Ulrich Parzany ist ein gefährlicher Mann

Religiöser Wahn und induziertes Irrsein – Kolumnist Wolfgang Brosche erklärt, wie gefährlich der gemeine Evangelikale vom Schlage eines Ulrich Parzany wirklich ist – welcher uralte Wahn da wieder zu Tage tritt.

Grafik: AW

Während die Deutschen mit fliegenden Fahnen, hysterievollen Hosen und mit menschenverachtendem Eifer jubelnd dem Vierten Reich entgegenrennen, vollgepumpt mit dem Adrenalin des Hasses und der Dummheit, scheint es Wichtigeres zu geben als sich mit aberwitzigen Streitereien von dramatisch unterdurchschnittlich intelligenten Glaubensgemeinschaften wie den Evangelikalen unter Ulrich Parzany zu beschäftigen.

Aber nein doch, sage ich – denn bei solchen Figuren und Gruppen liegt ein tonnenschwerer Grund für unsere politische Situation, die so sehr auf Dummheit und Angst gegründet ist.

Ein ewiger Feldzug wider der Vernunft

Es ist eine triste Tatsache, daß die Aufklärung längst ins Kriechen gekommen ist – denn die Religionsgemeinschaften jeder Couleur haben es geschafft, sie zu hintergehen und zu unterlaufen. Sie lassen sich die Verbreitung ihrer Dummheiten staatlich alimentieren. Ihr ewiger Feldzug gegen die Vernunft zeigt sich nicht nur in den mörderischen Ungeheuerlichkeiten, die der Islam und seine Vertreter veranstalten, sondern auch in der angeblich „abendländischen“ Gegnerschaft (siehe PEGIDA, PiS oder den Front National) mit den erbittertsten Barbarismen. Religionen sind noch immer – und können es auch nicht anders sein – die mächtigsten Gegner des Denkens, der Intelligenz, der Kritik, des Hinterfragens, der menschlichen Selbstbestimmung und (Lebens)-Lust und der Vernunft.

Wer sich auf ein höheres unbezweifelbares und nicht kritisierbares Wesen beruft, um sein Handeln und Leben zu begründen und zu rechtfertigen, der ist zu jeder Unmenschlichkeit fähig im Namen seines Gotteswahnes. Von wegen, daß unsere westlichen Gesellschaften säkularisiert seien – sie sind es nicht! Der gesamte Alltag ist religiösem Wahn unterworfen, die gesamte Ethik kriecht bei uns den christlichen Absurditäten und woanders denen des Islams nach. Unser Umgang mit Recht, Medizin, Sexualität und Politik ist jenen phantastischen Widersprüchen von Schuld und Sühne, Gottesbefehlen und Lebensfeindlichkeit unterworfen, wie sie nur die Religionen hervorbringen können.

Die tierprimitive Angst vor dem Tod, dem Blitz und dem eigenen Körper hat die Religionen hervorgebracht, die dann wiederum patriarchale penile Herrschaftsphantasien legitimieren sollten, Hierarchien der Unterdrückung und der Ignoranz.

Tierprimitive Angst vor Tod, Blitz und Körper

Obwohl die Religionen jeden menschlichen, wissenschaftlichen und politischen Fortschritt behindern, beteiligen wir Religionsvertreter in Ethikausschüssen, fragen Kardinal Marx wenn es um Genetik, Fortpflanzung und Menschenrechte geht – der dazu ebenso wenig Substanzielles beizutragen hat wie etwa ein evangelikaler Führer vom Schlage eines Ulrich Parzany.

Wir räumen absurden Märchengeschichten die Macht über unseren Alltag ein – wie man´s erst vor ein paar Wochen, wie jedes Jahr an Weihnachten, erleben konnte; ein heidnisches Fest, auf das die Christen aus reinem Machtkalkül aufsattelten. Ach, wenn´s ja nur um das sentimentale Datum ginge… Weihnachten heißt auch – Fütterung der Abhängigen wie im Eselsgehege mit der Lüge von der jungfräulichen Geburt und gar der unbefleckten Empfängnis – übrigens nichts weiter als ein geistiger Diebstahl bei vielen anderen antiken Religionen.

Ganz schlimm wird´s dann mit den Ungeheuerlichkeiten von der Kreuzigung und Auferstehung, die uns bald wieder überrollen: es gibt keinen einzigen Beweis, daß der jüdische Wanderprediger existiert hat (erzählt mir nichts von Flavius Josephus). Er ist eine hysterische Erfindung des sexualpathologischen Paulus, einzig zum Zwecke Ungebildete religiöse Angsthasen um sich scharen – bis heute!

