und Shir.

Jörg Friedrich

Jörg Friedrich

Der Philosoph und IT-Unternehmer Jörg Friedrich schreibt und spricht über die Möglichkeiten und Grenzen des digitalen Denkens. Aufsehen erregte sein Buch Kritik der vernetzten Vernunft, in dem er zeigte, dass digitales Denken nicht durch Computer und Internet entstanden ist, sondern umgekehrt: das digitale Denken hat sich seine passenden digitalen Medien geschaffen . Friedrich ist Diplom-Meteorologe und Master of Arts in Philosophie. Sie erreichen Jörg Friedrich per E-Mail: joerg.friedrich@diekolumnisten.de

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  • derblondehans

    Golda Meir, anno Schnee: ‘Frieden wird es geben, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen.’ Ich würde im Zitat ‘Araber’ durch ‘Mohammedaner’ ersetzen.

    So sei es.

    • Rene Wolf

      Israel hat kein Interesse am Frieden. Das hat ein faschistisches Regime nie.
      Es begann mit Faschismus, es blieb beim Faschismus.

      „Anlässlich des Besuchs von Menachim Begin in den USA haben jüdische
      Intellektuelle, einschließlich Albert Einstein und Hanna Arendt und
      Siedney Hookvon, einen Brief an die New York Times
      geschrieben, der am 4.12.1948 erschien. Von besonderem Interesse ist
      die Erwähnung des Deir Yassin-Massakers, das im April 1948 geschah.“
      Darin heißt es:

      „Zu den beunruhigsten politischen Phänomenen unserer Zeit gehört das
      Auftauchen der „Freiheitspartei“ (Tnuat Haherut) im neu
      geschaffenen Staat Israel. Es ist eine politische Partei, die in
      ihrer Organisation verwandten Methoden, in ihrer politischen
      Philosophie und sozialen Anziehungskraft den Nazis und den
      faschistischen Parteien sehr ähnlich ist. Sie bildete sich aus der
      Mitgliedschaft und den Nachfolgern der früheren Irgun Zwai Leumi
      (IZL), einer terroristischen, rechtsradikalen, chauvinistischen
      Organisation in Palästina.“

      http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005057.html

      • derblondehans

        … ich glaub Sie wissen gar nicht was Faschismus ist. Mussolini definierte Faschismus als ‚Verschmelzung von Großkapital und Staat‘.

        Zionismus ist Patriotismus. Ich bin Patriot.

        • Rene Wolf

          Zionismus ist der Anspruch auf Groß- Israel. Mit den üblichen Kollateralschäden. Zionisten sind Hakenkreuzlehrlinge, wie das schon Erich Fried beschrieb.

          Ein
          Jude an die zionistischen Kämpfer

          Was wollt ihr eigentlich?
          Wollt ihr wirklich die
          übertreffen
          die euch niedergetreten haben
          vor einem
          Menschenalter
          in euer eigenes Blut
          und in euren eigenen
          Kot?
          Wollt ihr die alten Foltern
          jetzt an die anderen
          weitergeben
          mit allen blutigen
          dreckigen Einzelheiten
          mit
          allem brutalen Genuss
          der Folterknechte
          wie unsere Väter sie
          damals
          erlitten haben?
          Wollt jetzt wirklich ihr
          die neue
          Gestapo sein
          die neue Wehrmacht
          die neue SA und S.S.
          und aus
          den Palästinensern
          die neuen Juden machen?
          Aber dann will auch
          ich
          weil ich damals vor fünfzig Jahren
          selbst als ein
          Judenkind
          gepeinigt wurde
          von euren Peinigern
          ein neuer Jude
          sein
          mit diesen neuen Juden
          zu denen ihr die Palästinenser
          macht
          Und ich will sie zurückführen helfen
          als freie
          Menschen
          in ihr eigenes Land Palästina
          aus dem ihr sie
          vertrieben habt

          Ihr
          Hakenkreuzlehrlinge
          ihr Narren und Wechselbälge
          der
          Weltgeschichte
          oder in dem ihr sie quält
          denen der
          Davidstern
          auf euren Fahnen
          sich immer schneller verwandelt
          in
          das verfluchte Zeichen
          mit den vier Füßen das
          ihr nun nicht
          sehen wollt
          aber dessen Weg ihr heut geht!

