KING KONG am Kölner Hauptbahnhof

KIng Kong: Visualisierung einer paranoiden weißen Männerangst.


Noch mehr als 80 Jahre nach seiner Erstaufführung ist er unübertroffen: der erste KING KONG, das tricktechnische Wunderwerk der frühen Tonfilmtage. Auch Peter Jacksons digitale Neuverfilmung konnte nicht so viel Rührung und Entsetzen erzeugen wie jener Klassiker von dem Riesenaffen, der sich in eine Menschenfrau verliebt und deswegen sterben muß.

Natürlich war der Film ein grandioses Werk der Unterhaltung; nicht nur der Umgang mit der Tricktechnik war meisterhaft – meisterhaft war vor allem, wie die Autoren damalige Zeitströmungen gleichsam subkutan in ihre Story einwoben. Ernest B. Schoedsack und Merian C. Cooper hatten mit der Hilfe des etwas vulgären, aber im Treffen des Publikumsgeschmacks zielsicheren Edgar Wallace (ja, dem Krimiautor), ein Monster auf die Leinwand gebracht, das tief verborgen lag in den Köpfen und Herzen der weißen Männer.

Nicht umsonst lautet der deutsche Titel „King Kong und die weiße Frau“ – die deutschen Bearbeiter der Zeit hatten also auch schon die rassistischen Strömungen der damaligen Gegenwart in dem Film erkannt und ihn entsprechend betitelt. Der Rassismus der Story ist eigentlich evident – aber das Abenteuer und die spektakuläre Umsetzung verdecken bis heute diese Unterströmungen.

Es wird am Filmende sogar explizit gesagt: „Es war die Schönheit, die das Biest zu Fall brachte!“ – im wahrsten Sinne des Wortes hinab vom Empire State Building. Das wird am Ende gesagt, denn wäre das früher geschehen, wäre uns vielleicht aufgefallen wie absurd es ist, daß sich ein 20 Meter großer, wilder Gorilla in eine kleine weiße Frau verlieben sollte, die in seinen Händen nicht mehr als eine Barbiepuppe ist. Vielleicht ist er deshalb so gewalttätig: weil eine körperliche Vereinigung bei diesen Größenverhältnissen unmöglich ist. Trotzdem – King Kong geht zärtlich und rücksichtsvoll erotisch mit der entführten Anne Darrow um. Das zeigt ein oft geschnittener Teil des Filmes, in dem er sie mit äußerster Vorsicht und neugierig entkleidet…

Der Topos vom größeren Sexualorgan

Daß diese Szene in den 30ern geschnitten wurde, hat auch mit den Protesten von Schwarzen-Organisationen zu tun, die sehr wohl verstanden hatten, daß King Kong nicht bloß eine mythische Abenteuergeschichte erzählte, sondern vor allem die Visualisierung einer paranoiden weißen Männerangst war.

King Kong ist ohne Zweifel – psychoanalytisch betrachtet – die Verkörperung des bedrohlichen „Negers“, der dem weißen Mann die Frau streitig macht. Er ist umso bedrohlicher, je größer er wird (im Film wird übrigens damit gespielt, mal wirkt er fünf Meter, mal sogar bald dreißig Meter groß). 1933 – also rund 70 Jahre nach der Sklavenbefreiuung in den USA – wurde damit kaum verhüllt ein bösartiger Topos visualisiert: der vom angeblich stärken Sexualtrieb der Schwarzen und das Märchen, daß sie größere Sexualorgane hätten als die Weißen.
Ein weiterer rassistischer Topos wurde ebenfalls angespielt: die Bedrohung der weißen Frau durch eben diesen Sexualtrieb; ja noch mehr, der Wahn, die ohnehin sexuell anfälligere Frau (wie man selbst heute noch oft genährt durch religiöse Frauenverachtung glaubt) könnte dem mächtigeren schwarzen Sexualorgan in Lust erliegen.