Jesus: Erfindung des sexualpathologischen Paulus

Und selbst wenn ihr Herr Jesus gelebt hätte und hingerichtet worden wäre – dann bestimmt nicht am Kreuz, das aber ungleich dramatischer und symbolträchtiger ist als die Steinigung, die seine römische Strafe gewesen wäre – mit Horrorgeschichten als Mittel des Furchteintreibens kannten sich die Evangelisten aus. Mit dem Kreuz läßt sich leichter hantieren, beeindrucken und betrügen als mit anderen Hinrichtungs-und Folterinstrumenten – oder wie sagte Lenny Bruce: wäre Jesus auf dem elektrischen Stuhl getötet worden, dann liefe die halbe Menschheit heute mit einem vergoldeten elektrischen Stühlchen um den Hals herum.

In jeder Hinsicht geht es also um die Angst vor dem Tod und die Verklärung des gewaltvollen Todes… das funktioniert natürlich nur, wenn man die gesamte Menschheit für schlecht, sündig und verdorben erklärt und mit dem größten geistigen Verbrechen, der Erfindung der Erbsünde, in Gefangenschaft und Haftung nimmt für die Wahnideen der Ängstlichen.

Die niederträchtige Lüge, der Wanderprediger – der nie Christ war – habe die Menschheit durch sein Verrecken erlöst, packt auf die Erbsünde ein ebenso großes Paket an Schuld auf.

Mord als heiliger Akt

Und jetzt nähern wir uns so langsam dem Kern des Übels – die gesamte Heilsverklärung einer Hinrichtung des blutigen Verreckens kann nur funktionieren, wenn man aus dem Mord einen heiligen Akt macht: das Zentrum des Christentums ist und bleibt ein Kindermord, ein Sohnesmord, der auch noch gerechtfertigt wird durch das Lob und den Preis des Gehorsams jenes Sohnes, der sich in den blutrünstigen Willen des Vaters schickt – und als ob all diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit noch nicht genügten, wird den Menschen dieser selbstmörderische Gehorsam anempfohlen. Der ist aber nur zu haben, wenn man das Denken einstellt, die Empörung und sich demütig-gehorsam dem väterlichen Willen unterwirft…

Das Christentum ist eine Männer-und Vaterreligion. Sie verlangt tödlichen Gehorsam von ihren Kindern, jedes eigene Leben, jede Rebellion, jeder selbstständige Lebensweg muß unterdrückt und zerstört werden.

Das gesamte zweitausend Jahre alte Brimborium, alle Theologie, all die schwüle Gottesdienstästhetik, aller Pomp, alles Gold und alle Bordüren, sämtliche Gesänge und Lobpreisungen, jedes Kirchenfenster, jedes Altarbild, jede Messe von Bach bis Verdi dienen nur der Verschleierung der religiösen Kindervernichtung, der Vernichtung des selbstständigen denkenden Ichs – und man mißbraucht dazu die Hoffnung der Menschen auf Liebe und Anerkennung – die sind in den Religionen nicht zu haben; höchstens unter Vorbehalt, unter Gottesbedingungen, die zufällig immer die Bedingungen eines Vaters sind.

Kritik an den dummen Frechheiten des Christentums

Jetzt werden die Christen wieder aufjaulen und nochmal die Leierkästen mit Liebeslügengesäusel anwerfen. Süßlicher Einheitsklang der Lüge.

Mi perdonate – was ich hier sage, ist nicht neu! Muß wohl aber mit deutlicher Betonung wiederholt werden. Ich verspüre die gleiche Empörung, die kurz vor der französischen Revolution einige Intellektuelle beflügelte, zum Beispiel im Kreis um den Baron Thiry Holbach. Die Mitglieder seines Salons wagten unter Lebensgefahr die Unmenschlichkeiten und dummen Frechheiten des Christentums zu kritisieren. Die christliche Religion hat es geschafft, die inkonsequenten Aufklärer wie den christlich kapitulierenden Kant im Bewußtsein zu verankern – aber die konsequenten, ehrlichen, mutigen wie Holbach zu verdrängen.

Philipp Blohm hat deren Erkenntnisse des bis heute ungeschlagenen Materialismus (denn jeder Gedanke, jedes Gefühl ist an Materie gebunden) in seinem schönen Buch „Böse Philosophen“ so zusammengefaßt:

„Ohne einen Schöpfer, der seinen Willen seinen Kreaturen in der Bibel kundgetan hatte, mußten Kategorien wie Gut und Böse neu überdacht werden. Es gab plötzlich keine Sünde mehr, keine unsterbliche Seele, keine Belohnung und keine Strafe in einem Leben nach dem Tode – was blieb waren nur die Suche nach Genuß und die Furcht vor Schmerz.“

Die Menschen haben also zwei Möglichkeiten: entweder den absurden Unsinn der Religion weitertreiben bis zum Ende oder sich selbst Regeln und Gesetze zu geben, die nach den jeweiligen Bedingungen auf evolutionäre Weise auch verändert werden können und müssen.