          • Jörg Friedrich

            Letzte Warnung. Ich glaube kaum, dass Erich Fried sich von Ihnen vereinnahmen lassen wollen würde.

          • Rene Wolf

            Auf Ihre Nachsicht bin ich nicht angewiesen. Sie verteidigen ein faschistisches Regime. Ich behalte mir vor, Sie selbst als Faschisten, dazu noch einen sehr dummen, einzuordnen.
            Da brauche ich Sie nicht „verwarnen“, Sie mainstream- Schreiberling. Tschüß.

          • derblondehans

            … werter R.W., wir kommen hier im Blog, trotz unterschiedlicher Meinungen, bisher ohne persönliche Beschimpfungen aus. Es wird Sie niemand vermissen.

          • derblondehans

            … ich zitiere Schlomo Sand, den ich hier, ausnahmsweise, zustimme: ‚Die Legitimation von Israel als Staat kommt aus der Geschichte. Es gab Zeiten, in denen es keinen Ort gab, wo Juden leben konnten. Israel wurde gegründet, um den Juden aus aller Welt eine sichere Zuflucht zu geben.‘

            Das für eine sichere Zukunft der eigenen Kinder gekämpft wird, davon sollte sich die ‚BRD‘ eine gewaltige Scheibe abschneiden … im Übrigen, Israel siedelt nicht in besetzten Gebieten. Das West-Jordanland, im Neuen Testament Judäa und Samaria, haben keinen Status als eigenständiges Staatsgebilde und ist daher umstrittenes Gebiet. Wäre ich Israeli, würde ich, so aus diesen Gebieten Terror droht und wie er auch tatsächlich von dort kommt, ähnlich handeln. Auch mit Siedlungsbau.

          • Rene Wolf

            Woher stammt das Zitat von Sand? Es widerspricht übrigens dem, was Sand sonst sagte. Für ihn gibt es kein jüdisches Volk, und Palästinenser sind die rechtmäßigen Erben Palästinas, das „israel“ genannt wird. Siehe auch diese Doku zu Sands Buch „Die Erfindung des jüdischen Volkes: https://www.youtube.com/watch?v=IK8oOAhTv3U

          • Herold Hansen

            Danke, Herr Wolf, für diesen Link zu Schlomo Sand.
            Ermutigend, dass an einer israelischen Uni derartige Diskussionen geführt werden (dürfen) und das israelische Volk ein Buch mit diesem Thema zum Bestseller macht, während es sich in Deutschland um ein Tabu-Thema handelt.

            Vermutlich stellen die Regierungen das größte Hindernis auf dem Wege zur friedlichen Koexistenz dar.

          • Rene Wolf

            Die Regierungen sind Teil des Problems, ja. Dahinter steckt das Kapital, das immer wachsen muss und dem entsprechende Gewalt braucht. Das geht mit dem israelischen Imperialismus nicht anders wie mit dem globalen.

            „Der II. Weltkrieg forderte 56 Mio Opfer. Das schafft der Imperialismus heute locker in einem Jahr“

            (Jean Ziegler, ehem. UN- Berater)

          • derblondehans

            @R.W.

            Shlomo Sand: ‚Die Legitimation von Israel als Staat kommt aus der Geschichte. Es gab Zeiten, in denen es keinen Ort gab, wo Juden leben konnten. Israel wurde gegründet, um den Juden aus aller Welt eine sichere Zuflucht zu geben.‘

            … allein mit dieser, seiner, Aussage, kann er sein ganzes Buch in die Tonne kloppen. Überhaupt ist das Buch sehr widersprüchlich. Antisemitismus kommt auch ohne Nichtjuden aus. Sand ist einer von denen. Warum? Selbsthass gibt es auch bei den Juden, nicht nur bei den Deutschen.

        • Jörg Friedrich

          War das nicht Dimitroff?