Viele Geschichten aus der Sklavenhalterzeit handeln auch von Tragödien von weißen Frauen, die sich in einen schwarzen Mann verlieben oder zwar mit sehr weißer Haut, doch Mischlinge sind. Darum etwa dreht sich der tragische Konflikt in „Show Boat“ – und noch in den 50iger Jahren z.B. in John Fords „The Searchers“ gilt die weiße Frau, die Geschlechtsverkehr mit einem Mann anderer Hautfarbe hatte als „verdorben!“.

Um es ganz deutlich zu sagen, dem liegt die Hundezüchtermentalität zugrunde, daß eine Hündin, einmal von einem Hund gedeckt, der nicht dieselbe Rasse hat, „verdorben“ sei für die weitere Zucht.

Männlicher Blut-und-Hoden-Wahn

Natürlich handelt es sich hier um männlichen Blut-und-Hoden-Wahn; es geht ums Besitzstandsdenken. Hat also ein Mann, der nicht weiß ist, mit dem Besitztum Frau geschlafen, ist der Besitz verderbt. Wenn sie mit einem anderen weißen Mann schläft ist das schlimm genug, aber das Konkurrenzverhalten ist da nicht so stark ausgeprägt, denn es war ja ein „Bruder der gleichen Hautfarbe!“

Und noch viel schlimmer ist es dann, wenn eine weiße Frau von einem nichtweißen Mann vergewaltigt wird…da hat Mann nicht Mitleid mit der Frau, sondern sieht seinen Besitz am Frauenkörper beschmutzt und zerstört – die Ehre des Mannes liegt in der Vagina der Frau. Dazu kommen die Phantasien von den großen Gliedern der Schwarzen – man empfindet sich als blonder Kleinpenisträger ins Hintertreffen geraten. Eine andere Form von Penisneid – ja, ein Sexualneid, der eigentlich auch bedeutet, man könne dem (Pardon) angeblich großschwänzigen Konkurrenten nicht das Wasser reichen oder die gleiche Spermamenge.
Was also in diesem Rassismus zutage tritt, ist die Angst, in der Fortpflanzung ausgeschaltet zu sein oder zu versagen – und deshalb muß der Konkurrent auch zum Monster und Biest stilisiert werden, zum Riesenaffen, dunkel, dröhnend und übermächtig potent.

Besitzanzeigende Vergewaltigung

Ein archaisches Verhalten – niemals eines, das etwa von Mitleid und Mitempfinden mit der Frau geprägt wäre. Ein unzivilisiertes Verhalten, das Sexualität, Erotik und Lust ausschließt – die werden höchstens als Nebenprodukte des Sexualaktes mitgenommen. Befriedigung ziehen solche Männer nicht aus dem Orgasmus; das Ejakulat ist gleichsam ein Stempel auf der Frau wie auf einer Besitzurkunde.

Jede Vergewaltigung ist im Grunde nichts weiter als eine Markierung des Besitzes an der Frau. Sie muß für die Erfüllung des Fortpflanzungstriebes herhalten, für die penile Übermacht.
All das gilt auch für die Vorkommnisse am Kölner Hauptbahnhof; denn bei den bisher ungeklärten Vergewaltigungen und Übergriffen ging es nicht um Sexualität – Akte der gewalttätigen Sexualität dienten hier der Ablenkung und der Tarnung für Raub und Diebstahl. Es ging um Besitz – da galt der Übergriff auf den weiblichen Körper eben nicht den Frauen (wie Vergewaltigung nie den Frauen gilt, sondern immer nur der Selbstbestätigung des Mannes) – sondern die Vergewaltigung ist in mehrfacher Hinsicht ein Akt der Bemächtigung am Besitz.

Das gilt nicht nur für die Straftäter von Köln…es gilt im gleichen Maße für den rechten Männermob, der sich jetzt formiert. Noch am Neujahrstag schneite mir ein primitives Video eines Mannes auf meine Facebook-Timeline, der sich für die stilistischen und technischen Schwächen eines Empörungsposts entschuldigte. Er war einfach „zu erregt!“ Er übertrug natürlich die Gerüchte von schwarzhaarigen und dunkelhäutigen Menschen gleich auf eine ganze Bevölkerungsgruppe. Die erbärmlichen Kriminellen wurden gleich zu einer tausendköpfigen Bande stilisiert, dunkel, dräuend, die weißen Frauen, die deutschen Frauen, seine/unsere Frauen bedrohend.