Religiöse Menschen – und da ich über Europa rede: Christen – aber damit mir keine Klagen kommen, auch Muslime – sind geistig zu unzulänglich, emotional zu furchtsam und durch ihre unhinterfragten Traditionen nahezu unfähig, diesen Weg zu gehen. Deshalb kommt es auch immer wieder zu Ausbrüchen des Religionswahns und zur mörderischen Hingabe an Hierarchien – zwischen den Religionen, den Geschlechtern – und zur Abwehr jeder Kritik, des kritischen Denkens überhaupt und wie man zur Zeit entsetzt beobachten kann zu Ausbrüchen des Nationalismus, Patriotismus, der Misogynie, des Fremdenhasses, der Schwulenverfolgung und des auch wieder aufblühenden Antisemitismus…

Wir sollen kriechen vor der Grausamkeit der Dummheit

Es ist deshalb auch kein Wunder, daß die Irrationalität der Allesgläubigen zugenommen hat. Ebenso wie die Skrupellosigkeit der aalglatten Religionsvertreter und derjenigen, die die Dummheit als eine Regung „besorgter Bürger“ bewußt missverstehen. Sie erklären uns allenthalben, daß ihre Götter oder der Glaube an die Hierarchie von Nationen und Menschen weder zu tun haben mit dem Terrorismus, den Überfällen von Köln oder den jahrzehntelangen Kindermißbräuchen in Regensburg und anderswo. Und immer fordern sie für ihren Unsinn und ihre Unmenschlichkeiten Respekt oder sogar bei Zuwiderhandlung den Tod – sie verlangen, daß wir vor der Grausamkeit ihrer Dummheit kriechen wie sie – ob nun der IS-Führer, der Papst, Martin Mosebach oder Robert Spaemann, die nach Blasphemieparagraphen gieren oder eben ein Unsinnsverbreiter wie Ulrich Parzany.

NEIN kein Respekt mehr für den Jahrhunderte alten Quark, für Phantasien und Halluzinationen, für religiöse Logorrhoe und schleimige Apologetik – von Lamya Kaddor übers „Forum deutscher Katholiken“, den skrupellosen Verbreitern der Dummheit im Kopp-Verlag, bei „kath.net“, „ktv“ oder „idea“ und schon gar nicht für die Evangelikalen unter Ulrich Parzany.

Ulrich Parzany gehört zur erzkonservativen Führungsclique der deutschen evangelikalen Bewegung; hat allerdings keine Ämter mehr inne und kann jetzt ungeniert vom christlichen Leder ziehen. Anfang Januar veröffentliche Parzany ein Memorandum, in dem er sich – wie bereits zuvor schon öfter geschehen, jetzt aber mit Nachdruck – gegen liberale und tolerante Strömungen in der evangelischen Kirche wandte und redete dabei mittelalterlich (und eigentlich katholisch) von Irrlehren – wir wissen, daß solche Auffassungen zu Hexenjagden und Vernichtung Andersdenkender führen.

Die Forderung Parzanys muss analysiert werden

Nun erscheint dieser Streit wie die absurden Auseinandersetzungen in Daniel Defoes „Gulliver“ – Streitigkeiten, die bis zum Krieg ausarteten über Rituale und Hierarchien in den Reichen Blefuscu und Lilliput – die stritten nämlich übers Tragen niedriger oder höherer Absätze und darüber, an welcher Seite man ein Ei aufschlägt.

Aber wir wollen uns nicht lustig machen über soviel Kleinlichkeit – bei den Katholiken streitet man bis aufs Blut übers Knien und die Hand- oder Mundkommunion – Unterwerfungsgesten allemal.

Da aber solche Streitigkeiten über „Irrlehren“ nicht nur einmal zu Mord und Totschlag zwischen Christen geführt haben und weil davon natürlich auch Nicht-Christen und Menschen, die nicht an Unfug glauben, blutig betroffen sein können, ist es wichtig, die Forderungen Parzanys auch über seine evangelikalen Kreise hinaus zu analysieren.

In seinem Memorandum schlägt Parzany den Weg der amerikanischen Evangelikalen in das Gottesreich der absoluten Dummheit und Verdummung ein. Wie sie behauptet er schlichtweg, die Bibel sei Gottes Wort und verweigert sich jeder Wissenschaft, Geschichte und Textanalyse.