          • derblondehans

            … ich kenne keinen persönlich. 😉 Muss auf Quellen im Netz verweisen oder mich an Geschichtsunterricht, so gut es geht, erinnern. Aber bemerkenswert, die Ähnlichkeit zwischen Mussolinis und Dimitroffs Agenda, die sich aus Ihrer Frage ergibt.

      • Jörg Friedrich

        Ich habe aus Ihren Kommentaren mal den größten Mist rausmoderiert. Nehmen Sie es als Zeichen meiner Toleranz. Aber wenn Sie auf dem Niveau fortfahren, ist es mit meiner Nachsicht schnell vorbei.

  • Anonymous

    I verstehe die Trauer der Familie und der Freunde, doch leider muss ich sagen das die Welt, wenn es um Soldaten geht, kann sich nicht von denen Trauern, denn so es die Welt, die Soldaten wissen genau was die Risken sind. Leider, als ein Mann der Soldat in Israel auch war, ich muss sagen dass viele Jungen in Israel, die in den Armee gehen, nicht genau wohin gehen wissen, warum und fast alle können dafür nicht eine Stimme gehen. Über solche entscheidungen und das Leben von vielen Israelien Jungen kann Mann in Europa nicht denken, nicht verstehen. Ich wünsche mir und Alle, in Europa und in israel, vielleicht ein Leben mit ein wenig mehr Kontroll und sicherheit.

    • Rene Wolf

      Kontrolle, Sicherheit, darauf setzt doch jede Staatsgewalt. Und was bewirkt es? Immer neue Kriege und Terror. Israel ist ein faschistischer Staat, der „Flugzeugträger Amerikas im Nahen Osten“ (Joe Biden, US- Vize)

      • Anonymous

        Von Politik und Verschwörungtheorien rede ich nicht. Ich wünsche menschen die wie Sie Sprechen nicht in einem Situation wie in Israel oder Palästina Leben. Auch als Israeli Habe ich niemals einen Plästinenser kritisiert. Ich denke manchmal dass man in Europa nicht genüg Probleme in seinem eigenem Leben hat und deswegen beschäftigt sich mit Probleme von anderen Ländern und einer bestimten Seite, und im Nahosten ist es vielleicht einfach es als in anderen Örter, Israel oder Palästina. Ich frage mich mal, ist das Leben in Europa so langweilich ist, immer mit Probleme von anderen Länder sich zu beschäftigen.

        • Rene Wolf

          Ihnen möchte ich mit dem Historiker Ilan Pappé antworten.

          „Ich möchte das Paradigma ethnischer Säuberung etablieren
          und anstelle des Kriegsparadigmas zur Basis der
          wissenschaftlichen Forschung und öffentlichen Debatte über die
          Ereignisse von 1948 machen. Für mich steht außer Zweifel, dass das
          bisherige Fehlen des Paradigmas ethnischer Säuberung mit ein
          Grund ist, weshalb die Katastrophe so lange geleugnet werden
          konnte.
          Als die zionistische Bewegung ihren Nationalstaat gründete,
          war es keineswegs so, dass sie einen Krieg führte, der »tragischerweise, aber unvermeidbar« zur Vertreibung eines »Teils« der heimischen Bevölkerung führte; vielmehr war es umgekehrt:

          Hauptziel war die ethnische Säuberung ganz Palästinas, das die
          Bewegung für ihren neuen Staat haben wollte.“ (Ilan Pappé, „Die
          ethnische Säuberung Palästinas“, Vorwort)

          • Jörg Friedrich

            Wenn Sie diesen Historiker so ausgiebig zitieren sollten Sie vielleicht auch die kritischen Reaktionen seiner Kollegen zur Kenntnis nehmen. Darüber hinaus wäre es klug, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen: Es gibt in Israel weiterhin und es gab immer Palästinenser, die dort friedlich in Nachbarschaft mit Juden leben. Es gibt darüber hinaus Beduinen und Drusen, die immer unbehelligt vom jüdischen Staat dort gelebt haben. Von einer „ethnischen Säuberung“ kann also keine Rede sein. Darüberhinaus sollten Sie sich mit dem zeitlichen Ablauf der Geschehnisse von 1947/48 befassen. Wer hat wen nach dem Teilungsplan der UNO angegriffen? Wer hat den Plan akzeptiert, wer hat ihn abgelehnt?