Der deutsche Frauen verunreinigende Araber

Und so trieb sich ein arabischer King Kong am Kölner Hauptbahnhof herum, der die Rassereinheit, ja die Sauberkeit des deutschweiblichen Sexualorganes bedrohte – nicht die körperlich-seelische Integrität der Frauen, sondern den Besitz des deutschen Mannes an seinen Frauen.
Nicht mehr die sexuelle Gewalt stand im Vordergrund und die Anteilnahme mit den Opfern, sondern der Riesenaffe des Arabers, der deutsche Frauen verunreinigte und sie damit der rassereinen Fortpflanzung entzog.
Besonders deutlich wird dieser paranoide aber nicht bewußte Wahn ausgerechnet bei einer Frau: Birgit Kelle mußte natürlich ohne Kenntnis der tatsächlichen Vorkommnisse gleich einen zehntausendfach gelikten Artikel raushauen.

Auf kath.net– wo sonst – ließ sie ihre übliche Doppelsprech-Suada vom Stapel, um die Frauenbewegung zu diskreditieren. Wenn deutsche Männer übergriffig werden, beschuldigt sie die Frauen „Dann mach doch die Bluse zu!“ – wird aber der düstere Araber übergriffig, dann ist er das haarige Monster, das vom Wolkenkratzer gestoßen oder ausgewiesen werden muß, damit er den Besitz am Weibchen nicht gefährdet. Birgit Kelle liebt ja die Weibchenrolle…

 Von erträumten Dauererektionen geprägte Angst deutscher Männer

Die Vorgänge in Köln werden nicht als das benannt, was sie sind – sexuelle Gewalt und damit kriminell. Der paternalistisch-patriarchale Gestus (den auch Frauen wie Kelle hier an den Tag legen) verbirgt, daß es nicht um Anteilnahme mit den Frauen geht oder um ihre Rechte von Unversehrtheit der Psyche und des Körpers. Nein, ganz passend ins Bild des patriarchalen Rassismus schwingt letztendlich die faschistische und von erträumten Dauererektionen geprägte Angst der Männer (denn zumeist empören sich ja darüber Männer) mit, die meinen, ihrem evolutionären Trieb nachgeben zu müssen, um den Sie einen Kult gebildet haben – und vor allem Religion und Faschismus sind Peniskulte.

So wird es auch verständlich, wenn ausgerechnet der homosexuelle Theologe David Berger diese Vorfälle nutzt für seine inzwischen gräßliche Hetze gegen Araber und Muslime. Auch der homosexuelle Mann ist eben ein Mann, der in vielleicht noch größerem Maß in Penis-Kategorien denkt. Berger hat ein festgeschriebenes Männerbild: das des weißen, muskelstrotzenden Tom-of-Finland-Mannes. Deshalb so wundert es nicht, daß er dieser Tage auf seinem obskuren Medium „Gaystream“ den sexuellen Übergriff eines Arabers in ähnlicher Manier ausschlachtet wie andere Salonfaschisten die Vorgänge in Köln.

Sexualneid, Rassismus, Fremdenangst und Frauenhaß

Weshalb also hatte der Film KING KONG damals so eine große Wirkung? Die Neuverfilmung verzichtet ja auf die gefährlichen Untertöne und galt nur noch als gelungenes Trickspektakel, faßt aber nicht mehr ans Herz!
Unterschwellig spürten die Männer, daß hier ihre Furcht um die bedrohte penile Oberhoheit über ihre Frauen dargestellt wurde; und die Frauen sahen ihre Angst vor und Lust an der angeblich größeren sexuellen Virilität der Schwarzen bestätigt. Beides Phantasien – aber vielleicht gerade deshalb so wirkmächtig.

Ersetzen wir Schwarzer durch Araber oder Moslem wird der wahre Grund für den Medienhype um die Kölner Geschehnisse deutlich: Sexualneid, Rassismus, Fremdenangst und Frauenhaß ohnegleichen.