Hier wird übrigens auch der schmutzig-gedankenlose Weg in den Kreationismus eingeschlagen, der uns solch epochale Erkenntnisse wie diese brachte, die amerikanische Prediger verbreiten: die Erde ist gerade mal 6000 Jahre alt und der Liebe Gott hat Dinosaurierknochen vergraben, damit wir an seine Allmacht glauben.

Dinosaurierknochen als göttlicher Allmachtsbeweis

Dramatischer, weil durch und durch faschistisch ist die zweite These Parzanys – als ob wir die daraus resultierenden Greuel nicht oft genug hätten erleiden müssen: „Jesus Christus allein ist Retter für alle Menschen. (…) Wir verwerfen die falsche Lehre, es gäbe auch andere Wege zum Heil, und das Evangelium von Jesus Christus müsse nicht allen Menschen verkündet werden. Es gilt auch daran festzuhalten, daß die rettende Botschaft von dem Messias Jesus nach wie vor den Juden zuerst gilt.“

Mal abgesehen davon, daß die Impertinenz von Schuld, Sühne und Erlösung einen Akt der Erpressung darstellt – aber das wollen wir ihm noch nachsehen – hat der Erlösungsverkünder Parzany wohl keine Skrupel den inhärenten Antisemitismus seiner Religion erneut zu aktivieren (Benedikt XVI. hat das schon bei den Veränderungen am Freitagsgebet gemacht – jetzt ziehen die deutschen Evangelikalen nach…aber wen wundert´s,feiern doch die Evangelischen demnächst Luther, einen der heftigsten Antisemiten, als ihren Begründer ).

Was macht Herr Parzany hier: er führt die alte rechthaberische Hierarchie wieder ein: meine Religion ist die bessere und richtige, deshalb sind die Menschen anderer Religionen (oder die ohne Religion) die schlechten, falschen, zu bekehrenden. Und wenn sie nicht wollen, dann werden sie schon sehen – denn ich habe ja recht. Diese starrsinnige Pathologie hat nahezu etwas Verbrecherisches, denn sie hat immer wieder zu Religionskriegen geführt – und im Nahen Osten können wir beobachten, wie ganze Länder daran zugrunde gehen – und mit ihnen die Menschen. Aber das ist Herrn Parzany gleichgültig; Hauptsache sein Gott, also eigentlich, sein eigener Wille, siegt.

Danach ist es ja nur noch ein kleiner Schritt mal wieder die Homosexuellen als Übel aller Welt zu bezichtigen… Parzany setzt ja schon an, die Juden wieder zu bedrängen mit seiner rechthaberischen Religion…solange noch Zeugen des Holocausts leben, wird es schwierig wieder in wütenden Antisemitismus zu verfallen – aber wie man aus der jüdischen Gemeinde in Berlin hört, gibt es bereits wieder brutale Übergriffe… inzwischen kann man sein rechthaberisches Mütchen an den Homosexuellen abkühlen – und die evangelikalen Emissäre des Schwulenhasses arbeiten ja auch fleißig in origineller Ökumene mit den katholischen zusammen – da schunkeln gar nicht freundliche evangelikale Gläubige wie Hartmut Steeb oder Beatrix von Storch mit den Mariannen der katholischen Reconquista, Gabriele Kuby oder Hedwig von Beverfoerde gern auf den Straßen Stuttgarts bei der „Demo für Alle“ – natürlich nicht für alle, nur für die Rechtgläubigen.

Bibelstudium: Eine Auswendiglernen bis zum  Erbrechen

Daß am Schluß seines Memorandums Parzany intensivstes Bibelstudium empfiehlt, ist nur folgerichtig. Aber wie sollte das aussehen? Da man die Bibel seiner Meinung nicht analysieren und kritisch betrachten darf, bleibt letztlich nur Methode Koranschule: Auswendigkernen bis zum Erbrechen – und wenn einer nicht kann oder will, dann Nackenschläge….

Nein, keine Schläge? Parzany hat davon geschwafelt, man könne und müsse Homosexuelle korrigieren wie Kinder… und legt damit recht eigentlich offen, um was es ihm geht – ich sprach anfangs davon – um das Zurechterziehen, um das Beherrschen der nächsten Generation, mit Druck, Prügel, Erpressung und Erniedrigung, damit sie so selbstgerecht und hartherzig werde, wie der Vater selbst; also christlich, will heißen, ein Mensch , der die Realitäten der Welt verleugnet und wie jene Affen Augen, Ohren und Mund zuhält – und vor allem sein Herz und seinen Verstand abschirmt.