          • Rene Wolf

            Dann berufen Sie sich doch einmal auf die Kritik an Shlomo Sand durch seine Kollegen. Oder ist es in Kolumnen nicht üblich, konkret zu argumentieren und lediglich auf wiki zu verweisen? Ich habe nun schon einige der neuen israelischen Historiker zitiert. Sie belassen es bei allgemeinen Vorwürfen.

          • Jörg Friedrich

            Ich habe Ihnen einfache Fakten genannt und Fragen gestellt. Ich kann Ihnen weitere Fragen stellen. Etwa, ob Sie leugnen wollen, dass es eine Jahrhunderte andauernde Geschichte der stetigen erneuten Unterdrückung, Vertreibung und Ermordung der Juden gab, im Nahen Osten, in Spanien, in Osteuropa, mit einem dramatischen Höhepunkt in Deutschland. Dass es schon im Mittelalter Pogrome gegen Juden gab. Wollen Sie das leugnen? Und wenn Sie es, wie ich hoffe, nicht leugnen, dann erklären Sie bitte, wie und als was diese Juden den identifizierbar waren, wenn sie als Volk eine Erfindung sind. Und erläutern Sie bitte, wie es möglich ist, dass es sich nicht um ein Volk handelt, wenn es doch mit einer über Jahrhunderte erhaltenen Tradition und Kultur und ab- und ausgegrenzt von anderen Kulturen sich erhalten hat? Und erläutern Sie bitte, wie sich ein Judenhass über Jahrhuderte erhalten konnte, wenn es die Juden als identifizierbare Gruppe und kulturelle Gemeinschaft gar nicht gab?

          • Rene Wolf

            Ich arbeite so gerne mit konkreten Quellen. Das ist effektiver als Diskussionen aus dem Bauch heraus, die Sie bevorzugen.

            Abweichende Meinungen zu Israel…

            unterwerfen sich nicht dem nationalistischen Anspruch. bei der
            Beurteilung des Staates der Juden den Verstand schweigen und
            das schlechte Gewissen des guten Deutschen sprechen zu
            lassen, dessen verflossene Obrigkeit die Juden hat umbringen
            lassen;

            nehmen sich die Freiheit, auch im Falle Israels den politischen
            Zweck zu beurteilen, der sich durch einen Vernichtungsfeldzug
            gegen ein für störend erklärtes Volk empfiehlt;

            schließen sich nicht der rassistischen Vorstellung an, die
            Juden und die Araber in Palästina könnten partout nicht
            miteinander auskommen, wo doch in Wirklichkeit eine volksjüdische
            Staatsgewalt sich unter Einsatz des Lebens ihrer Untertanen
            gegen die so zum ,,Palästinenserproblem“ gemachten
            Eingeborenen durchsetzt;

            entwerfen keine ,,Lösungsmodelle“ für „das
            Nahost-Problem“, womöglich als Alternative zur ,,militärischen
            Lösung“ und im Namen der „Völkerverständigung“,
            weil sie weder die Resultate imperialistischer Gewalt für eine
            offene Frage noch den Krieg für eine mißglückte
            Antwort halten;

            kritisieren vielmehr die Ordnung, nämlich die
            brutale Herrschaft der westlichen Freiheit, für die Israel
            durch die NATO-Mächte finanziert, bewaffnet und gegen jeden
            Russenfreund im Nahen Osten losgelassen wird.

            http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/abwmeing/israel/am_is_idx.htm

          • Anonymous

            So, hier ist das Problem. Kennst du persönlich Israeli und Palästinenser? Ich habe zehlreiche Freunde in Israel und in Palästina. Sage ich das entweder die Israelis oder die Palästinänser haben recht? Nein, es ist zu kompliziert. Kritisches Denken ist etwas wichtig, auch die andere Seite zu sehen und nicht immer nur mit Historiker, mit denen Sie stimmen zu lesen, das machen Sie nicht. Wenn Sie das machen, wird diese Diskusion was sinnful, sonst, nicht.