KING KONG von 1933 übrigens erzählt von einer vorzivilisierten Welt und den Brüchen der Zivilisiertheit. 2016 ist also gleich von Anfang an das Jahr, in dem die Zivilisation noch mehr Risse bekommt und der alte Affe darunter zutage tritt…denn auf den Zivilisationsbruch der Vergewaltigung, wird in gleicher Manier reagiert. Der eine Schwanzträger reagiert auf den anderen!

So – und jetzt darf man mich standrechtlich erschießen…

  • derblondehans

    … *rofl*, Brosche, zur Liebe zwischen den Geschlechtern, zwischen Mann und Frau, sollten Sie lieber nix schreiben.

    Übrigens, das hatten wir schon, da es beim Menschen keine Rassen gibt, kann es auch keinen Rassismus geben. Sie, King-Brosche, bedienen sich eines Kampfbegriffes der national-sozialistischen Ideologie. War es nicht die schwule Sturm Abteilung, die A.H. DIE STRASSE FREI geprügelt hat?

    Dass Sie als bekennender Schwuler gern King Kong wären, nehme ich Ihnen ab.

  • Deckard

    denn bei den bisher ungeklärten Vergewaltigungen und Übergriffen ging es
    nicht um Sexualität – Akte der gewalttätigen Sexualität dienten hier
    der Ablenkung und der Tarnung für Raub und Diebstahl

    Na sie müssen es ja wissen, nicht wahr? Es ist schlichtweg widerlich wie die ungeheurlichen Taten dieses Mobs nun von Leuten wie ihnen relativiert werde und als „Ablenkungsmaneuver“ marginalisiert werden sollen. Dazu kann ich nur sagen PFUI. Dieses „Argument“ muss man leider öfter von Apologenten und Relativierern wie ihnen lesen – unerträglich.

    Ihr Artikel ist der wirrste und schwachsinnigste den ich in den letzten Tagen zu dem Thema lesen „durfte“ – kompliment.

    Ich hoffe sie geraten mal in eine ähnliche Situation wie diese Frauen, aber ich glaube das wäre ihnen gar nicht so unrecht, nicht wahr.

    • Lieber Herr Deckard, Ihre Empörung in allen Ehren, aber ich hätte Ihren Kommentar sofort gelöscht. Nun handhaben wir es hier bei diekolumnisten so, das der Autor selbst darüber entscheidet. Also möchte ich Herrn Brosche da nicht voreilen. Also bitte: Keine persönlichen Beleidigungen, auch wenn der Text Ihnen als weißen Europäer noch so einladend dazu erscheint …

      • Deckard

        Herr Wallasch, wenn Herr Brosche den Drang verspürt meinen Kommentar zu löschen, so soll er es denn tun. Die Relativierung seinerseits ist nichts weiter als eine Beleidigung und Verhöhnung der Frauen, die unter diesen Tieren am Kölner Hauptbahnhof zu leiden hatten. Wer solche Thesen veröffentlicht, muss sich über das Echo nicht wundern.

        • Wenn es Herr Brosche geschafft hat mit seiner möglicherweise radikalen Provokation, Ihnen diesen unsäglichen hooliganmäßigen Tiervergleich zu entlocken, dann sind Sie ihm leider auf den Leim gegangen. Tun Sie sich selbst und uns doch bitte den Gefallen und löschen Sie das doch. An anderer Stelle äußern Sie sich doch intelligenter.

          • Deckard

            Ich finde meinen Vergleich leider durchaus angemessen, denn man braucht sich nur das Polizeiprotokoll der Ereignisse durchzulesen (http://www.bild.de/news/inland/silvester/das-geheime-polizei-protokoll-44048000,var=x,view=conversionToLogin.bild.html).
            Diese Vorgänge sind Menschen unwürdig.

            Die „Provokation“ besteht hier vielmehr in der Denkweise und dem Weltbild von Menschen wie Herrn Brosche. Ich bezweifle, dass sie nur reines Stilmittel ist.

          • LS

            Warum haben Sie, oder Tausende deutscher Männer den Frauen nicht geholfen?

          • Na gut, hier wirds albern. Ich bin sicher, einer wie Deckard hätte – im Gegensatz zu Ihnen – ohne Rücksicht auf Verluste geholfen.