Die letzten Wochen haben uns mit Erschrecken feststellen lassen, daß unbedarfte Menschen – und sie sind in Überzahl – jeden Unsinn glauben und sich damit auch zu jeder Brutalität anstiften lassen. Viele jaulen und schreien als Pegidisten, andere, wie Tatjana Festerling rufen im Namen des christlichen Abendlandes (müßte Herrn Parzany freuen) zum Bürgerkrieg auf, wieder andere bewaffnen sich in diesem Sinne schon und schreiten zu Flüchtlingspogromen. Rassistische Prediger wie Björn Höcke, Jürgen Elsässer oder Lutz Bachmann quatschen Unsinn über Rassen und deren angeblich erdrückende Fortpflanzung oder nennen Schutzsuchende „Rapefugees“. Angeblich Konservative beten unzulängliche Pläne gegen Flüchtlinge herunter, um dem Wahlvolk zu gefallen – die aber konsequent bedacht in einem Krieg gegen Flüchtling enden müßten.

Und wenn man schon Flüchtlinge dezimiert, dann kann man auch in einem Aufwasch, wie es die AfD beabsichtigt, alle andere ihr mißliebigen (einer Irrlehre anhängenden, nämlich der von Menschlichkeit, Freihiet und Demokratie) auch noch beseitigen.

Eine Ursache also für die Ungeheuerlichkeiten, die sich in diesem inzwischen nicht mehr zivilisierten Land wie Eitergeschwüre aufbrechen (sie waren also schon lange da), liefern Figuren wie Herr Parzany – sie predigen dumm-dumpfen Glauben und Unsinn und wollen alle anderen mit hineinziehen in die Strudel ihrer Indolenz und Ignoranz.

Ohne Skrupel widerlich

Noch immer haben die Religionen zuviel Einfluß auf die Politik und das Denken der Menschen – sie sind Feinde der Vernunft, der Wissenschaftlichkeit und der Menschlichkeit. Wer sein Leben lang offenbar oder unterschwellig (das ist vielleicht noch gefährlicher) gefüttert wird mit solchen Widerlichkeiten wie sie Ulrich Parzany verbreitet (und keine Sorge, die Vertreter der anderen Glaubensgemeinschaften können das auch ganz gut), der wird ohne Skrupel ins Lager der Unzivilisierten wechseln…

Deshalb und weil er gerade mit seinen Schamlosigkeiten, die eben nicht nur seiner Evangelikalen Gefolgschaft gelten, im Focus steht ist Ulrich Parzany ein gefährlicher Mann…

  • derblondehans

    Sehr geehrter Herr Alexander Wallasch, Sie sehen, ‚Mitleid‘ hat im Katechismus der Katholischen Kirche durchaus seine Berechtigung.

    Daher!

    ‚Homosexualität ist eine schwere Sünde und etwas in sich Schlechtes. Sie verstößt gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Homosexuelle Partnerschaften können daher niemals anerkannt werden. Jedoch ist einem homosexuell veranlagten Menschen mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen.‘ (KKK 2357 und 2358)

    • Michael Kumpmann

      Den Artikel schrieb nicht Herr Wallasch sondern Herr Wolfgang Brosche. (Momentan ist das hier der Einzige, der das Christentum kritisiert.)

      • derblondehans

        … Mist, jetzt haben S’e mich erwischt.

    • Alexander Wallasch

      Mitleid mit Homosexuellen sollte man ausschließlich haben, wenn diese keinen Partner finden, denn dann macht ja das Homosexuelle nicht wirklich Sinn, dann ist man Autoerotiker. So wie man Mitleid mit einem Heterosexuellen haben muss, wenn der alleine bleibt. Alles andere ist Nonsens mein Bester. Mitleid mit Kinderfickern allerdings darf man sich getrost sparen. Also kein Mitleid z.B. mit den sängerknabenpenetrierenden Kumpeln vom Bruder des deutschen Papstes. Sondern die ganze „Härte des weltlichen Gesetzes“.

    • Peter Friedrich

      Ich begegne Ihrem Sexualleben auch mit Mitleid.
      Ihren Katechismushaufen müßten Sie bei mir allerdings in die Schüssel niederlassen, über der man dann die Spülung für´s große Geschäft bedient.

      • derblondehans

        … werter P.F., ich bin mir sicher, dass ich Ihre Schüssel nie benutzen werde.

  • Christoph Leinweber

    Herr Brosche, widerlich sind in dem genannten Zusammenhang alleine Sie mit Ihrer Zündelei hinsichtlich Pegida, aufblühendem Antisemitismus etc.

    Daneben sind nur noch zwei Dinge hervorzuheben, nämlich Ihre Überheblichkeit, alles und jeden, der an diesen christlichen Gott glaubt, als dumm oder „unterdurchschnittlich intelligent“ hinzustellen, sowie Ihre augenscheinlich völlige Ahnungslosigkeit bezüglich des Christentums.