          • Jörg Friedrich

            Ich habe Ihnen ein paar einfache Fragen gestellt. Die Sie offenbar nicht beantworten können oder wollen. Dass man im Internet immer ein paar Zitate finden kann, die das eigene Vorurteil bestätigen, ist bekannt.

          • Anonymous

            Und noch was kleines, zu erst, als ich in Deuschland an gekommen bin, habe ich eine große schlagerei zwischen Araber neben meinem Haus, ein Junge, nicht mehr als 20 würde mit Baseballschläger geschlägt in seinem Kopf, als ich das gesehen habe war ich sofort draußen um zu sehen wenn er noch im Leben ist und wie ich damit helfen kann, doch hatte ich keine vorurteil von Araber gemacht. An der nächsten Woche war ich in einem döner Laden, einer der mitarbeiter dort hat mich gefragt woher ich komme, habe Israel gesagt, das gesicht hat sich geändert , er hat mir 1 euro mehr dafür gefragt, ich habe gedacht dass es vielleicht ein Irtum, und bin dort in der nächsten Woche gegangen, dort hat er mit mir auf Arabisch geredet, ich konnte nicht verstehen. Dann hat er mir gesagt „Du wohnst in Palästina, in Arabieschem Land, du muss diese Sprache lernen, komm niemals zurück wenn du diese Sprache nicht spricht“ vor allen kunden. Seit dann bin ich dort niemals zurückgekommen. Doch habe ich vorurteile von einer gesamten Geselschaft nicht gemacht. Manche nicht so gute Situationen würden mir hier passiert und seit dann sage ich nicht dass ich ein Israeli bin, sondern wo meine eltern geboren sind. Was Sie hier machen, von bestimmten Historiker Zitieren und davon sprechen übers ganze Land und mienschen die viele von denen Migranten sind, ist rassistisch. Es gibt menschen an den beiden Seiten die nur Frieden wollen, und solche Zitaten von Historiker können villeicht ihre Meinungen sprechen aber können nicht die gegenwarte Situation nicht zeigen.

          • Rene Wolf

            Ihre privaten Erfahrungen in Ehren. Doch was haben die mit der Analyse der strukturellen Gewalt zu tun, die von einem faschistisch- zionistischen Regime namens Israel ausgeht und welches von Wissenschaftlern wie den Historikern beleuchtet wird?

          • Anonimous

            Ich bin einfach schokiert, ich, als ein Sohn von Migranten die nach Israel gekommen sind so erfahren muss? Mit rassisten gibt es kein Richtiges Logik.

          • derblondehans

            … wollen Sie Israel das Recht auf Selbstverteidigung absprechen? Dass die gewaltsame Zerschlagung Israels als Ziel der Hamas ist wissen Sie, oder?

          • Rene Wolf

            Die Hamas macht den Fehler, Feindbilder zu zementieren und auf einen palästinensischen Staat zu dringen. Allerdings sollte man nicht die Ursache mit der Wirkung verwechseln. Es waren die alten Kolonialmächte, die ein zionistisches israel unterstützten und damit zur NAKBA beitrugen. „Selbstverteidigung“ betreiben die Unterdrückten, nicht die faschistischen Unterdrücker.

          • derblondehans

            … die ‚alten‘ Kolonialmächte unterstützten den Zionismus allein eigener geopolitischer Ziele wegen. Der Islam verbindet ‚Geopolitik und Glauben‘, mit Gewalt anderen gegenüber, seit 1’400 Jahren.

            Kein Grund für Israel, die eigene Souveränität, von wem und wie auch immer, in Frage zu stellen.