          • Deckard

            Richtig – wäre ich dort gewesen – in meinen Möglichkeiten, ja. Nur muss man realistisch sein: was richtet man als einzelner, oder auch wenn man sich mit ein paar anderen zusammentut, gegen eine derartige, hochaggressive Übermacht aus? Das ist dann Aufgabenbereich von ausgebildeten Kräften. Außerdem, woher wissen sie, „LS“, dass „die Männer“ zugesehen haben wie die Frauen so misshandelt wurden? Waren sie vor Ort? Warum haben sie nicht geholfen? Herr Wallasch hat schon den richtigen Begriff genannt: albern.

      • Nora Brinker

        Was hat die Hautfarbe von Herrn Deckard mit dem, was wir hier diskutieren, zu tun? Bitte keinen Rassismus, auch nicht von Mods.

  • derblondehans
    • LS

      Frau Merkel hat also Leute beuaftragt, Fruen zu vergewaltigen?
      Haben Sie noch alle Tassen im Schrank?

      • derblondehans

        …werte/r/s LS, ich bin der falsche Ansprechpartner in dieser Sache, Ihre Frage, ob Merkel Leute beauftragt hat Frauen zu vergewaltigen und ob sie, nicht ich, Daher! noch alle Tassen im Schrank hat, sollten Sie unbedingt an Merkel persönlich richten.

        … denn: Auch auf Zurechtweisungen und Platzverweise hätten die Gruppen mit Ignoranz oder respektlosen Bemerkungen wie “Ich bin Syrer, ihr müsst mich freundlich behandeln! Frau Merkel hat mich eingeladen” reagiert.

        http://friedensblick.de/19056/koelner-sexterroristen-frau-merkel-hat-mich-eingeladen/

      • Herold Hansen

        Bleiben wir ohne falsche Anwürfe, aber auch ohne Relativierung bei der Realität.

        Gerade Syrern hat Merkel bevorzugt mit und ohne oder gefälschtem Pass bedingungsloses Willkommen versprochen. Vielleicht hätte bei wenigstens angemessener Kontrolle vermieden werden können, dass die blutjungen deutschen Mädchen ihr Leben lang mit dem Trauma einer mehrfachen Vergewaltigung leben müssen.

  • Hilmar Weckert

    welcher king kong hat das denn geschrieben? Wagner II als kinderpost? mit dem lallen eines trocken besoffenen gutmenschen ? wenn brosches dummheit mal rad fährt muss er bergauf bremsen .-dieser moslemimitator!!!!!

  • LS

    Schön rausgearbeitet.

  • Surprise

    In der Tat schön rausgearbeitet, aber in diesem Fall sind es mehrheitlich Frauen, die „empört“ sind. Von den Bekannten aus dem Freundeskreis und Kommilitoninnen sind nicht mehr viele(keine) von der anfänglichen Welcome-Euphorie überzeugt, eher skeptisch. Die Ansicht, die sich nun breitmacht ist Realismus: Flüchtlinge, die hier wirklich eine neue Existenz nach Verfolgung und Krieg aufbauen, sollen nicht verunglimpft werden; gleichzeitig wird die Tatsache, dass die Kriminalität steigen wird und die Sozialisation vieler junger Männer aus dem Nahen Osten und Afghanistan/Pakistan erhebliche Konflikte birgt, plötzlich fassungslos zur Kenntnis genommen.
    Daneben gibt es in unter den Studierenden tatsächlich junge Frauen, die den Opfern die Schuld indirekt zuschieben. Das sind meist die gleichen, die sich für die Durchsetzung einer Frauenquote an den Unis einsetzen.
    Schöne neue Welt. Dieser innere Widerspruch, vor allem bei den Linken, kann nicht ewig gut gehen. Die ideologische Abschirmung vor Fakten, die eine Gruppe betreffen, um Gewalt zu relativieren und zu verharmlosen erinnern an andere Länder und Zeiten.