    Erstens erkennt wahre Intelligenz ihre eigene Begrenztheit und nennt nicht in jedem zweiten Satz die jeweils anderen dumm.

    Zweitens sollte man schon ein wenig mehr draufhaben als Wikipedia-„Wissen“, wenn man über eine Religion losledert und dabei nicht einmal den Unterschied kennt zwischen Religion und Glaube oder zwischen dem, was Menschen tun sollen und was sie leider oftmals tatsächlich tun.

    Aber für die angestrebte Klientel, der man weismachen kann, die vielgerühmte „Aufklärung“ sei erst in den letzten drei Wochen erfolgt oder die noch schlagkräftigere Wissenschaft habe die Bibel ad absurdum geführt, wird es vermutlich reichen.

    Womit wir wieder bei Ihrem Lieblingswort wären. Dumm.

    • Alexander Wallasch

      Also „Zündelei hinsichtlich Pegida“ ist irgendwie eine merkwürdige Verdrehung, oder? 😉

    • Michael Kumpmann

      Danke. Das hat mich ehrlichgesagt auch gestört. Mich stört nicht, dass er die Kirche kritisiert, sondern mich stört der (extrem überhebliche) Tonfall, den der an den Tag legt.

      • Christoph Leinweber

        Richtig. Kirchen (und wir Christen) haben eine Menge Kritik verdient. Was übrigens in der Bibel auch ausführlich getan wird, man denke an Paulus im Korintherbrief („schlimmer als die Heiden“). So etwas findet sich z. B. im Koran gar nicht.

        Aber erstens ist diese herablassende Arroganz unerträglich, zweitens das permanente Vorgaukeln von angeblichem Wissen.

        Beispielsweise ist Jesu‘ Existenz von mehreren außerbiblischen Quellen, nicht nur von Flavius, bezeugt. Was ja überhaupt nichts darüber aussagt, ob er wirklich gekreuzigt wurde und, vor allem, auch auferstanden ist. Aber vielleicht sollte sich Herr Brosche mal Gedanken darüber machen, wie sehr die Menschheit bis heute an diesem Unbewiesenen ausgerichtet ist.

        • Michael Kumpmann

          Erstmal vorneweg zum Thema Islam, Ich respektiere den Islam durchaus. Gerade sowas wie den Sufismus. Und Ich habe mitlerweile den Verdacht, vieles, was man uns über angeblich islamische Traditionen erzählt, ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts, was gewisse radikale Muslime dann als Tradition verkauften. (Vor 2 bis 3 Monaten gab es auch einen interessanten Text eines russischen Professors, der deutlich machte, dass dieser ganze radikale Islamismus relativ wenig mit islamischer Tradition zu tun hat.)

          Und die Muslime pflegen auch manch eine gute Tradition, die wir im Westen schon vernachlässigt haben. Beispielsweise Familiensinn. (Jeder, der mal mit einem Muslim auf Station gewesen ist, weiß das. Die kriegen gleich von der Verwandschaft 10. Grades Besuch. )

          Es stimmt aber, wir Christen können mit Kritik deutlich besser umgehen als der Islam. (Stellen Sie sich mal vor, was mit Friedrich Nietzsche passiert wäre, wenn der in Arabien geboren worden wäre.)

          Und wie ich gesagt habe, Religionskritik halte Ich auch für sehr wichtig und richtig. Mein Vater war Protestant und meine Mutter Katholisch. Da ist es klar, dass Ich schon mit Religionskritik aufgewachsen bin.

          Und dieses „Arrogante“ war genau das, was mich gestört hatte. (Zu dieser Überheblichkeit ist auch, wie er seine eigene Position direkt unreflektiert als „Fortschritt“ preist und den rest zur Barbarei erklärt.) Quasi sich selbst zur Krone der Schöpfung erklären.

          Ich sag es ehrlich. Ich hab früher ähnlich gedacht. Mitlerweile habe Ich aber auch den Wert von Tradition, Religion etc. verstanden und ich habe angefangen, die Entwicklung der Welt nicht mehr unreflektiert als „Fortschrittlich“ zu sehen.

          Zum Thema Unbewiesenem könnte Ich direkt Kierkegaard einbringen, der meinte, bei allem was wir tun, machen wir Menschen Annahmen über die Welt, die wir im Moment unseres Handelns nicht beweisen können.

        • Michael Kumpmann

          Außerdem waren auch Leute wie Martin Luther King streng religiös. Deshalb habe Ich ein Problem damit, die direkt pauschal als „Idioten“ abzuwatschen.