          • Rene Wolf

            Der Islam an sich ist gar nicht das Problem, sondern große Machtstrukturen, wie sie seit ein paar tausend Jahren bestehen. Der jüdische Glaube ist auch kein primäres Problem. Religionen sind allerdings nicht zufällig zu den Macht- und Gewaltapparaten entstanden. Die wollen natürlich „souverän“ sein, mit allen notwendigen Schäden für die Menschen, die sie beherrschen.
            Zeit, über die falsche bürgerliche Ableitung des Staates und seiner Gewalt nachzudenken. Hier etwas Wissenschaft dazu, aus marxistischer Sicht:
            http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/staat/staat_i.htm

          • derblondehans

            … Sie sind Marxist? … dann wird mir allerdings so einiges klar, die ‚Gottväter‘ der Linken Karl Marx/Engels, O-Ton:

            ‚Welches ist der weltliche Kultus des Juden?‘ … ‚Der Schacher.‘

            ‚Welches ist sein weltlicher Gott? … Das Geld‘

            ‚Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz …‘
            ‚Der Wechsel ist der wirkliche Gott des Juden. Marx: Zur Judenfrage, (MEW Bd. 1, S. 372, 375)

            ‚Der jüdische Nigger Lassalle, der glücklicherweise Ende dieser Woche abreist, hat glücklich wieder 5000 Taler in einer falschen Spekulation verloren … Es ist mir jetzt völlig klar, daß er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen (wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem Nigger kreuzten). Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft.‘ Marx an Engels, 1862 (MEW 30, 257).

            ‚Der Wechsel ist der wirkliche Gott des Juden.‘ ‚Die Lassalliaden haben mich sehr erheitert, der krause Juddekopp muß sich über dem roten Schlafrock und in der Marquisen-Draperie, wo bei jeder Bewegung der polnische Schmuhl durchkuckt, sehr reizend ausnehmen. Gesehen, muß der Kerl einen höchst lausig-widerwärtigen Eindruck machen.‘ Engels an Marx, 1856 (MEW 29, 43).

            ‚Lassalle… Dann diese Sucht, sich in die vornehme Welt einzudrängen, de parvenir, wenn auch nur zum Schein, den schmierigen Breslauer Jud mit allerhand Pomade und Schminke zu übertünchen, waren immer widerwärtig.‘ Engels an Marx, 1856 (MEW 29, 31).

            ‚Hierbei der Brief von Lassalle zurück. Dorch un dorch der läppische Jüd.‘ Engels an Marx, 1857 (MEW 29, 134).

            Übrigens, die National-SOZIALISTEN, mit Adolf Hitler, sind/waren ‚links‘.

          • Rene Wolf

            Judenverfolgung
            gab es immer wieder. Ebenso wie die Verfolgung anderer Minderheiten.
            Eine halbe Million Roma und Sinti wurden Opfer der Nazis, dazu viele
            Kommunisten, Schwule und andere. Christen wurden verfolgt.

            Heute
            tobt ein Krieg gegen Islam- Gläubige, „Zigeuner“ werden
            diskriminiert.

            Äthiopische
            Juden haben es in Israel auch nicht leicht. Gegen all das kämpfen
            auch viele Juden, auch gegen den zionistischen Faschismus mit seiner
            Siedlungs- und Kriegspolitik. Es gibt also nicht „die“ Juden. Ein
            „Volk“ ist übrigens das, was eine Staatsgewalt für seine
            Untergebenen hält.

            Vom
            Volksbegriff gehen Sie ja schon selbst weg, wenn sie von „Juden als
            identifizierbare Gruppe und kulturelle Gemeinschaft“ reden.

            Wie
            ist das eigentlich mit Christen? Fordern die, sofern sie Nachfahren
            verfolgter Christen sind, einen Staat als „Schutzraum“? Wie sähe
            die Welt wohl aus, wenn jede verfolgte Minderheit ihren eigenen Staat
            hätte?

            Übrigens
            sind Juden heute global die Minderheit, denen es im Vergleich zu
            vielen anderen noch mit am besten geht.

      • Anonymous

        Und noch was, Sie, sieht alles Schwarz und Weiß, leider ist das leben nicht so. Ich rede von sicherheit von Menchen und nicht von Verschwörungtheorie-Weltregierung Prespektive, Leute wie Sie vergessen dass hinter jede Situation Gibt es menchen, die nicht in der Regierung sind und können nicht entscheiden, Sie einfach leben. Leute wie Sie, wie ich es schon viele Male gesehen habe sind nicht Antisemitisch, einfach zu dumm dass Sie können nicht unterscheiden zwischen Ein Staat und die Bürger, die gar nicht etscheiden können, dass ist Rassismus und Dummheit auch wenn sie denken dass sie zu klug sind, kritisches denken von beiden Seiten leider gibt es nicht.