    P.S. Bin kürzlich erst über ihre Seite gestolpert. Super, dass es noch Möglichkeiten gibt – wenn auch etwas derbe manchmal- zu debattieren. Das ist es, was in Deutschland momentan komplett fehlt. Oder wundert sich tatsächlich niemand darüber, dass die Politik der Vorsitzenden unserer Regierung seit geraumer Zeit von der Opposition mehr Zustimmung bekommt als von der eigenen Partei.

  • Deckard

    Die Behauptung, die Sexualdelikte seien nur Mittel zum
    Zweck
    gewesen ist bereits widerlegt:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article150735341/Die-meisten-waren-frisch-eingereiste-Asylbewerber.html

    Die Medien verbreiten wieder ihre üblichen Lügen, die Facebook-Elite betreibt Schadensbegrenzung auf dem Maximallevel. Köstlich.

    • Das allerdings ist völlig richtig. Sogar der Kölner Polizeiobere hat immerhin in der Tagesschau klar gesagt, dass die Sexualdelikte im Vordergrund standen und die Diebstähle das Beiwerk waren. Selbst Mitkolumnist und Freund H. Schmitz hat das wider besseren Wissens in seiner vielbachteteten – ansonsten wie immer hochinteressanten – Kolumne weiter kolportiert, als ginge es um irgendein Mantra , um eine Litanie vom bösen Taschendieb.
      Nein, es ging explizit um die Frauen der Einheimischen, deutsche Frauen, es ging um die Ansage: Wir machen mit denen was wir wollen und damit – sorry – ficken wir Euch weißen Kerle mal im Vorübergehen ins Knie. So gesehen hat Wolfgang hier irgendwo sogar recht, nur ganz andersherum. Die Minderwertigkeitsgefühle liegen auf der andren Seite. Dort, bei den Jungs ohne Paste, ohne Arbeit, ohne eine Idee, wie man die begehrten, auf Ihr Blondsein reduzierten, bisher nur aus schmutzigen Pornos näher bekannten, deutsche Weiber auch ohne Gewalt ins Bett bekommt, bei den Abgewiesenen, den Zurückgewiesenen, den nur Geduldeten im Wortsinne. Das ist doch das eigentliche Drama der verfehlten Integration – überhaupt der Integration.

  • Medley63

    @Wolfgang Brosche

    Ach, Sie ärmster. Es braucht Sie niemand standrechtlich erschießen, sie haben sich geistig schon selbst die Kugel gegeben. WENN jemand Frauen als BESITZ betrachtet, lieber, hochverehrter und hochgeschätzter Herr Brosche, dann ja wohl die von Ihnen vor den bösen „weissen Männern“ verteidigten Araber mit dunklerem Teint. Denn es sind ja nicht die Müllers, die Meiers oder die Schmidt’s, die ihre Frauen dazu nötigen, wenn nicht gar dazu zwingen sich zu verschleiern oder sich mit einer Burka gänzlich unsichtbar zu machen und die als archaisch-patriachalische Clan-Oberhäupter ihre Mütter, ihre Schwestern, ihre Ehefrauen und ihre Töchter am liebsten rund um die Uhr in der Wohnung wegsperren, es sind vielmehr all jene Muslime, für die Sie sich hier so pseudointellektuell in die Brust werfen und für die in ihrer Kultur die „Besitzurkunde“ maßgeblich ein Stück Stoff über den Reizen ihres Eigentums darstellt.

    Übrigens: Wenn rund 70% bis 80% aller Asylbewerber junge Männer sind, aber stattdessen nur ganz wenige junge Frauen auch zu den Flüchtlingen gehören(und denen als Musliminnen niemals erlaubt werden würde mit Christen eine Beziehung einzugehen), dann werden die jungen „weissen Männer“ in Deutschland einer zusätzlichen Konkurrenz auf dem….mmmh..“Liebesmarkt“ um die verbliebenen jungen „weissen Frauen“ in ihrer Alterskohorte ausgesetzt. Das der „rechte Männermob“ sich nicht die potenziellen Sexualparterinnen vom „nordafrikanischen Männermob“ in Köln wegnehmen lassen will, ist daher nur zu verständlich. Wenn Sie eine Lebenspartnerin, Ehefrau oder Freundin haben, dann wollen Sie gewiss auch nicht, dass Ihnen jemand anders ihre andere Hälfte wegschnappt. Insofern betrachten Sie sie in gewisser Weise auch als Besitz, den Sie nicht an die Konkurenz verlieren wollen. Tun Sie insofern daher mal nicht so (schein-)heilig.