    • saoiaebi

      Wahre Intelligenz erkennt ihre Begrenztheit?
      Hui, dann sprechen wir hier aber wirklich von einer ziemlich stattlichen Begrenztheit… 😉

      Und ja, jetzt kommen gleich wieder die Vorwürfe der Überheblichkeit etc. pp., aber dann erläutern Sie doch bitte Ihr scheinbar fundiertes Wissen und verstecken sich nicht hinter Ihren pauschalen Aussagen.

      • Christoph Leinweber

        Als Erstes kommt nicht der Vorwurf der Überheblichkeit, sondern vorher noch die Feststellung einer ziemlich unsinnigen und dummen persönlichen Attacke.

        Wo verstecke ich mich hinter was?

        Was wollen Sie von mir erläutert haben?

        • saoiaebi

          Natürlich erwarte ich nicht, dass sie in der Länge des oben vorliegenden Textes einen Kommentar schreiben. Aber mich würde Ihre differenzierte Sicht interessieren.
          Also bspw. bzgl. der weit verbreiteten und von Parzany vertretenen „Theorie“, die Erde sei bloss 6000 Jahre alt. Wollen Sie mir tatsächlich sagen, diese Aussage sei nicht dumm?
          Wollen Sie mir sagen, dass wir mit unserer Wissenschaft und mit unserem Wissen festhalten können, was vor etwas über 2000 Jahren exakt passiert, aber dann doch nicht weiter als 6000 Jahre zurückblicken können?
          Für das eine findet man Beweise (noch schlimmer: in Messen wird in einer absurden Lebendigkeit davon erzählt wird, welche Charakterzüge Jesus hatte, welche Worte er in welcher Situation verwendete – so als wäre es bloss gestern Abend in der Bar geschehen) und für das andere keine einzige Evidenz? Nicht in der Natur (Polareis, Steinproben etc.) und nicht in Artefakten und sonstigen „Überbleibsel“ der menschlichen Zivilisation vor 6000 Jahren?
          Finden Sie dies nicht ein bisschen seltsam?
          Finden Sie dies nicht ein bisschen…. dumm?

          • Christoph Leinweber

            Ich weiß nicht, ob Parzany die Ansicht vertritt, die Erde sei insgesamt erst 6.000 Jahre alt. Ich selbst vertrete sie nicht. Die Zahl kommt aus dem Addieren der Lebensjahre aus den in der Bibel genannten Geschlechtsregistern. Alles berücksichtigt sie dabei nicht, dass die Erde, als die in der Bibel beschriebene Schöpfung begann, bereits existierte. Und niemand weiß, wie lange.

            Allerdings könnte ich mir sowohl vorstellen, dass die sechs Tage der Schöpfung lediglich metaphorisch zu verstehen sind, als auch dass es buchstäblich sechs Tage und sechstausend Jahre sind.

            Denn, und das ist eine von den zwei wichtigsten Prämissen meines Glaubens, ich gehe davon aus, dass ein Gott, der das Kosmos mit seinen Naturgesetzen selbst erschaffen hat, sich in jedem Moment über Letztere hinwegsetzen kann, das heißt, einem allmächtigen Gott traue ich schlicht alles zu.

            Mir ist deshalb völlig unerklärlich, warum sogar Christen sich auch nur eine Sekunde an Sachen wie der Jungfrauengeburt, der Auferstehung oder Ähnlichem aufhalten und diese in Zweifel ziehen, weil das ja „nicht geht“. Völliger Unsinn, wenn man gleichzeitig angeblich an Gott glaubt.

            Zweite Prämisse: Es gibt für Gottes Existenz oder die Jesus zugeschriebenen Eigenschaften keinen einzigen Beweis. Das Prinzip des christlichen Glaubens ist, nun ja, Glauben eben. Und das schließt aus, dass es auch nur eine einzige Evidenz für irgendetwas gibt.

            Dass Jesus existiert, als Wanderprediger gewirkt hat und auch gekreuzigt wurde, ist, soweit ich informiert bin, durch säkulare Quellen bestätigt. Für alles, was er laut (biblischer) Überlieferung gesagt und getan hat und dass er auferstanden ist, gibt es keinen Beleg.