      • Anonymous

        3. Entschuldigung für mein Deutsch, habe es nur in den letzten eineinhalb Jahr in Deutschland weil ich hier wohne gelernt habe.

  • Rene Wolf

    Trauer, doch keine Erkenntnis

    „Heute bin ich voller Trauer über deinen Tod und über den von Yael, Erez
    und Shir.“

    Erez war also auch dabei. Erinnert das nicht an das „verheißene Land
    Eretz Israel“, in dessen Namen viele Menschen getötet wurden? Und
    nun wundert man sich, dass die Soldaten, die fest zu dieser Idee
    stehen, bekämpft werden?

    Professor Israel Shahak, einst Vorsitzender der Internationalen
    Liga für Menschenrechte in Israel:

    “Ich beginne immer mit einer jüdischen Kritik des Zionismus,
    bevor ich zu dem Schaden komme, den er gegenüber den Palästinensern
    anrichtet.
    Der Zionismus hätte auch dann kritisiert werden müssen, wenn ein
    jüdischer Staat auf einer verlassenen Insel gegründet worden wäre, ohne jemanden zu verletzen. Der Grund dafür ist, daß ein Staat, der auf der Idee
    der Reinheit der Religion, der Rasse, der Nationalität beruht,
    kritisiert werden sollte. Das Ziel des Zionismus ist, wie die Zionisten
    selber sagen, einen reinen jüdischen Stat zu gründen.”

    http://www.watzal.com/FR98429.txt

    • Jörg Friedrich

      Ich empfehle, sich ein etwas umfassenderes Bild des Zionismus zu verschaffen und sich nicht nur auf eine Quelle zu stützen. Ein Einstieg könnte der Wikipedia-Artikel zu diesem Stichwort sein. Eine genauere historische Information, wer warum wieviele Menschen getötet hat, kann sicher auch nicht schaden.

      • Rene Wolf

        Eine weitere Quelle möchten Sie? Dann beschäftigen Sie sich mit den neuen israelischen Historikern. „wiki“ als Quelle ist nun wirklich nicht sehr tiefgründig, nicht? Wie wärs mit Ilan Pappe: „Die ethnische Säuberung Palästinas“? Oder schreiben Sie für die Hasbara?

        • Jörg Friedrich

          Ich habe Ihnen die Konsultation weiterer Quellen empfohlen. Der Wikipedia-Artikel ist da ein guter Einstieg.

          • Rene Wolf

            Sie scheinen die neuen israelischen Historiker nicht zu kennen. Sonst würden Sie darauf Bezug nehmen.

          • MahatmaCaneJeeves

            Israel, ein „Staat, der auf der Idee
            der Reinheit der Religion, der Rasse, der Nationalität beruht“? Bei einem hohen Bevölkerungsanteil (20%) an muslimischen Arabern? Wobei die Juden Israels nicht alle derselben Rasse angehören. Oder ist für Sie das Judentum eine Rasse?
            Es ist eine Sache, einige neue Israelische Historiker zu diskutieren. Aber dann im Schnellschluss auf die Aussage zu kommen, man brauche sich nicht zu wundern „dass die Soldaten, die fest zu dieser Idee stehen, bekämpft werden“, ist eine andere. Anlässlich der Trauer über das Opfer eines Terroranschlags finde ich das auch, mit Verlaub, atemberaubend.

          • Rene Wolf

            Die IDEE der Reinheit ist ja nicht die Wirklichkeit. Es ist das zionistische Ideal. Übrigens tun mir auch deutsche Soldaten nicht leid, die sterben. Militärangehörige wissen, was sie für eine Staatsgewalt riskieren. Und Terror ist das Mittel der Schwachen. Er richtet einen Bruchteil des Schadens der Kriege an, die Staaten organisieren.

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