    Ps. King Kong ist ein Symbol für primitive, archaische männliche Agressivität. In der Beziehung haben Sie mit ihrer Gleichsetzung des Dschungel-Monsters mit den nordafrikanischen Sex-Gangstern allerdings voll ins Schwarze getroffen. Mein Glückwunsch dazu!

  • Thomas Schnuggi Kober

    wow, sehr eloquent geschrieben – aber mehr auch schon nicht, in irgendeiner Form muß sich ja schließlich Ihr Studium und Ihr Hochschulbschluß rechtfertigen, auch wenn Ihr Bericht eine Art Ausgeburt eines absolut kranken, widerlichen, ekelhaften Gehirns sein muss.
    P.S mit Sexualneid müssen Sie sich ja gut auskennen und ich denke einmal, dass Sie am liebsten mitten drinnen gestanden hätten, in Köln, zwischen all den „Nicht nordafrikanisch oder arabisch “ aussehenden Männern und es Ihnen Befriedigung gebracht hätte, hätte man(n) nur Sie begrapscht und zwischen den Schritt gegriffen und die Bezahlung dafür ging auch recht flott über die Bühne…

  • Deckard

    Lesenwert, wenngleich auch Spiegel:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/urteil-in-koeln-gegen-antaenzer-jugendarrest-fuer-zwei-taeter-a-1071122.html

    Diese Urteile sind ein Sinnbild für den Bankrott unseres „Rechtsstaats“. Wir brauchen dringend Reformen.

  • Nora Brinker

    Ich habe selten so etwas Ekelerregendes gelesen. Hier hat jemand schreibenderweise seine perversen sexuellen Phantasien aus sich herausgesetzt. Noch ein weiterer Satz über die Beschaffenheit und Größe der Geschlechtsorgane bestimmter Männer und deren „Virilität“, und ich hätte die Kloschüssel umarmt. Und er hat nicht einmal seine Hausaufgaben gemacht. In den „Searchers“ geht es nicht um die „sexuelle Verdorbenheit“ der jungen Frau, sondern darum, dass sie weiter bei den Indianern leben will. Und kein Hundezüchter mit einem IQ über 80 (und, ich versichere, das sind die allermeisten) glaubt daran, dass eine Hündin für weitere Würfe „verdorben“ ist, nachdem sie von einem Bastard ***Schnappatmung*** oder einem Rüden einer anderen Rasse gedeckt wurde. So etwas existiert nur in der Phantasie von Leuten, die schon beim Ertönen des Wortes „Rasse“ die Kleenexschachtel zur weiteren Verwendung ‚rausholen. Pfui Teufel!

  • Ali Salem Naraghi

    Eine sehr interessante These.

    Seit Tagen überlege ich, woher diese Hysterie der letzten Tage kommt.

    Das Ganze sieht aus wie eine „Pendelreaktion“ zu der „Refugee Welcome“-Hysterie des letzen Sommers.

  • Ali Salem Naraghi

    Achso… Was ich noch los werden möchte:

    Man sollte mal die Gewalttagen und Übergriffe der letzten Silversternächte statistisch auswerten und schauen ob diese Phänomene wirklich was neues sind.

    • derblondehans

      Tja, werter Ali, ich kann Sie dahingehend ‚beruhigen‘, dass Massenvergewaltigungen an deutschen Frauen nicht neu in Deutschland sind. Der ungarische Halbjude Sandor Kovacs, der das KZ der Nazis überlebte und bei seinem Heimmarsch nach Budapest durch Prag kam, gab zu Protokoll: ‚Im hitlerischen KZ sah ich Sachen, die ich nicht für möglich gehalten hätte, daß sie von Menschen anderen Menschen
      angetan würden.