            Auf der anderen Seite, wo Sie die aktuelle atheistische Allzweckwaffe Wissenschaft ansprechen, gibt es auch keinen Beweis, wie der Kosmos und das Leben entstanden sind. Es gibt eine Menge Theorien, es gibt mittlerweile auch ein paar favorisierte Theorien, aber eben keinen Nachweis. Und selbst wenn es diesen gäbe, wäre immer noch die Frage, ob man damit einen Schöpfergott ausschließen könnte oder nicht. Denn ich kann mir sowohl einen Urknall als auch evolutive Prozesse vorstellen, die Gott selbst ausgelöst hat. Ich sehe da überhaupt keinen Widerspruch. Erstens muss man wissen, dass die Bibel nicht den Anspruch erhebt, naturwissenschaftlich korrekt formuliert zu sein, zweitens verstehen Erz-Kreationisten nicht, was alles unter „Evolution“ fällt, beispielsweise die Entwicklung des Birkenfalters oder der stark unterschiedliche Körperbau verschiedener Menschen auf dem Planeten. Meiner Ansicht nach werden sich jedoch Wissenschaft und Bibel letztlich perfekt ergänzen, davon bin ich überzeugt. Wie es beispielsweise dank Robert Bakker auch bei den Dinosaurierschwänzen geschehen ist, die plötzlich und entgegen der vorher vertretenen wissenschaftlichen Ansicht der biblischen Beschreibung glichen …

            Somit sind wir bei einem beweistechnischen Patt.

            Bleibt die Frage, inwieweit die Aussagen der Bibel zum Menschen und zur menschlichen Gesellschaft nachvollziehbar oder unsinnig sind. Und da neigt sich zumindest meiner Meinung nach die Waage gewaltig zugunsten der Bibel, die auf eine einzigartig zeitlose Art und Weise aufzeigt, welche Konsequenzen menschliches Verhalten im Vergleich zum Gehorsam gegenüber Gott. Allerdings erwarte ich von nichtgläubigen Menschen nicht, dass sie das nachvollziehen können.

            Was man jedoch von „aufgeklärten“ Menschen erwarten könnte, wäre ein etwas abgeklärteres Bild auf die Welt. Selbstverständlich sind im Namen der Religion unvorstellbare Gräueltaten begangen worden, keine Frage. Wer jedoch ernsthaft behauptet, die Welt sei ohne Religion ein friedlicherer Ort, muss vollkommen blind sein. Mir persönlich ist kein Volk, kein Staat, kein Stamm, keine Gruppierung bekannt, die ohne Religionsbezug je dauerhaft funktioniert hätte. Wissen Sie eine(n)?

            Allerdings ist auch diese Betrachtung müßig, denn Religion und speziell der Kampf der beiden größten monotheistischen Lager wird uns weiterhin begleiten. Es gilt also in erster Linie zu unterscheiden, wer gemäß seiner Religion brandschatzt und wer das nur im Namen seiner Religion, jedoch unter völliger Missachtung seiner Gebote und Vorgaben tut,

            Und was die von Brosche angeprangerte „Erpressung“ betrifft, hätte ich gerne mal die Alternative gehört. Mit dem Tod ist alles aus? Ist es das? Ein paar Jahrzehnte auf der Erde herumärgern, und dann ab in den Sarg? Hat so etwas irgendeinen Sinn?

          • derblondehans
  • Bernd Scherf

    Die Religiösen wollen sich wohl alles erlauben. Und wenn sich jemand zu harter Kritik aufrafft, spielen sie die verfolgte Unschuld. „Wie man in den Wald hineinruft…“ sollten sie immer im Bewußtsein behalten.

  • saoiaebi

    Grosse Klasse! Es lebe die geistige Evolution!
    http://saoiaebi.weebly.com

  • Hape

    Dieser Artikel ist es nicht wert, gelesen zu werden. Ich habe es schnell aufgegeben, diese Aneinanderreihung von irrsinnigen Aussagen, die weder einer historisch-archäologischen Prüfung, noch logischen Gesichtspunkten standhalten. Aber ich freue mich, dass der Stein des Anstoßes, der Standpunkt von Herrn Parzany, auch in dieser seltsam anmutenden Ecke des menschlichen Daseins von Herrn Brosche wahrgenommen wurde. Damit hat Herr Parzany schon einen Teil seines Auftrages erreicht: Wahrgenommen zu werden, Aufmerksamkeit zu erreichen. Reibung erzeugt Hitze und Hitze bringt irgendwann Dinge zum Schmelzen (meist die wenig standhaften Materialien, die sich im Wind des Zeitgeistes hin und her biegen, wie sie gerade lustig sind). Ich hoffe, Herr Parzany kann auch in Zukunft Menschen, die glauben, Sie wären die „Retter der Welt“ aufrütteln und ihnen zeigen, wie armseelig ihre kleine verlorene Welt ist.

  • André de Vere

    Diese Kolumne ist verfassungsfeindlich: de facto eine Aufforderung zur Christenverfolgung und hat mit aufgeklärten kritischen Denken nichts zu tun.
    “ die J….. Eine gefährliche Rasse“ — klingt ganz ähnlich, oder?!

  • Ruth

    So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Johannes 3,16

    Ich wünsche allen einen wunderbaren, gesegneten Tag!

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