      Als ich im Mai 1945 auf dem Rückmarsch in meine Heimat in Prag vom Ausbruch des tschechischen Wahnsinns überrascht wurde, erlebte ich ein Inferno menschlicher Armseligkeit und moralischer Tiefe, gegen das meine KZ-Zeit fast eine Erholung gewesen war. Frauen und Kinder wurden bei lebendigem Leib mit Petroleum übergossen und angezündet, Männer unter unvorstellbaren Qualen ermordet.

      Dabei mußte ich ausdrücklich feststellen, daß sich die gesamte Bevölkerung an diesem Verbrechen beteiligte, nicht nur der übliche Mob. Ich sah hochelegante junge Tschechinnen, die vielleicht noch vor kurzem mit den deutschen Offizieren geflirtet hatten, und die nun mit Revolver und Hundspeitschen durch die Straßen liefen und Menschen quälten und mordeten, ich sah offensichtlich höhere tschechische Beamte gemeinsam mit tschechischem Straßenmob johlend Frauen vergewaltigen und qualvollst umbringen. Ich fürchtete mich vor einem deutschen Wiedererwachen. Denn was den Deutschen geschah, ist unbeschreiblich!‘

      http://www.amazon.de/Schreie-H%C3%B6lle-ungeh%C3%B6rt-totgeschwiegene-Sudetendeutschen/dp/3925921400

      Aber auch im ‚Westen‘ sind Massenvergewaltigungen an deutschen Frauen nix Neues: ‚Alliierte Kriegsverbrechen‘ – Vergessene Kriegsgräuel im Zweiten Weltkrieg: … eine Dokumentation aus dem Jahre 1983 ist der einzige Beitrag, den das deutsche Fernsehen je zu diesem Thema ausstrahlte. Die Basis des von dem international renommierten, amerikanischen Völkerrechtler und Historiker Alfred de Zayas aufbereiteten Materials stellen die Akten der Wehrmacht Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts (WUSt.) dar. Mit diesen Akten konnte jedes der alliierten Kriegsverbrechen dokumentiert und belegt werden.

      Teile der Dokumentation zeigen u. a.: · das Massaker an Lazarettinsassen in Feodosia durch die Rote Armee · die Versenkung von Rot-Kreuz Schiffen und das Beschiessen von Rot-Kreuz- Einrichtungen durch die britische und die amerikanische Luftwaffe · Massenvergewaltigungen und zahllose Ermordungen beim Einmarsch der französischen Armee in Stuttgart · Massenvergewaltigungen und Ermordung nahezu der kompletten Dorfbevölkerung im ostpreussischen Nemmersdorf beim Einmarsch der Rotem Armee ·

      http://www.amazon.de/Alliierte-Kriegsverbrechen-Vergessene-Kriegsgr%C3%A4uel-Weltkrieg/dp/B000BNUXPI

      • Ali Salem Naraghi

        Geehrter Hans,
        Ihre Aussage, der Herr Kovacs habe seine Zeit in einem Vernichtungslager als Erholung angesehen, ist an Perfidität und Bösartigkeit schwer zu überbieten. Sie verhöhnen damit die Millionen Opfer der Nazi-Diktatur. Es ist trautig wie damals rücksichtlose und skrupellose Machthaber die ganze Welt in einen Krieg gestürzt haben und Elend und Leid über die Zivilbevolkerung gebracht haben. Natürlich musste auch die deutsche Zivilbevolkerrung viel Leid erdulden und viele haben dabei ihr Leben, ihre Heimat und ihre Würde verloren.

        • derblondehans

          … werter Hr. Ali, ich habe gar nix ausgesagt, Sandor Kovacs gab zu Protokoll. Mussu noch mal gucken. Und ich verhöhne niemanden.

          Das Buch ist im Oswald-Hartmann-Verlag, D, 1998, erschienen und wir von Amazon vertrieben.

          • derblondehans

            Korrektur … ‚wird‘ … vertrieben.

  • derblondehans

    … tja, King Brosche, si tacuisses, philosophus mansisses. (Nur des Spruches wegen, denn Philosoph waren Sie, W.B., nie.)

    http://www.huffingtonpost.de/david-berger/terror-silvester-maenner-opfer_b_8937810.html

    … im Übrigen … this is a mans world

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